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  • Mo., 17. Mai 2021, 12:11 Uhr
    STADTMARKETING: Gottlieb Ohl als Stadtrat mit besonderer Aufgabe verabschiedet / Weiteres Engagement zum Wohl der Stadt / Stadtmarketing „für Zukunft gut aufgestellt”

    „Haben jetzt das Stadtmarketing, wie wir es erwarten”

    Dank für ein mehr als erfolgreiches Engagement für das Stadtmarketing: Bürgermeister Gottfried Störmer überreichte Gottlieb Ohl im Rahmen der Verabschiedung als Stadtrat mit besonderer Aufgabe und im Beisein von Stadtmarketing-Leiter Dirk Dewald (v.l.) eine „„Lambada Dudd mit ebbes Foinem”. Foto: Benjamin Kloos


    LAMPERTHEIM – Mit dem Beginn der neuen Legislaturperiode führt Stadtrat Gottlieb Ohl nicht mehr den Zusatz „mit besonderer Aufgabe“. Für die Erledigung dieser besonderen Aufgabe – in Form des Aufbaus des Stadtmarketings – bedankten sich Bürgermeister Gottfried Störmer und das Stadtmarketing in Person von Dirk Dewald am Montag im Rahmen einer offiziellen Verabschiedung. Gottlieb Ohl bleibt der Stadt weiterhin als ehrenamtlicher Stadtrat im Magistrat erhalten, hier wird er weiterhin den Vorsitz der Kulturkommission innehaben.

    „Dies heute ist ein wichtiger Akt und gleichzeitig ein Dank an einen verdienten Mann”, betonte Bürgermeister Störmer zu Beginn. „Vor etwa fünf Jahren hat sich Gottlieb Ohl mit dem Stadtmarketing auseinandergesetzt und sich mit mir darüber ausgetauscht, was wir von diesem erwarten.” Bereits zuvor habe es in Lampertheim ein Stadtmarketing gegeben, aber nicht in der Art, „wie ich es mir vorgestellt habe”, machte das Stadtoberhaupt deutlich. Es habe deutlichen Verbesserungsbedarf gegeben, glücklicherweise sei durch die damalige SPD/FDP-Koaltion die Stelle des Stadtrates mit besonderer Aufgabenstellung geschaffen worden – nämlich das Stadtmarketing aufzubauen, auszuarbeiten und auf den Weg zu bringen. „Dies ist in den letzten fünf Jahren gelungen, auch wenn es nicht immer ein kerzengerader Weg war”, so Bürgermeister Störmer. „Ich bin sehr froh, dass wir Gottlieb Ohl mit der Aufgabe der Gestaltung des Stadtmarketings beauftragen konnte. Es hat viele Dinge auf den Weg gebracht, was ich als besonders wichtig empfinde ist hierbei seine intensive Mitwirkung bei der Erstellung des Konzeptes Stadtmarketing und dass er auf politischer Ebene sehr viel bewegen konnte.” Das Konzept wurde in mehreren Workshops und in enger Zusammenarbeit mit externen Experten sowie dem Wirtschafts- und Verkehrsverein erstellt. „Dies war eine sehr gute Mischung, die zu einem sehr guten Ergebnis geführt hat, welches wir umgesetzt haben – unter großem Engagement von Gottlieb Ohl. Wir haben heute ein Stadtmarketing, dass seinen Namen verdient, eine Organisation mit mehreren Menschen, die such gerne um die Punkte kümmern, die wir von einem Stadtmarketing erwarten. Jetzt ist es an uns, dass Stadtmarketing unter Leitung von Dirk Dewald zu gestalten.” 

    Gottlieb Ohl war angesichts des Dankes sichtlich bewegt. „Es waren nicht nur schöne und erfolgreiche Momente, sondern es gab auch Situationen, in denen ich mich gefragt habe, ob ich weitermachen soll”, blickte er zunächst zurück und nahm damit besonders auf den Abschied von Santo Umberti als Stadtmanager Bezug. „Es ging nicht anders, es war eine schwere aber richtige Entscheidung und Herr Umberti ist wie ein Gentleman gegangen.” Gleichzeitig kritisierte er die heftige Kritik an der Person von Santo Umberti, die in seinen Augen keineswegs gerechtfertigt war.

    Der Aufbau des Stadtmarketing selbst sei äußerst kollegial verlaufen: „Wir waren ein Team!”, lobte Gottlieb Ohl seine Mitstreiter. Bezüglich des Konzepts hob er hervor, dass dieses durch eine Hotline aus Australien über Lampertheim nach Hamburg überarbeitet worden sei. „Nur so waren wir am 6. Mai 2017 fertig, dies war unser Ziel und eine Punktlandung”, strahlte Gottlieb Ohl. „Ich habe diese Aufgabe sehr gerne gemacht, vielen Dank an Dirk Dewald, der ein Glücksgriff war, und an Alexandra Adam, die als Büromanagerin allen den Rücken freihält.” Die Messlatte sei von Beginn an sehr hoch gelegt worden, und „wir haben die Knackpunkte herausgearbeitet. Danke an die Experten, die sich ehrenamtlich engagiert haben, und an den Beirat für das Stadtmarketing, der uns die Möglichkeit zur Gestaltung gelassen hat sowie an Bürgermeister Störmer für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.”

    Diese vertrauensvolle Zusammenarbeit hob auch Dirk Dewald hervor. Gottlieb Ohl sei darüber hinaus Ideen- und Ratgeber gewesen, Netzwerker, „aber auch jemand, dem es wie uns als Team wichtig war, den Kontakt zu den Bürgern zu haben. Und er war sich nie zu schade, mit anzupacken. Gerade in Coronazeiten hat er zu vielen schnellen und unbürokratischen Hilfeleistungen beigetragen.” Als künftige Aufgaben des Stadtmarketings nannte Dirk Dewald das Projekt E-Rikscha und das Kulturprogramm auf dem Wochenmarkt – beide werden in den kommenden Tagen genauer vorgestellt – sowie die Herausforderungen, die durch Corona auf alle Städte und Gemeinden zukommen. „Hier sind wir gut aufgestellt, gerade im Bereich Tourismus. Denn es hat sich als sehr richtig und wichtig erwiesen, zum Stadtmarketing auch die Bereiche Eventmanagement, Citymanagement und Tourismus mit aufzunehmen. „Für das gesamte Team herzlichen Dank für die konstruktive Zusammenarbeit und das Vertrauen, das Gottlieb Ohl in uns gesetzt hat”, schloss Dirk Dewald.

    Gottlieb Ohl wird jetzt etwas kürzer treten, auch wenn genügend Aufgaben bleiben: So wird er weiterhin den Vorsitz der Kulturkommission innehaben, sich im Kreistag im Ausschuss für Infrastruktur bei den Themen Amprion und ICE-Trasse für Lampertheim stark machen und auch weiterhin als Senior-Student in den Bereichen Philosophie und Geschichte Kurse belegen, die für ihn interessant sind. „Und ich werde mich mehr mit meinen drei Enkeln beschäftigen, als Opa mit ihnen herumtoben und ihnen zeigen, wie schön die Natur ist”, so Gottlieb Ohl abschließend. Benjamin Kloos

     

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