Romantischer Weihnachtsmarkt mit Kunsthandwerk und Nikolausbesuch
Herrliche Düfte und kulinarische Genüsse
Der Nikolaus hatte viele rote Tüten in seinem Wagen mitgebracht. Foto: Hannelore Nowacki
NORDHEIM – Der Weg zum Weihnachtsmarkt auf dem Platz am alten Rathaus führte durch ein wunderschönes Weihnachtstor, zu beiden Seiten von verschneiten Tannen eingerahmt. In der Mitte des weihnachtlichen Budendorfs ragte der geschmückte Tannenbaum in die Höhe, der war echt und musste dank des milden Wetters am Nikolaustag ohne Schnee auskommen. Zur feierlichen Eröffnung am Sonntagvormittag füllte sich der Platz, alle Zuschauer wollten so nahe wie möglich am Geschehen sein. Von Pfarrer Arne Polzer an der Gitarre begleitet, erfreute der Chor der evangelischen Kindertagesstätte die Zuhörer mit drei Liedern. Zur Einstimmung erklang „Lasst uns froh und munter sein“ und nach „Alle Jahre wieder“ machte die fröhliche „Weihnachtsbäckerei“ den singenden Kindern und Zuschauern Spaß. Irmtraud Arnold, Erste Vorsitzende des GV Volkschor und Organisatorin des Weihnachtsmarktes begrüßte die Zuschauer zum Weihnachtsmarkt, hatte aber für die Kinder eine schlechte Nachricht: Es gab diesmal kein Karussell. Das Mikrofon setzte bei dieser Mitteilung aus und auch Bürgermeister Felix Kusicka sprach seine Grußworte vorwiegend ohne elektronische Verstärkung. Den Organisatoren und Vereinen dankte er für das Engagement, um dann dem Nikolaus Platz zu machen, der schon auf dem Weg war. Umringt von einer großen Kinderschar hatte er viel zu tun, bis alle roten Gabentüten verteilt waren. Darin war ein Nikolaus aus Schokolade, Süßigkeiten, ein Büchlein und gesundes Obst. Die Vereine hatten sich mit einem abwechslungsreichen Angebot auf viele hungrige und durstige Weihnachtsmarktbesucher eingestellt. Die wunderbarsten Düfte entfalteten sich und entsprechend groß war der Andrang zur Mittagszeit. Bei Lichterglanz am Abend erwarteten die Standbetreiber noch mehr Zulauf. Einige Spezialitäten gibt es nur an diesem Tag, das ist bekannt. Hochbetrieb herrschte auch im gemütliche „Sälchen“, dem alten Pfarrhaus, das an diesem Tag zum Café wurde. Dafür hatten die Fußballer-Muttis der Sportgemeinschaft Nordheim/Wattenheim viele wunderbare Kuchen und Torten gebacken. Am voll besetzten Basteltisch des Fördervereins der Steinerwaldschule machten sich die Kinder höchst konzentriert mit der Schere an ihre Bastelarbeiten. 25 Stände von Vereinen und Hobbykünstlern boten den Besuchern viel Abwechslung und Information. Honigschlecken zur Probe vor dem Kauf war beim Imkerverein angesagt, der auch weitere Bienenprodukte anbot. Die Vogelfreunde informierten über die Vogelwelt, gutes Futter und Nistmöglichkeiten. Für die gefiederten Gäste auf Balkon und im Garten hatten sie dekorative Futterhäuschen, Futter und zweckmäßige Nistkästen im Angebot. Schöner Schmuck in großer Vielfalt war zu haben, Holzkunst und originelle Hand- und Bastelarbeiten. Fünf neue Hobbykünstler waren dabei, berichtete Irmtraud Arnold im Gespräch mit dem TIP. Das Kinderkarussell habe sie wie letztes Jahr beim Betreiber bestellt, doch auf unerklärliche Weise habe der Anruf eines anderen Anbieters dort erreicht, dass das Karussell nicht kam. Der Bürgermeister habe seine Unterstützung in dieser Sache zugesagt. Hannelore Nowacki