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Di., 07. September 2021, 08:42 Uhr
Lampertheimer Kultursommer 2021 mit „Sommerwanderkino“am Badesee zu Ende
Heitere Stimmung bei Kultkomödie „Kaiserschmarrndrama“
Die Abendsonne hatte sich unter den Horizont geschoben, Zeit für das Filmvergnügen in den Biedensand Bädern am Badesee. Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – „Sommerwanderkino“ unter freiem Himmel war am vergangenen Wochenende auf der weitläufigen Wiese am Badesee geboten. Gemeinsam mit tanzenden Glühwürmchen und einem größeren Aufgebot an Schnaken ließen es sich die knapp 200 Zuschauer bei der Kultkomödie „Kaiserschmarrndrama“ am Samstagabend gut gehen, vielfach eingehüllt in warme Decken und Jacken gegen den nächtlichen Temperaturabschwung. Die Sonne stand beim Einlass noch hoch über den Bäumen, die letzten Badegäste eilten gegen 20 Uhr mit nassen Haaren davon. Auf der großen Kinoleinwand war der Willkommensgruß eingeblendet, einige Liegestühle waren bei freier Platzwahl schon frühzeitig besetzt. Für die Bewirtung hatte die Firma Herrmann Ständeaufgestellt. Der Förderverein der Biedensandbäder sorgte an seinem Stand für den wunderbaren Popcorn-Duft, der zum Kauf animierte. Aus vielen Sprühfläschchen kamen die Düfte von Anti-Schnaken-Mitteln in die Nase. Unter diesen Bedingungen hatte sich die gute Stimmung schon lange vor Filmbeginn verbreitet. Erster Stadtrat Marius Schmidt, der auch Geschäftsführer der veranstaltenden Biedensand Bäder GmbH ist, begrüßte das Publikum und übergab das Wort an Alfred Speiser vom Modernen Theater Weinheim, der sich dem Publikum vorstellte und sich für die Kooperation bei der Stadt Lampertheim bedankte. Daraus könnte eine längere Geschichte werden, aber besser ohne Corona, stellte Speiser hoffnungsvoll in Aussicht. „Schöne leichte Kost“ kündigte er an. Bäderchef Schmidt freute sich, dass das Open-Air-Kino mit 200 Liegestuhlplätzen fast ausverkauft war. Am Vorabend als „Bohemian Rhapsody“ lief, die Story von Freddie Mercury und der Band „Queen“, waren etwa 100 Zuschauer gekommen. Vielleicht müssen sich die Menschen noch an Veranstaltungen mit vielen Teilnehmern gewöhnen, vermutete Speiser im Gespräch mit dem TIP. Sehr zufrieden äußerte sich Schmidt dem TIP gegenüber, beide Veranstaltungen seien unter Beachtung der Corona-Regeln gut besucht. Bei der dritten Filmvorführung am Sonntagabend war der Eintritt frei, gezeigt wurden eine eindringliche Dokumentation über die aktuelle politische Lage in Belarus und Talk mit dem Filmemacher. Ein Teil der Eintrittsgelder soll in den Lampertheimer Kulturfonds fließen, der zur Unterstützung vonKulturanbietern wie Vereine, Institutionen und Einzelpersonen in der Coronazeit gegründet wurde. Das Sommerwanderkino wurde vom Land Hessen durch das Programm „Ab ins Freie“ gefördert, das Ausgaben für Technik und Infrastruktur erstattet, wie Schmidt erklärte. Als er dem Publikum anvertraute, dass er sich große Mühe gegeben habe, mit „Kaiserschmarrndrama“ einen topaktuellen Film nach Lampertheim zu holen, der auch in den Kinos läuft, wurde Schmidt sogleich mit Applaus belohnt. Eine gute Nachricht hat der Bäderchef für die Freibad- und Hallenbadbesucher – die Freibadsaison wird bis Ende September verlängert und die Badesaison im frisch sanierten Hallenbad soll nahtlos bis Anfang Oktober beginnen. Hannelore Nowacki