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  • Mo., 18. Januar 2021, 16:14 Uhr
    KREISKRANKENHAUS: Zukunftssicherungsvereinbarung entwickelt und unterzeichnet / KKH soll zu Klinikum werden

    „Historischer Moment“ für medizinische Versorgung im Kreis

    Mithilfe einer Zukunftssicherungsvereinbarung soll sich aus dem Kreiskrankenhaus Bergstraße ein Klinikum entwickeln. Foto: Kreiskrankenhaus Bergstraße/Thomas J. Zelinger


    KREIS BERGSTRASSE – Die Krankenhäuser in Deutschland stehen vor großen Herausforderungen. Nicht nur durch die Corona-Pandemie, sondern auch durch die wachsenden Ansprüche an die Krankenhäuser. Dies gilt auch für das Bergsträßer Kreiskrankenhaus. Um dieses fit für die Zukunft zu machen, kooperieren die Kreisverwaltung, das Kreiskrankenhaus und die Universität Heidelberg. Hierzu wurde eine gemeinsame Zukunftssicherungsvereinbarung entwickelt, die am Montag im Rahmen einer Video-Pressekonferenz vorgestellt und symbolisch unterzeichnet wurde.  

    Landrat Christian Engelhardt und Gesundheitsdezernentin Diana Stolz als Vertreter des Kreis Bergstraße, Prof. Dr. Ingo Autenrieth (Vorstandsvorsitzender und Leitender Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Heidelberg), Katrin Erk (Kaufmännische Direktorin des Universitätsklinikums Heidelberg) sowie Daniel Frische (Geschäftsführer des Kreiskrankenhauses Bergstraße) besiegelten mit ihrer Unterschrift einen „Meilenstein für die medizinische Versorgung der Bürgerinnen und Bürger im Kreis Bergstraße”, wie sich alle Beteiligten einig waren. 108 Millionen Euro beträgt dabei die Gesamtsumme, die investiert wird.

    Landrat Christian Engelhaft betonte zu Beginn, dass es „immer wieder neue Herausforderungen für die Medizin, generell und besonders in heutiger Zeit, gibt. Dabei sind der richtige Einsatz von Kompetenz und Herzblut wichtig. Das Kreiskrankenhaus Bergstraße liegt uns sehr am Herzen, mit der heutigen Vereinbarung wird ein Zukunftskorridor geöffnet. Vor etwa zwei Jahren haben wir Gespräche mit der Universitätsklinik Heidelberg begonnen, wie die schon lange diskutierte und notwendige Modernisierung des Kreiskrankenhaus fortgeführt werden kann. Die Gespräche haben sich erfreulicherweise in dieser langen Zeit der Verhandlung weiterentwickelt. Der Kreis wird in den nächsten fünf Jahren bis zu 50 Millionen Euro in das Kreiskrankenhaus investieren. Auch das Universitätsklinikum Heidelberg wird dafür sorgen, dass sich das Kreiskrankenhaus besonders auf medizinischer Ebene weiterentwickelt – denn es soll zum Klinikum Bergstraße werden.” Mit Blick auf die Finanzen stellte Landrat Engelhardt klar: „Man kann Gesundheit nicht kaufen, sie ist etwas unbezahlbares wichtiges, aber wir können in die Gesundheit investieren, dies machen wir heute – wir investieren in die medizinische Zukunft des Kreis Bergstraße.”

    Prof. Dr. Ingo Autenrieth ergänzte, dass die „Zusammenarbeit zwischen dem Kreiskrankenhaus und der Uniklinik seit circa einem Jahrzehnt besteht. Diese Zusammenarbeit hat bereits Früchte getragen, aber es ist auch klar, das noch vieles getan werden kann und muss, gerade auch mit Blick auf die Sanierung. 2020 haben wir gemeinsam ein medizinisches Konzept unter Einbeziehung aller Akteure entwickelt. Der Leitgedanke dahinter sei, „dass die Qualität der Versorgung hervorragend sein muss, innovativ und mit Blick in Zukunft gerade auch in Bezug auf die Digitalisierung und unter Berücksichtigung der demographischen Entwicklung.“

    Katrin Erk bezeichnete die Unterzeichnung als „historischen Moment für die Entwicklung des Kreis Bergstraße.” Dieser habe sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt, mehr als 3.000 Patienten werden hier jährlich behandelt und im Jahr 2020 gab es über 1.000 Geburten. „Dies sind sehr positive Zahlen. Aufgrund der medizinischen Entwicklung sind bauliche Anpassungen über die bisherige Planungen hinaus nötig – gerade auch mit Blick auf die Notfallversorgung, denn hier fordert der Gesetzgeber weitergehende Maßnahmen.”

    Gesundheitsdezernentin Diana Stolz sprach von einem „ganz besondereren Tag, in den wir sehr viel Kraft und Energie gesetzt haben. Um so mehr freue ich mich, dass wir so weit gekommen sind. Beim Start der Verhandlung ging es um die Generalsanierung, aber es geht jetzt um weit mehr: Im Prinzip ist das entstanden, was der Landrat bei den Schulen vorgelebt hat: Dort wird von der Pädagogik her gedacht und dann gebaut. Und auch hier haben wir erst an die Medizin gedacht und dann an die baulichen Gegebenheiten, dies ist der absolut richtige Weg. Denn es geht um die bestmögliche medizinische Versorgung für die Bergsträßer Bevölkerung mit der Vision, vom Kreiskrankenhaus zum Klinikum zu kommen, unter anderem auch mit der Vernetzung des niedergelassenen Bereiches mi dem Krankenhaus. Dies wird die medizinische Versorgung nochmals auf ganz andere Beine stellen, die Neurologie und weitere Fachbereich werden gezielt verstärkt, auch die Prävention, die mir sehr am Herzen liegt, ist mit verankert, ebenso wie verstärkte Forschungsaktivitäten. Und auch für Nachwuchsmediziner wird das Kreiskrankenhaus attraktiver. 

    Daniel Frische betonte, dass es „um den wachsenden Landkreis geht, der attraktiv ist und für den man ein entsprechendes Krankenhaus benötigt. Wir haben ein neues Kapital geschaffen, Medizin steht hier im Zentrum, auch mit Blick auf die Grund- und Regelversorgung. Die Zukunftssicherheitsvereinbarung stellt für alle Mitarbeiter eomem wesentlichen Punkt für die Zukunft dar, wir dürfen in den nächsten Jahren zeigen, wie wir Gesundheitsversorgung im Kreis entwickeln dürfen und können. Und wir freuen uns darauf, gemeinsam Zukunft mitzugestalten.” Benjamin Kloos

     

     
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