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  • Di., 09. September 2014, 14:18 Uhr
    Fährturm an Heimat- und Geschichtsverein übergeben / Zeitzeugnis am Tag des offenen Denkmals am 14. September geöffnet

    Historischer Glücksgriff für Nordheim

    Bürgermeister Felix Kusicka übergab den Fährturm symbolisch an die in historischen Kostümen erschienenen Günther Mössinger alias Fährmann Wattenberg und Wilhelm Kreider alias Herr von Bach sowie Vertretern der Familie Kreider und des Heimat- und Geschichtsvereins Nordheim. Foto: Benjamin Kloos


    NORDHEIM - Ein wahrhaft historisches Ereignis sorgte in dieser Woche für strahlende Gesichter in Nordheim: Der Fährturm am Rheindeich, 1901 als Unterkunft für den Fährmann erbaut, wurde durch Bürgermeister Felix Kusicka und die Gemeinde Biblis an den Heimat- und Geschichtsverein Nordheim übergeben. Große Freude herrschte bei den in historischen Kostümen erschienenen Günter Mössinger alias Fährmann Wattenberg und Wilhelm Kreider alias Herr von Bach sowie Vertretern der Familie Kreider und des Heimat- und Geschichtsvereins Nordheim.

    Dabei war es gerade Familie Kreider vom nahegelegenen Luisenhof, die dieses freudige Ereignis erst möglich gemacht hatte: Denn das Land, seitheriger Eigentümer des Fährturms, hatte diesen zum Verkauf angeboten. Reges Interesse, aber klamme Kassen seitens der Gemeinde Biblis ließen den Kauf nahezu scheitern, bis sich Familie Kreider einschaltete - und mit einer großzügigen finanziellen Unterstützung der Gemeinde unter die Arme griff. „So eine Chance kommt nur einmal auf die Gemeinde zu, und da sollte man Ja sagen", begründete Wilhelm Kreider die familiäre Unterstützung.

    Der Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins, Günter Mössinger, und Bürgermeister Felix Kusicka dankten Familie Kreider für diese außergewöhnliche Tat als Beispiel für gesellschaftliches Engagement, das sich „so gerne wiederholen darf."

    Nachdem der Fährturm Jahrzehnte lang nicht für die Öffentlichkeit zugänglich war, soll sich dies bereits am Sonntag, 14. September, ändern: Denn dann lädt der Heimat- und Geschichtsverein von 14 bis 17 Uhr anlässlich des Tags des offenen Denkmals an den Rheindamm ein. Die ideale Gelegenheit, ein Stück Zeitgeschichte hautnah zu erleben und zu entdecken. Zahlreiche interessante und spannende Programmpunkte erwarten die kleinen und großen Besucher: Angefangen von der Besichtigung des Turmes selbst mit interessanten Vorträgen über Goldwaschen im Rhein und der Vermessung der alten Eiche bis hin zur Suche nach den Resten des ehemaligen militärischen Rheinübergangs während des 2. Weltkrieges.

    Derzeit arbeitet der Verein daran, eine Ausstellung über die Geschichte der Fähre und der Rheinschifffahrt zu erstellen, erste Exponate sind bereits im Fährturm angekommen. „Künftig möchten wir den Turm gerne auch Schülern und Kindergartenkindern zugänglich machen - für diese ist ein Besuch sicher ein aufregendes Ereignis", schaut Günter Mössinger positiv in die Zukunft. Benjamin Kloos

     

     

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