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  • Mo., 12. August 2024, 13:47 Uhr
    FEUERWEHR: Freiwillige Feuerwehr Mitte beim 48. „Tag der offenen Tür“ im kulinarischen Großeinsatz

    Heiße Rhythmen zur Eröffnung und spritziges Kindervergnügen

    Hinten loderten auf dem kleinen Brandhaus die Flammen eines Gasbrenners, die bei dieser Übung zu löschen waren. Foto: Hannelore Nowacki


    BÜRSTADT – Besucher, die sich am frühen Sonntagnachmittag der Feuerwache in der Römerstraße zum „Tag der offenen Tür“ näherten, hörten schon von weitem eine muntere Stimmenkulisse aus den beiden Fahrzeughallen und immer wieder kurze Fanfarenrufe. Schatten war gefragt und deshalb zogen die Besucher einen Hallenplatz vor anstatt im Freien unter Sonnenschirmen zu verweilen. Das ersehnte Sommerwetter zeigte sich bei den Hitzegraden übermütig, doch Wehrführer Christian Schembs und Feuerwehrvereinsvorsitzender Alfred Engert waren sich im Gespräch mit dem TiP, einig: Bei der Feuerwehr ist man Hitze gewohnt und überdies sei es beim „Tag der offenen Tür“, immer am zweiten Sonntag im Ferienmonat August, in der Vergangenheit fast immer heiß gewesen. Zum 48. Mal bewies die Feuerwehr auf ihrem Stützpunkt in der Römerstraße mit 50 Helfern  ihre Einsatzfreude auch beim Durst löschen und Hunger bekämpfen – man weiß, was sich die Besucher wünschen. Auf jeden Fall den berühmten Rollbraten, Schnitzel und Pommes aber auch die Hausmacher-Wurstbrötchen seien ein Renner, freute sich Engert. „Bei uns ist die Küche schon um 10 Uhr besetzt, dann wollen schon viele Besucher essen“. Auch die Kuchentheke mit den gespendeten und selbst gebackenen Köstlichkeiten erlebte einen Ansturm. 

    Die Fahrzeugausstellung mit den Spezialfahrzeugen war ein Blickfang, diesmal jedoch entlang der Römerstraße aufgestellt, um auf dem Vorplatz mehr Freiraum zu haben, wie Engert erklärte. Einsatzkräfte halfen bei der näheren Erkundung mit fachlicher Erläuterung. Der neue Mannschaftstransportwagen, kurz MTF genannt, stand rot glänzend in der Sonne, erhielt jedoch nicht die gleiche Aufmerksamkeit wie die historische Handdruckspritze von 1885. Wie in alten Zeiten durften die Besucher sich beim Pumpen ins Zeug legen. Wehrführer Schembs erklärte, dass dieses erste Löschfahrzeug der Gemeinde Bürstadt von Hand oder vom Pferd zum Einsatzort gezogen wurde. Einen Eindruck, wie die Feuerwehr heute unterwegs ist,  erhielten die großen und kleinen Feuerwehrfans bei einer Rundfahrt am Nachmittag mit einem großen  LF 20 Löschgruppenfahrzeug. Schembs Einladung zur Rundfahrt über Lautsprecher zeigte Wirkung – ein solches Erlebnis lässt man sich nicht entgehen. Bei der begehrten Rundfahrt erklommen Kinder mit ihren Mamas oder Papas die Kabine, die sonst für sieben Feuerwehrleute Platz bietet. Feuerwehrmann Niklas Wabro teilte aus der langen Warteschlange die passenden Gruppen ein, jedes Kind braucht nach Vorschrift eine erwachsene Begleitperson. Mit insgesamt sechs Fahrten rechnete er. Seit acht Jahren ist er bei der Feuerwehr, zunächst in der Jugendfeuerwehr, dann in der Einsatzabteilung und als Betreuer bei der Jugendfeuerwehr. Die Hitze nimmt er locker, er weist darauf hin, dass die Feuerwehr ja auch im Sommer mit der schweren Schutzkleidung zurechtkommen muss. 

    Eine Rundfahrt mit dem großen Löschgruppenfahrzeug LF 20 war begehrt – zum Warten bot sich der Schattenwurf eines anderen Löschfahrzeugs an. Foto: Hannelore Nowacki


    Musik und Spielespaß

    Die Fanfarentöne kamen vom Infostand des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Bürstadt/Hofheim – der 14-jährige Leon probierte eine Fanfare aus. Was da herauskam befand die 22-jährige Musikerin Sophia „sehr gut“, weil Leon der Fanfare sogar verschiedene Töne entlockte. Die Fanfare sei ein anspruchsvolles Instrument, erklärt sie und bescheinigt Leon ein Naturtalent zu sein. Seit über zehn Jahren spielt sie im Musikzug Querflöte und machte sich am Stand mit Stabführer Erik Minnder stark für die Nachwuchswerbung. Kostenlos sei der Unterricht und auch das Instrument werde zur Verfügung gestellt. Wichtig sei Teamgeist und Spaß an der Musik. Zur Eröffnung hatte der Musikzug eine große Zuschauerrunde mit einem schwungvollen Platzkonzert unterhalten. Danach spielte die Katholische Kirchenmusik. Pausenlos stand bei der Jugendfeuerwehr Spaß auf dem Programm: Beim Malen ließen junge Besucher ihrer Kreativität freien Lauf und hatten Spaß bei der Löschübung mit viel Wasser am Brandhaus. Neu war das Kistenschieben mit kräftigem Wasserstrahl – auf dicken Schläuchen kam die Kiste durch kräftigen Strahl Meter für Meter voran. Besonders lustig wurde es, wenn die Spritze als erfrischende Dusche wirkte.  

    Hannelore Nowacki

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