Familienzentrum Bensheim stellt die neuen Angebote schnelleHILFE und startHILFE vor / Silvie Freudenberger ist Projektkoordinatorin für Lampertheim
Gute Nachrichten für Familien
Marius Schmidt (Vorsitzender SPD-Bergstraße), Christiane Krotz vom Sozialausschuss, die neue Projektkoordinatorin Silvie Freudenberger, Katharina Naegele (Geschäftsleiterin des Familienzentrums Bensheim), Robert Lenhardt (Sozialausschussvorsitzender) und Erster Stadtrat Jens Klingler (v.l.). Foto: Petra Gahabka
LAMPERTHEIM – Heppenheim, Bobstadt, Neckarsteinach, Bensheim. Auf seiner Sommertour machte der Vorsitzende der SPD Bergstraße, Marius Schmidt, auch in Lampertheim Station, um sich über das Kinderbetreuungsangebot zu informieren. Zu dem Treffen mit dem Ersten Stadtrat Jens Klingler sowie Christiane Krotz und Robert Lenhardt vom Sozialausschuss, hatte Katharina Naegele, Geschäftsleiterin des Familienzentrums Bensheim, mit dem die Stadt seit 13 Jahren zusammenarbeitet, gute Nachrichten zu verkünden.
Das Familienzentrum Bensheim ist auf die Qualifikation, Fortbildung und Vermittlung professioneller Betreuungspersonen spezialisiert, darüber hinaus ist der Verein Träger verschiedener Tagesstätten. Die im September 2018 eröffnete Kita Farbenfroh in der Ringstraße zählt dazu. „Das war ein Start von null auf hundert Kinder“, beschrieb Naegele die Herausforderung der vergangenen Monate. Doch es pendle sich ein, das Team wachse zusammen und habe Spaß an der Arbeit. Die Mitarbeiterinnen hätten „alles ganz toll gewuppt“ und die Warteliste sei lang. Zusätzlich betreuten in Lampertheim und seinen Stadtteilen momentan 19 Tagesmütter Kinder im Alter von 0 bis 14 Jahren. Man suche dringend weitere Tagespflegepersonen.
Die Nachfrage beim Betreuungsangebot habe sich sehr schnell gewandelt, merkte Jens Klingler an, es gehenicht nur um Quantität, sondern auch um Qualität. Mit dem Start der Kita Farbenfroh habe das Familienzentrum das Angebot in Lampertheim mit dem DropIn und Babysitterkursen erweitert. Es gelte ein Netzwerk um die Kinder zu spannen und „die Familie als Ganzes muss in den Mittelpunkt gerückt werden“, so der Sozialdezernent und Kämmerer. Das Drop In(klusive) in der Wormser Straße 10 ist ein kostenfreier Treff für alle Eltern mit Kinder im Alter zwischen 0 bis 3 Jahren, der montags von 9 bis 11 Uhr stattfindet. „Das wird rege angenommen, letzte Woche waren zwölf Familien da“, merkte Naegele an. Und auch die Qualifikationskurse für Babysitter kämen gut an, momentan könne man sechs Babysitter vermitteln.
Mit schnelleHILFE und startHILFE werden in Lampertheim nun zwei Projekte aufgebaut, die es in Bensheim bereits seit acht Jahren gibt. Die schnelleHILFE vermittelt kurzfristig und unkompliziert eine qualifizierte Betreuung für Kinder und/oder eine Haushaltshilfe in besonderen Notsituationen, beispielsweise eine akute Erkrankung oder ein Klinikaufenthalt eines Elternteils. Sofern ein Anspruch besteht, werden die Kosten für die Betreuungsperson beziehungsweise Haushaltshilfe von der Krankenkasse übernommen. Das zweite Angebot, startHILFE, unterstützt Familien in den ersten drei Lebensjahren eines Kindes. Ehrenamtliche Helfer kommen für zwei bis vier Stunden wöchentlich in die Familien und helfen den Eltern, wo sie gerade Hilfe brauchen oder einfach um eine kleine Auszeit zu bekommen. Die „Starthelfer“haben ein offenes Ohr für ihre Anliegen, begleiten sie zum Kinderarzt, betreuen das Baby, spielen mit den Geschwistern oder holen diese von der Kita ab. Das Angebot ist zeitlich begrenzt und steht jedem zu, unabhängig vom Gehalt. „Alle Mütter, die entbinden haben Anspruch“, ließ Katharina Naegele wissen.
Mit Silvie Freudenberger haben die beiden Projekte auch ein Gesicht. Die Hofheimerin, die acht Jahre als Tagesmutter tätig war, hatte am Dienstag ihren zweiten Arbeitstag und freut sich über die neuen Herausforderungen, die ihre 20-Stunden-Stelle mit sich bringt. „Ich werde in der Wormser Straße 10 oder telefonisch erreichbar sein“. Nun gelte es die Erfahrungswerte aus Bensheim, wo 14 bis 17 Ehrenamtliche im Rahmen der startHILFE Familien unterstützen und im vergangenen Jahr 300 Einsatzstunden leisteten, zu nutzen und in der Spargelstadt ein Netzwerk aufzubauen. Flyer sollen gedruckt werden, ein Infostand in der Fußgängerzone über das Angebotsspektrum des Familienzentrums informieren.
„Ein tolles Tätigkeitsgebiet, es gibt viele Ältere, die sich für die startHILFE interessierten. Man hat ein soziales Miteinander, Fortbildungen, einen Erste-Hilfe-Kurs und regelmäßige Netzwerktreffen, um sich über die gesammelten Erfahrungen auszutauschen, berichtete Naegele, deren Dank der Stadt galt, die beim Aufbau der Stelle unterstützend wirkte. Fünf, sechs ehrenamtliche Unterstützer werden für den Anfang gebraucht, es habe schon Anfragen gegeben. Auch die Eltern können sich schon an Projektkoordinatorin Freudenberger wenden. „Ich bin froh, dass wir bei der Etablierung der Angebote wieder einen Schritt weitergekommen sind, dass wir in die Akquirierung von Ehrenamtlichen gehen können. Ich finde, wir haben gute Entscheidungen getroffen, sowohl mit dem Eltern-Kind-Treff DropIn als auch der Trägerschaft“, stellte SPD-Chef Schmidt abschließend fest. Mit den neuen Angeboten ergänze man die Betreuungslandschaft sehr sinnvoll und sehr gut und nehme in allen Konstellationen und Notsituationen das Wohl des Kindes vom ersten Tag an in den Fokus. Petra Gahabka
Info
Informationen zu den Angeboten des Familienzentrums Bensheim sowie Kontaktdaten gibt es auf der Internetseite www.familienzentrum-bensheim.de