14 Schüler der EKS absolvierten Training zum Schulwegbegleiter
Hinschauen, hinhören und sich einmischen
Absolvierten zur Freude von Trainerin Jutta Barner-Grüber (l.) und Lehrerin Christine Neble (2.v.l.) erfolgreich das Training zum Schulwegbegleiter: 14 Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Klassen der EKS. Foto: Benjamin Kloos
BÜRSTADT – „Cool seine – cool bleiben” – unter diesem Motto nahmen 14 Schüler und Schülerinnen der Erich Kästner-Schule (EKS) am Donnerstag und Freitag am Training zum zertifizierten Schulwegbegleiter teil.
Im Rahmen dieser Aufgabe übernehmen die Schulwegpaten die „Patenschaft” für jüngere Schüler und helfen ihnen, sich an der Haltestelle und während der ersten Busfahrten zurechtzufinden. Und sie mischen sich in Konflikte ein, wenn die Situation für sie selbst ungefährlich ist und sie sich eine Klärung derselben selbst zutrauen. Denn „niemand hat etwas gegen Spaß, auch wenn es dabei etwas lauter wird. Aber wen nerven Rangeleien, Streitereien, Anmachen und Schmierfinkereien nicht?”, erläuterte Jutta Barner-Grüber, Trainerin der angehenden Schulwegbegleiter. „Die Schüler können etwas tun, damit ihr Schulweg und der ihrer Mitschüler stressfrei verläuft.” Anstatt wegzuschauen, wegzuhören und nichts zu tun lernen die Schulwegbegleiterm genau hinzuschauen und sich einzumischen, wenn Mitschülern Unrecht geschieht. In Rollenspielen und mit gezielten Übungen wurden die VRN-Schulwegbegleiter fit für solche Konfliktsituationen gemacht. Dabei lernten sie unter anderem, ihre Körpersprache gezielt einzusetzen, durch Gespräche zu überzeugen, Hilfe anzubieten auf Provokationen cool zu reagieren und in brenzligen Situationen zu vermitteln. Dabei bringt das Training die Teilnehmer auch selbst weiter, so stärkt es nicht nur das Selbstbewusstsein, sondern auch den Teamgeist, soziale Kompetenzen und das Gefühl für Eigenverantwortlichkeit. Am Ende des Trainings erhielten alle Teilnehmer ein entsprechendes Zertifikat und einen Ausweis, der ihnen bei ihrem wichtigen Einsatz hilft.
„Die EKS beteiligt sich seit mehreren Jahren an diesem besonderen Projekt”, betonte Lehrerin Christine Negle, die ihre Schüler auch nach der Ausbildung als Ansprechpartnerin begleiten wird. In jedem Jahr nehmen Schüler der 8. Klassen an diesem außergewöhnlichen und sozialen Training teil, in diesem Jahr sind zudem Schüler der 9. Klassen der EKS mit dabei – allesamt aus dem Realschulzweig. Für den VRN ist es wichtig, dass das Projekt längerfristig begleitet wird, wie Jutta Barner-Grüber ergänzte.
Die Motivationen der Schüler, sich als Schulwegbegleiter zu engagieren sind unterschiedlich: „Ich nehme daran teil, weil dies auch schon meine Geschwister getan haben”, erläuterte Gideon Bauer, während andere Schüler anführten, dass diese Tätigkeit nicht nur Spaß macht, sondern auch gut für den Lebenslauf und spätere Bewerbungen ist. Wichtig ist aber, dass alle Schüler aufmerksam am Training teilnahmen und nun motiviert in ihre Tätigkeit als Schulwegbegleiter starten können – dies ist ein Gewinn für alle: Für die Schule, den VRN, die Schulwegbegleiter selbst und vor allem auch für deren Mitschüler. Benjamin Kloos