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  • Mo., 22. Oktober 2018, 09:15 Uhr
    Mädchen und Jungen des Stamm Kurfürst Friedrich III. von der Pfalz drei Tage im Lampertheimer Wald

    Herbstlager bei bestem Sommerwetter

    20 Mädchen und Jungen des Stammes Kurfürst Friedrich III. von der Pfalz nutzten die Ferien für ihr Herbstlager. Foto: Jürgen Jakob


    LAMPERTHEIM – In den Herbstferien versammelten sich 20 Mädchen und Jungen des Stammes Kurfürst Friedrich III. von der Pfalz für drei Tage im Lampertheimer Wald an der Wildbannhütte, um dort ihr jährliches Herbstlager zu verbringen. Es war in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal in Folge, so dass man dieses herbstliche Ereignis inzwischen  zu den festen Veranstaltungen des Stammes zählen kann. 

    An der Wildbannhütte angekommen wurde für die große Jurte erst einmal das gefallene Laub beiseite gekehrt und danach mit allen Kräften die Jurte um die Feuerstelle aufgebaut. Für die mitgereisten Wölflinge war dies eine neue und spannende Erfahrung zugleich. Nach und nach wurde das Lager eingerichtet, bis sich der Hunger meldete und man sich erfreut über die warmen Würstchen hermachte.

    Vor zwei Jahren bauten die Jungpfadfinder aus alten Backsteinen und Lehmerde einen Backofen, der diese Zeit, wenn auch etwas abgenutzt, gut überdauert hatte. Erneut waren es die Jungpfadfinder, die mit Lehmerde die Ritzen verschmierten und dem Backofen seinen alten Glanz verliehen. Inzwischen hatte eine andere Gruppe Feuerholz gesammelt, mit der dem Backofen ordentlich eingeheizt wurde. Am Nachmittag war es soweit: Es gab frischen Apfelkuchen für alle. 

    Am Abend versammelten sich die Pfadfinder und Wölflinge in der Jurte am Lagerfeuer, wo unter Gitarrenbegleitung das gewohnte Liedgut rauf und runter gesungen wurde. Nach der Abendandacht krochen alle müde in ihre Schlafsäcke und schlummerten einem weiteren ereignisreichen Tag entgegen. 

    Nach dem gemeinsamen Frühstück durfte jeder eine eigene Lagerfeuerdecke mit seinem Namen besticken. Lagerfeuerdecken (camp fire blanket) sind eine Erfindung der Pfadfinder aus dem anglo-amerikanischen Raum. Auf den Decken werden die Lagerabzeichen der zurückliegenden Lager und Fahrten aufgenäht, so dass nach Jahren ein großes Patchwerkkunstwerk entsteht. 

    Am Nachmittag wurden zwei Gruppen gebildet, die verschiedene kniffelige Aufgaben zu meistern hatten. Es kam dabei auf Geschick, Teamwork und auch Schnelligkeit an. Beide Gruppen waren sehr erfolgreich und am Ende nur zwei Punkte auseinander. 

    So ein Lagertag im Freien, diesmal bei bestem Sommerwetter, hat so seine Herausforderungen. Handy und Smartphone blieben zuhause. Strom kommt nicht aus der Steckdose und abends erleuchten Kerzen die Dunkelheit. Das Essen wird auf dem Feuer gekocht und zum Abspülen muss erst einmal Wasser erhitzt werden, das nicht aus der Leitung kommt sondern mit der Schwengelpumpe  in die Kanister gepumpt werden muss. Trotzdem, oder gerade deswegen, war es eine tolle Erfahrung für zivilisationsverwöhnte Kinder. 

    Am Abend bei der Lagerfeuerrunde gab es selbstgebackenen Zwiebelkuchen für alle. Am Sonntag versammelte sich der Stamm im Halbrund um das Lagerkreuz zu einem halbstündigen Gottesdienst. Nach dem üppigen Mittagessen, bei dem alle Reste verwertet wurden, ging es an den Abbau und Aufräumen. Am Stammesheim in der Römerstraße angekommen waren sich beim Lagerabschluss alle einig: Es waren drei tolle Tage bei bestem Sommerwetter. zg

     

     

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