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  • Do., 20. Oktober 2016, 12:58 Uhr
    Schöne Tradition beschert den Pfadfindern vergnügliche Tage im Lampertheimer Wald

    Herbstlager im Zeichen der Zwiebel

    BUZ: Die Pfadfinder beim diesjährigen Herbstlager im Lampertheimer Wald waren sich einig – es war wiederum ein abwechslungsreiches Lager mit bester Stimmung und tollem Herbstwetter. Foto: oh


    LAMPERTHEIM - Zu Beginn der Herbstferien verbrachten die Pfadfinder des Stammes Kurfürst Friedrich III. von der Pfalz vier vergnügliche Tage bei herbstlichem Wetter im Lampertheimer Wald an der Wildbannhütte. Das Herbstlager ist inzwischen schon zur schönen Tradition geworden und versammelt die ganze Stammesfamilie vom Wölfling bis hin zum Erwachsenen. Die bisherigen Herbstlager standen alle im Zeichen einer herbstlichen Frucht, dem Kürbis, der Kartoffel, dem Apfel und vielen mehr. In diesem Jahr war die Zwiebel auserkoren und dominierte damit auch den täglichen Speiseplan. Zubereitet werden sollten unter anderem leckerer Zwiebelkuchen und Flammkuchen. Hierzu wurde in einer Arbeitsgruppe bestehend aus den künftigen Jungpfadfindern ein Backofen aus alten Backsteinen und Lehm errichtet. Das Innenteil stammte aus einem ausgeschlachteten Kohleherd. Mit Begeisterung stampften die Mädels und Jungs die Lehmerde und Wasser zu einem zähen Brei, mit dem die Backsteine zusammengefügt und die Ritzen verschmiert wurden. Zuletzt kamen noch ein Ofenrohr und alte Dachziegel oben drauf. Fertig war der zünftige Lagerbackofen. Er hat sich bestens bewährt und spuckte fleißig leckere Zwiebel- und Flammkuchen aus. Zwischendurch wurden auch Apfelkuchen gebacken. Eine andere Gruppe belebte den Erdofen neu, der ebenfalls mit alten Backsteinen ausgekleidet wurde. Diese wurden dann über zwei Stunden mit einem Lagerfeuer erhitzt. In die glühende Kochgrube kam dann der größte Hordentopf des Stammes, angefüllt mit Kartoffeln, Karotten, Kohl und Wirsing, sowie mundgerechte Stücke vom Schwein. Zusammen mit etwas Brühe und Gewürzen wurde der Eintopf im Erdofen versenkt und drei Stunden sich selbst überlassen. Am Abend war der Eintopf fertig und deutlich schneller gegessen als zubereitet. Die Abende verbrachten die 15 Pfadis mit weiteren Tagesgästen in der Jurte am Lagerfeuer beim gemeinsamen Gesang und einigen spannenden Geschichten. Bei gleißendem Vollmond wurde ein nächtliches Geländespiel ausgetragen, bei dem am Ende jeder alleine den Weg zur Wildbannhütte zurücklegen musste. Fraglich ist, wer mehr Angst hatte, die Pfadis oder die im Wald unsichtbaren Wildschweine. Am Sonntag wurde in drei Gruppen gebastelt. Es entstanden mehrere bunte Drachen und verschiedene stilisierte Weihnachtsbäume aus Ästen, die später in den Sippenstunden noch mit angemalten Lärchenzapfen verschönert werden sollen. Eine andere Gruppe bastelte aus zwei halben Baumstammabschnitten stabile Bänke zu einem bereits vorhanden Tisch. Montags hieß es leider schon wieder aufräumen und zusammenpacken. Vor dem Lagerabschluss gab es noch einmal frische Eierpfannkuchen zur Stärkung. Mit dem Bundeslied „Allzeit Bereit“ und dem Einholen des Stammesbanners klang das diesjährige Herbstlager aus. In der abschließenden Runde durfte jeder seine Eindrücke schildern. zg

     

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