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  • Do., 27. Februar 2020, 14:57 Uhr
    Politischer Aschermittwoch der SPD Bürstadt mit Heringsessen und politischer Abrechnung 

    Heiße Kartoffeln auf dem Teller und heißes Eisen Lokalpolitik

    Die Generationen 16plus und 60plus sind sich einig, wie der SPD-Fraktionsvorsitzende Franz Siegl und Enkel Kenan Sarica in gereimter Rede mit viel Spaß am geschärften Vortrag zum politischen Aschermittwoch bewiesen. Foto: Hannelore Nowacki


    BOBSTADT – Eine Erweiterung des Foyers der Sporthalle in Bobstadt würde dem politischen Aschermittwoch der SPD Bürstadt für ihre zahlreichen Mitglieder, Freunde, Gönner und Gäste mehr Platz verschaffen. Am Büffet drängten sie sich ebenso wie an den dicht besetzten langen Tischreihen. Die einen entschieden sich für Hering in Mayosauce mit heißen Pellkartoffeln, die anderen für frisches Bauernbauern mit Hausmacherwurstsorten und bunten Gemüsequark oder ließen sich beides gut schmecken. Der Kreisbeigeordnete und SPD-Landratskandidat Karsten Krug, der SPD-Unterbezirksvorsitzende Marius Schmidt und SPD-Genossen aus Hofheim waren gekommen. Heiße Eisen aus der Kommunalpolitik packte der SPD-Fraktionsvorsitzende der Stadtverordnetenversammlung Franz Siegl in seiner gereimten Büttenrede als Nachtisch an. Es gibt sogar Teilnehmer, die alljährlich hauptsächlich wegen der Rede kommen, wie dem TIP gegenüber versichert wurde. Für den rasanten Ritt durch die Politik in Stadt, Land und der Welt hatte sich Siegl mit Cowboyhut ausgerüstet und zum ersten Mal seinen talentierten Enkel Kenan Sarica an seiner Seite. SPD-Vorsitzender Boris Wenz hatte die beiden als Vertreter der Altersgruppen 60plus und 16plus vorgestellt. „Das gab es noch nie“. Am Ende gab es Applaus. Mit Wenz riefen alle zusammen ein kräftiges dreifach donnerndes Helau in den Raum. „Mein Opa ist jetzt 70plus“, war vom Enkel eingangs zu hören, „der weiß, was man so wisse muss“. Nach ein paar persönlichen gereimten Anmerkungen vom Hüftgold, Sport in jungen Jahren und mehr nahm Siegl scharf Kurs auf die Politik und die Bürgermeisterin: „Die Schader’n ist zwar eine Qual, doch nicht für jeden, wie ihr seht“. Sein Vorwurf: Sie macht Schulden, ihr sollt zahlen“. Da wünscht sich Siegl, „dass es gelänge die Koalition „dann abzuhänge und der Bürger käme zu Wort, in Bürstadt seinem Heimatort“. Zur Göttin der Schulden „Barbara“ erhebt Siegl die Bürgermeisterin, das Geld stecke im Prestigeobjekt. So werde man zum Fernsehstar. Nach den Reimen auf die Haushaltsdebatte setzte das altersgemischte Polit-Duo „bei Clownerei und Narretei“ in den folgenden Strophen auf die neuen Lebenswelten mit Kurznachrichten, WhatsApp und Twitter. Wobei dann die Weltpolitik mit Trump angesprochen war – die Welt in Aufruhr, die Zölle rauf und runter und das Klima, dessen Schutz alle angehe. In der Fastenzeit helfe der Verzicht dem Klima und dem Gewicht. Viele andere Themen tischten die beiden auf – die Renten, Gesundheit, bezahlbares Wohnen, die Thüringer Bratwurst und das dortige Politikgeschehen und einiges mehr. Karsten Krug stellte sich mit seinen Ideen für eine bessere Politik im Landkreis Bergstraße vor. Für die Landratswahl im März 2021, die voraussichtlich gleichzeitig mit den Kommunalwahlen stattfinden werde, habe er ein ganz klares Ziel, betonte Krug: „Die Wahl gewinnen und das Amt ausüben“. Bewusst habe er sehr früh den Hut in den Ring geworfen. Sein Programm werde er Zug um Zug ausarbeiten.  Bildung und Schulbau im Kreis sprach Krug an, es habe sich zu wenig getan wie der Zustand der Lindenhofschule in Groß-Rohrheim zeige, der amtierende Landrat schaffe lieber Leuchttürme. Für die betreuenden Nachmittagsangebote wünschten sich Eltern flexible Lösungen, das könne und müsse im Kreis besser gehen. Ein Sozialbüro im Sinne moderner Dienstverwaltung soll für die Bürger erste Anlaufstelle zur Unterstützung, um zügig Lösungen zu bekommen. Analog dem Seniorenbeirat wünscht sich Krug zum Thema Inklusion einen Kreisbehindertenbeirat. Als sozialdemokratischer Landrat will Krug den Menschen in den Mittelpunkt stellen. Mit „Glück auf“ verabschiedete er sich. Die Bürstädter Genossen in Bürstadt sagen ihm Unterstützung zu. Hannelore Nowacki

     

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