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    BÜRGERSTIFTUNG LAMPERTHEIM: Reihe der Schilderaktion „Historisches Lampertheim“ am Hallenbad der Biedensand Bäder fortgesetzt

    Hallenbad als Ort der Geschichte und der Zukunft

    Schwimmen zu lernen spielt in Lampertheim schon immer eine große Rolle – nun informiert ein neues Schild der Bürgerstiftung Lampertheim über das Hallenbad der Biedensand Bäder. Foto: Benjamin Kloos


    LAMPERTHEIM –  Vor fünf Jahren hat die Bürgerstiftung Lampertheim das Projekt „Historisches Lampertheim“ ins Leben gerufen. Bereits neun Schilder informieren die Bürger über historische Bauwerke und Plätze in Lampertheim und den Stadtteilen. Nun erinnert ein weiteres Schild vor dem Hallenbad der Biedensand Bäder an dessen Geschichte – und daran, wie in Lampertheim zuvor schwimmen gelernt wurde.

    „Wir stehen heute vor dem neu sanierten Hallenbad, um eine Aktion weiterzuführen, die Bärbel Jakob als Ideengeberin vor einigen Jahren aus Ostfriesland mitgebracht hat”, führte der Bürgerstiftungsvorsitzende Erich Maier aus, der gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen Elzbieta Liermann und Dieter Goll das Schild offiziell übergab. Er verwies darauf, dass nicht nur in der Kernstadt Schilder stehen – etwa an der Schillerschule, am Amtsgericht, an der Domkirche oder als Erinnerung an Pater Alfred Delp – sondern eines zudem in Hofheim an der Balthasar Neumann Kirche, eines am Sodabuckel in Neuschloß sowie eines mit Blick auf die Rheinbrücke in Rosengarten zu finden ist. Zwei weitere Schilder seien bereits in Planung: An der Seehof-Grundschule in Hüttenfeld sowie im Bereich des jüdischen Friedhofes auf dem Stadtfriedhof. 

    Mit den Hinweisschilder wolle man das Bewusstsein und die Erinnerung an bedeutenden Standorten in Lampertheim beleben und wachhalten – die Idee für den jüngsten Standort am Hallenbad stamme von Marius Schmidt, Informationen rund um dessen Geschichte habe Stadtarchivar Hubert Simon zusammengetragen, erläuterte Erich Maier und dankte für dieses Engagement, ebenso wie den Technischen Betriebsdiensten für die Installation des Schildes.

    Der Erste Stadtrat und Bäderchef Marius Schmidt begründete, warum sich das Hallenbad als Standort für die Reihe „Historisches Lampertheim” eigne: „Das Hallenbad hast im September 1973 in Betrieb genommen worden und wird bald ein halbes Jahrhundert alt. Wir haben überlegt, wie wir dieses Jubiläum bereits im Vorfeld würdigen können. Bei der Bürgerstiftung sind wir glücklicherweise auf offene Ohren gestoßen”, so Marius Schmidt. Erfreulich sei, dass es „in der Stadtverordnetenversammlung immer den Grundkonsens gab und gibt, am weichen Standortfaktor des Frei- und Hallenbades festzuhalten, und das bereits seit 50 Jahren.” Und dies zurecht, wie aktuelle Zahlen belegen: „402 Kinder haben seit der Wiedereröffnung des Hallenbades bereits schwimmen gelernt oder sind noch dabei, in dieser Woche startet ein weiterer Kurs – denn schwimmen zu können ist von großer Wichtigkeit”, stellte der Bäderchef klar. Er verwies darauf, dass das neue Schild aber auch erläutere, wie zuvor in Lampertheim schwimmen gelernt wurde: „Für Lampertheimer*innen war es schon immer ein besonderes Privileg, schwimmen gehen zu können. Dies taten sie, bis Mitte des Jahres 1966 das städtische Freibad eingeweiht wurde, im ‚Altrhein‘ hinter der Brücke zum Biedensand (‚Bau‘), oder bei den Sandbänken des Neurheins” ist zu lesen. Zudem wird ausführlich aufgeführt, wie es zum Bau des Hallenbades kam, der seinerzeit rund fünf Millionen DM gekostet habe. Diese Summe sei auch durch Spenden aus der Bevölkerung finanziert worden.

    „Das historische Schild bedeutet aber nicht, dass wir Geschichte sind, sondern dass wir diese für das Hallen- und auch das Freibad weiter schreiben und zusammen in eine gute Zukunft gehen”, schloss Marius Schmidt.

    Erich Maier nutzte die Gelegenheit, noch einmal auf die Bedeutung der Arbeit der Bürgerstiftung hinzuweisen – denn die Reihe „Historisches Lampertheim” ist bei weitem nicht die einzige Aktion, die zum Wohle der Lampertheimer Bürgerschaft durchgeführt wird. „Wir sind an vielen Stellen in Lampertheim aktiv und haben auch während der Corona-Pandemie wichtige finanzielle Unterstützung geleistet”, so der engagierte Vorsitzende. Herausragendes Projekt war sicherlich die Bronzeskulptur „Die Spargelschälerin“ auf dem Domplatz. Aber auch viele andere Aktivitäten haben das Miteinander in Lampertheim attraktiver gemacht: Der „Litera-Turm“ in Lampertheim und Hofheim, Kleinkinder-Spielgeräte auf dem Schillerplatz, die „Sitzbankaktion“, die Courage-Verleihung für ehrenamtliches Engagement, die Präsentation des Neujahrskonzertes in der Hans-Pfeiffer-Halle, oder auch die Unterstützung der Musikschule und von talentierten Schülerinnen und Schülern. Dabei ist die Bürgerstiftung gemeinnützig und will durch Aktionen wie die genannten das Gemeinwohl stärken – und dies wirtschaftlich als auch politisch unabhängig, als Element einer selbstbestimmten Bürgergesellschaft. Um ihre Vielfältigen Tätigkeiten zum Wohl der Bürgerinnen und Bürger weiter fortführen zu können, freut sich die Bürgerstiftung über Zustifter oder Geldspenden. Informationen hierzu sind unter www.buergerstiftung-lampertheim.de zu finden – helfen auch Sie mit, Lampertheim noch eine bisschen lebenswerter zu machen. Benjamin Kloos

     

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