ENERGIERIED: Aufsichtsrat bringt Photovoltaik-Freiflächenanlage auf den Weg
Grüner Strom „made in Lampertheim“
Grünes Licht für grünen Strom: Der Aufsichtsrat von ENERGIERIED stimmte der Realisierung des Projektes Photovoltaik-Freiflächenanlage in der Gemarkung Lampertheim zu. Foto: www.pixabay.com
LAMPERTHEIM – Der Aufsichtsrat der ENERGIERIED erteilte in seiner jüngsten Sitzung „Grünes Licht“ für die Realisierung des Projektes Photovoltaik-Freiflächenanlage in der Gemarkung Lampertheim. Bei Planmäßiger Umsetzung der weiteren Schritte für die Bauleitplanung, Pachtverträge, Ausschreibungen und Auftragsvergabe könnte die Anlage bereits ab Sommer 2022 Strom produzieren.
Die circa fünf Hektar große Projektfläche ist auf einem 110 Meter breiten Korridor rechts und links der Bundesbahnstrecke nach Mannheim ausgewiesen. Die beiden Grundstücke befinden sich im Eigentum der Stadt Lampertheim und werden von ENERGIERIED gepachtet.
Diese Anlage ist eine der ganz wenigen Möglichkeiten vor Ort, im größeren Stil aus Erneuerbaren Energien Strom zu produzieren, betont die ENERGIERIED -Geschäftsführung. Sie könnte einen wichtigen Beitrag zum Ausbau der CO2- freien Energieversorgung vor Ort leisten und die Umsetzung der kommunalen Klimaziele, die auf eine C02-Neutralität bis zum Jahr 2030 fixiert sei, nachhaltig unterstützen.
Die Photovoltaik-Anlage wird in Form aufgeständerter PV-Modulen errichtet werden. Darunter können Gräser bzw. Bodendecker wachsen. Aus anderen PV-Freiflächenanlagen liegt die Erfahrung vor, dass sich unter den Anlagen bei entsprechender Bewirtschaftung biotopartige Zustände einstellen. Ein Artenschutzgutachten ist bereits in Auftrag gegeben.
Nach den aktuellen Berechnungen wird die PV-Freiflächenanlage jährlich circa fünf Millionen kWh Strom produzieren und könnte - rein rechnerisch - den Strombedarf von circa 1.600 Haushalte bei der Annahme von zwei Einwohnern pro Haushalt decken.
ENERGIERIED wird die Photovoltaikanlage in eigener Regie errichten und betreiben, hat sich allerdings die Unterstützung der regionalen Versorgungsunternehmen ENTEGA und GGEW als Dienstleister gesichert. Frank Kaus: „Das Projekt kann die Basis für eine dauerhafte Zusammenarbeit sein um die Energiewende in unserer Region mit weiteren Projekten zu befördern“.
Die für die Realisierung der Anlage erforderliche Investitionssumme beläuft sich auf circa 3,1 Millionen Euro. Die Finanzierung erfolgt mittels KfW-Bankdarlehen. Den Kunden der ENERGIERIED wird angeboten, sich in Form einer Bürgerbeteiligung an der Realisierung des Projektes einzubringen. Diese gesamte Beteiligung ist auf maximal 780.000 Euro ausgelegt und wird mit zwei Prozent auf zehn Jahre verzinst. zg