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  • Do., 09. Juli 2020, 10:12 Uhr
    Magistratspressegespräch Lampertheim: Vier Wochen Sperrung der L 3110 von Neuschloß nach Lampertheim

    Hessen Mobil saniert – Durchhaltevermögen nötig 

    Freie Fahrt zum Neuschlößer Wahrzeichen und in den Ortsteil für alle Bürger ist für voraussichtlich Ende Juli angekündigt. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Bürgermeister Gottfried Störmer hat sich selbst über die Lage vor Ort informiert, allerdings war er mit dem Fahrrad gekommen. Anlass seines Besuchs auch bei Anwohnern im Tannenweg war die Vollsperrung der L 3110 für den Kraftfahrzeugverkehr durch Hessen Mobil für vier Wochen, die am Montag, dem ersten Tag, „zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen“ geführt hatte, wie Störmer die Situation im digital geführten Magistratspressegespräch am Mittwoch nannte. Hessen Mobil hatte wohl am Kreisel beim Hundeplatz „nicht optimal beschildert“, was vom Ordnungsamt dann angepasst worden sei. Die Baumaßnahme mit Vollsperrung sei lange angekündigt gewesen, doch vor allem Pendler aus Richtung Hüttenfeld, die nach Lampertheim wollten, habe die Sperrung der Landesstraße, die durch den Ortsteil führt, sichtlich überrascht. Die Situation habe sich bereits merklich entspannt, teilte Störmer mit. Knapp über 1.000 Berechtigungen habe die Stadtverwaltung ausgegeben. Nur mit dieser Genehmigung durch das Ordnungsamt kann man von der Lampertheimer Kernstadt aus kommend auf einem parallel zur Landesstraße verlaufenden Feldweg nach Neuschloß gelangen. 

    Bei den Kontrollen am Montag stellte die Lampertheimer Verkehrsbehörde zumindest in den Anfangsstunden der Vollsperrung viele Fahrzeuge ohne diese Genehmigung fest. Die Fahrer seien über die offizielle Umleitung von Hüttenfeld über Lorsch und die B 47 nach Lampertheim aufgeklärt worden. Von kostenpflichtigen Verwarnungen blieben die Fahrer am ersten Tag verschont. „Aber wir werden intensiv kontrollieren“, kündigte Störmer an. Für die Anwohner des sonst so ruhigenTannenwegs, mit denen er am zweiten Tag der Vollsperrung sprach, hat Störmer Verständnis. Sie sind unmittelbar vom Verkehr vor ihrer Haustür durch die Zuwegung über das Feld betroffen. Doch eine „innerörtliche“ Umleitung über Tannenweg und Schwarzer Weg sei der ausdrückliche Wunsch vieler Neuschlößer Bürger. 

    „Vier Wochen Belastung aushalten und durchhalten für die Allgemeinheit“, legt Bürgermeister Störmer den Anwohnern ans Herz. Die guten Aussichten: Sobald der erste und zweite Bauabschnitt abgeschlossen ist, voraussichtlich Ende Juli, können Bürgerinnen und Bürger wieder wie gewohnt über die dann sanierte L 3110 nach Neuschloß fahren. Nach dem letzten Bauabschnitt, der voraussichtlich zum Ende der Sommerferien fertiggestellt werden soll, ist die Strecke wieder komplett bis Hüttenfeld frei. Hannelore Nowacki

     

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