
LAMPERTHEIM – Vom 28. Juni bis 4. Juli 2026 verbrachten 36 Kinder und Jugendliche im Alter von 11 bis 17 Jahren gemeinsam mit dem Betreuerteam der Handballabteilung des TV 1883 Lampertheim eine unvergessliche Handballfreizeit im belgischen Ostende. Neben zahlreichen sportlichen Einheiten standen vor allem Teamgeist, Gemeinschaft und viele gemeinsame Erlebnisse im Mittelpunkt. Bereits am Sonntagmorgen machte sich die Gruppe auf den Weg an die belgische Nordseeküste. Nach der Ankunft am Nachmittag wurden zunächst die Zimmer bezogen, bevor die Teilnehmenden den ersten gemeinsamen Spaziergang am Strand nutzten, um die beeindruckende Nordsee zu erleben.
Nach dem Abendessen wurden die Kinder und Jugendliche in feste Teams für die gesamte Woche eingeteilt, in denen sie immer wieder verschiedene Aufgaben zu erledigen hatten.
Gemeinsam wurden kreative Gruppennamen entwickelt, Teamwappen gestaltet und erste Aufgaben gelöst. Schon an diesem ersten Abend war zu erkennen, wie schnell sich die Jugendlichen – trotz des Altersunterschieds von sechs Jahren – aufeinander einließen. Der Montag begann sportlich. Nach dem Frühstück ging es direkt an den Strand, wo eine Laufeinheit stattfand. Die besondere Atmosphäre des Strandes sorgte für viel Motivation und jede Menge Spaß. Nach dem Mittagessen wartete eine Stadtrallye durch Ostende auf die Gruppen. Dabei mussten verschiedene Aufgaben gelöst, Sehenswürdigkeiten entdeckt und Teamaufgaben gemeinsam bewältigt werden. Der Tag klang bei bestem Wetter am Strand aus.
Am Dienstag stand die große Strandolympiade auf dem Programm. In den bereits gebildeten Teams traten die Jugendlichen in unterschiedlichsten sportlichen und kreativen Disziplinen gegeneinander an. Teamwork, Kommunikation und gegenseitige Unterstützung waren dabei wichtiger als einzelne sportliche Leistungen. Besonders erfreulich war, wie selbstverständlich ältere Teilnehmer die Jüngeren unterstützten und motivierten. Am Nachmittag konnten die Jugendlichen in Kleingruppen Ostende weiter erkunden, bevor am Abend die Sieger der Strandolympiade geehrt wurden.
Auch der Mittwoch begann mit einer Laufeinheit und Handballtraining am Strand. Ein besonderes Highlight folgte am Nachmittag mit dem Besuch des historischen Atlantikwalls Raversyde. Die eindrucksvollen Bunkeranlagen, Schützengräben und Ausstellungen boten spannende Einblicke in die Geschichte des Ersten und Zweiten Weltkriegs. Für viele war dies ein interessanter kultureller Kontrast zu den sportlichen Aktivitäten der vergangenen Tage und regte zu vielen Gesprächen innerhalb der Gruppe an.
Am Donnerstag standen erneut Sport und Bewegung am Strand im Mittelpunkt, allerdings nur für die Hartgesottenen unter den Kids, denn starker Wind und ein Sandsturm erschwerten die Lauf- und Sporteinheit. Im Hostel wurde dann gespielt und gebastelt, um sich die Zeit zu vertreiben.
Am Mittag besuchte die Gruppe den historischen Dreimaster Mercator, eines der bekanntesten Wahrzeichen Ostendes. Während der Führungen erfuhren die Jugendlichen viel Wissenswertes über das Leben auf See und die Geschichte des beeindruckenden Segelschiffes. Anschließend blieb noch genügend Zeit den Tag gemeinsam am Strand ausklingen zu lassen und um sich auf den Ausflug am nächsten Tag zu freuen.
Der Freitag führte die Gruppe in die wunderschöne mittelalterliche Stadt Brügge. Nach der gemeinsamen Zugfahrt begann der Tag mit einer Bootsfahrt durch die berühmten Grachten der Stadt. Anschließend stand das Frittenmuseum auf dem Programm. Neben vielen interessanten Informationen über die typisch belgische Spezialität blieb natürlich auch ausreichend Zeit zum Probieren. Die historische Altstadt, die kleinen Gassen und die besondere Atmosphäre machten den Tagesausflug zu einem weiteren Höhepunkt der Freizeit.
Das Highlight der Fahrt waren sicherlich die selbstorganisierten Beachhandball-Turniere. Mehrfach während der Woche wurden am Strand die mitgebrachten Falttore und Spielfelder aufgebaut und zahlreiche Spiele durchgeführt. Beeindruckend war dabei vor allem die Eigeninitiative der Jugendlichen. Mannschaften wurden selbst zusammengestellt, Spielpläne organisiert, Schiedsrichter bestimmt und Begegnungen eigenständig durchgeführt. Die Mädchen und Jungen übernahmen Verantwortung füreinander und sorgten mit großem Fairplay für einen reibungslosen Ablauf. Es zeigte sich schnell, wie viel Begeisterung für den Handballsport in der Gruppe steckt.
Während der gesamten Woche standen jedoch nicht nur Sport und Ausflüge im Mittelpunkt. Besonders beeindruckend war die Entwicklung der Gemeinschaft. Aus zunächst verschiedenen Altersgruppen entstand innerhalb weniger Tage ein echtes Team. Die älteren Jugendlichen kümmerten sich selbstverständlich um die Jüngeren, unterstützten sie im Alltag und motivierten sie bei den sportlichen Herausforderungen. Freundschaften entstanden altersübergreifend, neue Kontakte wurden geknüpft und jeder und jede Einzelne fand seinen Platz in der Gruppe.
Am Samstag trat die Gruppe schließlich mit vielen schönen Erinnerungen, neuen Freundschaften und zahlreichen gemeinsamen Erlebnissen die Heimreise nach Lampertheim an. Die Handballfreizeit 2026 in Ostende wird allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben – nicht nur wegen der sportlichen Aktivitäten, sondern vor allem wegen des außergewöhnlichen Teamgeists, der in dieser Woche entstanden ist. Genau dieser Zusammenhalt macht den Handballsport und die Gemeinschaft beim TV Lampertheim aus.
Ein großes Dankeschön geht an alle, die unsere Fahrt in irgendeiner Weise unterstützt haben, den Förderverein Handball und dem Gesamtverein des TV 1883 Lampertheim e.V. für die finanzielle Unterstützung der Fahrt. Die Organisatoren planen derzeit schon fleißig die Handballer-Freizeit 2027, denn diese soll nämlich ab sofort zu einem jährlichen Highlight werden. zg
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