Verein für Briefmarken und Münzenkunde Biblis und Händler aufgrund Rückgangs an Sammlern nur bedingt zufrieden
Großtauschtag hätte mehr Besucher verdient gehabt
Beim Großtauschtag für Briefmarken, Münzen und Ansichtskarten gab es eine Ausstellung mit besonderen Exponaten zu entdecken, Foto: oh
NORDHEIM – Bereits zum 36. Mal fand Ende Oktober der Großtauschtag für Briefmarken, Münzen und Ansichtskarten statt. Hierzu hatte der Βibliser Verein für Briefmarken und Münzenkunde eingeladen. Neben zehn Händlern aus der näheren und auch weiteren Umgebung hatten circa 60 Sammler und Interessierte Besucher den Weg in die Kultur- und Sporthalle Nordheim gefunden. Es wurde an einigen Tischen getauscht aber hauptsächlich lag das Interesse auf Kauf und Verkauf. Der mit 25 Mitgliedern kleine Verein hatte wieder mit großem Aufwand eine Ausstellung mit Exponaten seiner Mitglieder aufgebaut. Auf 40 Quadratmetern Rahmenfläche wurden 13 verschiedene Themen aus dem großen Bereich der Philatelie präsentiert. Dies ist eine Werbeschau, sagte der erste Vorsitzende D. Borries, die dem Betrachter Anregungen für das eigene Sammelgebiet und über die Vielfalt der Philatelie geben soll.
So lag das Interesse von Besuchern auf Themen wie Heimatsammlung Biblis bei der Biblis als Gurkenhochburg gezeigt wurde. Auch die Belege unseres ersten Deutschen Astronauten Sigmund Jähn, der vorm kurzem verstorben ist wurden bestaunt. Weitere Themen waren Briefe mit Bayern Frankatur und Belege aus der Inflationszeit mit horrenden Portostufen von Millionen bis zu 40 Milliarden Mark für einen Brief. Auch Postkarten um 1900 von München waren ausgestellt. Ebenso ausgestellt wurde das Thema Bahnpost in Baden und Bahnpost Ibersheim.
Die Ausstellung wurde abgerundet mit einem Schaukasten zum Thema Münzen und einem Schaukasten zum Thema Mineralien auf Briefmarken. Hier wurde neben den Marken auch jeweils die entsprechenden Rohsteine und dazugehörige geschliffene Schmucksteine präsentiert.
Die Ausstellung hätte mehr Besucher verdient gehabt, zumal durch die parallel in der Schule stattfindende Bürgermeisterwahl viele Nordheimer Bürger an der Halle vorbei zum Wahllokal mussten. Auch werden die Briefmarkensammler immer weniger, so dass die angereisten Händler nur bedingt mit dem Umsatz zufrieden waren. zg