Gründung eines Fördervereins der Biedensand Bäder im Fokus
Hallenbadsanierung im Zeitplan
Von außen sind die Maßnahmen bezüglich der Hallenbadsanierung noch nicht sichtbar, hier grüßt der Frühling – dennoch befinden sich diese bezüglich der geplanten Wiedereröffnung zum 1. März 2020 voll im Zeitplan. Foto: Benjamin Kloos
LAMPERTHEIM – Rund um die Bienensand-Bäder in Lampertheim stehen derzeit zahlreiche Veränderungen an. Nach der vorzeitigen Eröffnung der Freibadesaison aufgrund der Hallenbadsanierung in dieser Woche gibt es auch rund um diese Neuigkeiten – ebenso wie um einen möglichen Förderverein.
Diesbezüglich betonte der Erste Stadtrat Jens Klingler im Rahmen eines Pressegesprächs: „Wir wollen einen Förderverein für das Schwimmbad gründen. Hierzu wurde eine Satzung vorbereitet, die derzeit beim Amtsgericht und dem Finanzamt zur Prüfung vorliegt. Anschließend soll der Beschluss über die Satzung in der Gründerversammlung erfolgen, voraussichtlich im Sommer diesen Jahres.” Hintergrund für die Idee zur Gründung eines Fördervereins war ein Besuch im Sommer 2018 in Lindenfels zum Austausch von Bäderchef Jens Klingler mit dem dortigen Bürgermeister Michael Helbig. Das dortige Freibad stand aufgrund der Finanzierung auf dem Prüfstand, für Bürgermeister Helbig war aber klar, dass das Freibad für Lindenfels notwendig ist. Bei diesem Treffen stand zunächst eine Vorbesprechung bezüglich eines gemeinsamen Ausbildungsverbundes von Heppenheim, Lindenfels und Lampertheim im Bereich der Bäder im Fokus, ebenso wie die gemeinsame Lösung weiterer Aufgaben. Auch mit Bürstadt seien in diesem Zusammenhang Gespräche geplant, so Jens Klingler.
Im Rahmen des Gesprächs wurde auch der Förderverein Lindenfelder Freibad vorgestellt. „Die Frage war, gibt es eine Möglichkeit, einen solchen Förderverein in Lampertheim zu gründen”, betonte Jens Klingler. „Wir haben hier viele interessierte Schwimmer, die dieses Thema besetzen möchten.” Ziel war es nun, interessierte Nutzer des Hallen- und Freibades, die sich einbringen möchten, in einem Förderverein zu organisieren. „Die finanzielle Unterstützung steht hier nicht im Vordergrund, sondern vielmehr ideelle Punkte”, ergänzte Jens Klingler. Neben der Öffentlichkeitsarbeit, deren Ziel es ist, zu verdeutlichen wie wichtig es ist, die Bäder zu erhalten, wird dies auch die Unterstützung von Leistungsstandards, die Förderung des Schwimmunterrichts sowie des Anfängerschwimmens und auch die Förderung der sportlichen Leistung und der Gesundheit beinhalten.
Sanierung im Plan
In Bezug auf die laufende Hallenbadsanierung stellte Jens Klingler klar: „Wir sind im Zeitplan für die Wiedereröffnung am 1. März 2020. Die Arbeiten laufen, auch wenn dies nicht nach außen hin sichtbar ist. Bisher haben wir die Zeit genutzt, alles auszuräumen und zurückzukaufen. Zudem wurde das Wasser auch den Becken des Hallenbades in die Freibäderbecken gepumpt, dies waren 2.000 Kubikmeter Wasser. Diese Maßnahme wurde vor zwei Wochen abgeschlossen. Auch die Bad- und Lüftungsanlagen wurden gereinigt, die ersten Auftragsvergaben wurden zudem dem Aufsichtsrat zur Genehmigung vorgelegt, so dass alle Maßnahmen für die anstehenden Arbeiten getroffen wurden.
Bezüglich der Finanzierung der Hallenbadsanierung betonte Jens Klingler: „Wir sind dabei, diese endgültig mit dem hessischen Ministerium für Finanzen abzustimmen. Wir haben seitens des Landes Hessen die Zusage bekommen, mit den Sanierungsarbeiten beginnen zu dürfen, die Bewilligung des Landeszuschuss ist in dieser Zusage allerdings noch nicht endgültig beinhaltet.”
Über das Bundesprogramm „Jülich” konnte Jens Klingler Bundefördersmittel in Höhe von maximal circa 100.000 Euro für die Erneuerung der Lüftungsanlage inklusive der Wärmerückgewinnung generieren, die Sanierung der Beleuchtung im Hallenbad kann über dieses Programm zudem mit bis zu 15.820 Euro gefördert werden.
Gleichzeitig hat Jens Klingler über das Förderprogramm SWIM einen Antrag in Höhe von nahezu 1.200.000 Euro für Fördermittel seitens des Landes Hessen gestellt. Insgesamt belaufen sich die Darlehen der Stadt auf 2,5 Millionen Euro, bei einer Gesamtkostenschätzung von 3,33 Millionen Euro. Ob nach der Sanierung und der dadurch verbundenen Verbesserungen die Eintrittspreise angepasst werden, wird noch zu prüfen sein, wie Jens Klingler betonte. Derzeit bleiben die Eintrittspreise aber stabil. Benjamin Kloos