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Do., 13. August 2020, 16:50 Uhr
JUGENDFÖRDERUNG: Ferienspiele beim Verein Lampertheimer Kegler unter Coronabedingungen
Gut Holz! Zwölf Kinder hatten Spaß beim Wettkampf
Strahlendes Siegerteam – Emil, Philip, Mika und Elias. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – „Wir machen jedes Jahr bei den Ferienspielen mit“, erklärteJugendsportwartin Daniela Schenk vom Verein Lampertheimer Kegler im Gespräch mit dem TIP. Dass sich keine 50 Kinder bei der Stadtjugendförderung anmelden konnten wie vor einem Jahr und in der Biedensandhalle die Handkugeln ins Rollen brachten, lag an den hessischen Coronavorschriften. Immerhin konnten Daniela Schenk und die beiden Jugendbetreuer Ute Ofenloch und Antonio Alves mit den zehn Jungen und zwei Mädchen im Alter von sieben bis elf Jahren am Mittwochnachmittag für die Wettkämpfe drei Mannschaften aufstellen. Zwischen den Bahnen blieb eine Bahn frei und auch beim anschließenden gemütlichen Verspeisen von Pommes und Nuggets waren Abstandsregeln zu beachten. Das Team der Stadtjugendförderung unter Leitung von Susanne Camus hatte das Geschehen im Blick, doch das Spielmobil hatten sie nicht mitgebracht, damit sich die Kinder ganz auf das Kegeln konzentrieren konnten. Das klappte hervorragend, allein schon wegen des hohen Spaßfaktors des Kegelsports. Nach der Einführung in die Kegeltechniken mit Anlauf in drei Schritten oder Werfen der Jugendkugeln mit zwei Händen aus dem Stand heraus war der Probewurf dran. Damit war der Einstieg zum Wettkampf gelungen. Jede der drei Mannschaften hatte ihren Zahlen-„Tannenbaum“ und wer am schnellsten die Zahlen abgeräumt hatte, hatte den Wettkampf gewonnen. Ganze zwei Stunden waren fürs Kegeln eingeplant. Draußen heizte die Sonne ein, in der Biedensandhalle strahlende Gesichter und beste Stimmung bei Kindern und Betreuern, Schwitzen bei dieser sportlichen Bewegung inklusive. Für die Keglerjugend würde Daniela Schenk gerne weitere junge Kegeltalente begeistern, erzählt sie. In einigen Jahren seien ein oder zwei Teilnehmer der Ferienspiele beim Verein hängengeblieben, berichtete die Jugendsportwartin, man werde sehen ob es diesmal klappt. Der Verein mit etwa 200 Mitgliedern könnte Verstärkung vertragen, machte Ute Ofenloch deutlich, denn altersbedingt schrumpfe der Verein. Ein strahlendes Siegerteam erklärte im Interview mit dem TIP, wie sie zum Sieg gekommen sind. „Wir haben ganz leicht geworfen, nur manchmal fest“. Ob sie Kegler werden wollen? Das steht wohl aktuell nicht zur Diskussion, denn der zehnjährige Mika spielt wie der gleichaltrige Philip beim TV Lampertheim in der Jahnhalle Handball und Emil, 10 Jahre alt, und Elias, 11 Jahre alt, sind bereits sportlich beim Fußballverein VfB aktiv. Beide wohnen in der gleichen Straße, wie sie betonen, ihre Fußballheimat sei gleich nebenan im Stadion. Eigentlich wäre die Betätigung in einer weiteren Sportart neben dem Kegeln sogar wünschenswert und werde von aktiven Keglern so gemacht, sagt Jugendsportwartin Schenk, einfach weil das Kegeln einseitig beanspruche. Ob die aktiven Kegler wie geplant in die Wettkampfsaison von September bis März starten können, sei noch nicht klar, meinte Schenk, das Training jedenfalls findet seit 11. Juni wieder statt. Die Jugend trainiere mittwochs von 16 bis 18 Uhr. Bei allen Aktivitäten seien die allgemein gültigen Coronaregeln nach dem Hygienekonzept des Vereins einzuhalten. Hannelore Nowacki