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  • Mi., 24. September 2025, 14:35 Uhr
    KINDER- UND JUGENDTAG IN BÜRSTADT: Hunderte Kinder hatten Spaß auf dem Bildungs- und Sportcampus und Jugendhaus

    Hoch auf den Baum, Purzelbaum-Rekord und Rollstuhlfahren

    Das glitzernde Bürstadt-Herz als Glitzer-Tattoo war stark nachgefragt.
    Foto: Hannelore Nowacki

    BÜRSTADT – Was für ein Glück – der 2. Kinder- und Jugendtag auf dem Sport- und Bildungscampus hatte den ganzen Tag über Sonnenschein, der vorletzte heiße Sommertag vor dem nassen Herbstanfang. Morgens bei den Spendenläufen waren viele hundert Grundschulkinder der Schillerschule und der Bobstädter Astrid-Lindgren-Schule auf den Beinen, die sich auch am Purzelbaumwettbewerb beteiligten. Fröhlicher Trubel auch am Nachmittag auf dem Campus und im Jugendhaus. Kinder mit ihren Stationskarten sammelten an den zehn Sport- und Spielstationen Stempel – bei voller Karte gab es Gutscheine für Karussellfahrten auf der bevorstehenden Kerwe oder für Eiskugeln beim Eiswagen, der zum Campusgelände kam. Immer weniger Kinder können einen Purzelbaum? In Bürstadt jedenfalls waren die Kinder ganz wild auf die Purzelbaumstrecke und sorgten für Rekorde. Schon am Vormittag waren die ersten 550 gedruckten Stationskarten ausgegeben, schnell sorgte die Organisatorin der Stadtverwaltung Stefanie Reis für Nachschub mit weiteren 400 Karten. Schätzungsweise 700 Kinder waren morgens mit Eltern und Angehörigen gekommen. Julien und Neo erzählten dem TiP, dass sie am  Morgen mitgelaufen waren, dann in der Schule ihre Roller geholt hatten, nach Hause gefahren waren und jetzt am Nachmittag mit ihren Stationskarten auf Tour gingen. 

    Mit Tempo rollten die Kisten ans weite Ziel.
    Foto: Hannelore Nowacki

     

    Gerasimoula Grigoraki, bei der Stadt Koordinatorin für Integration und Sportcoach Fares mit Integrationslotsin Joanna wurden beim Purzelbaumwettbewerb von Paul unterstützt, der im Jugendhaus regelmäßig für die Sozialagentur Fortuna tätig ist. Die Zählkarten klappten sie im Rekordtempo in kurzer Zeit bis auf 1000 um, die Begeisterung für Purzelbäume ließ nicht nach. Einmal ganz nach oben kommen, das ging beim Monkey Climbing, dem gesicherten Klettern auf einem alten starken Baum - die Warteschlange wurde über Stunden nicht kürzer. Spaß hatten die Kleinsten und die größeren Kinder bei „Fun“-Stationen wie der „Heiße Draht“ im XXL-Format und beim Fußball-Bowling. Rasant ging es in der Kiste die lange Rollrutsche der Sportjugend Hessen hinunter. Für den Rollstuhlparcours standen Rollstühle zum Ausprobieren zur Verfügung, betreut von Hans-Dieter Niepötter, der Vorsitzender des Inklusionsbeirats der Stadt Bürstadt ist, und Beiratsmitglied Joachim Hofmann, beide sind selbst Rollstuhlfahrer. Über das große Interesse von Kindern und Eltern und die guten Gespräche freuten sich die beiden. Ein Glitzertattoo ist nicht nur der Traum vieler Kinder, auch Bürgermeister Boris Wenz machte bei seinem Rundgang an der Ballonwerkstatt halt für ein besonderes Tattoo – das Bürstädter Herz. Im Kuschelraum im ersten Stock des Jugendhauses erzählte die Märchenmuhme Hannah mit ihrem Klangkauz Manuel die Geschichte von der Finkenmutter und ihren Finkenkindern und warum der Rabe nur noch krächzen konnte. Beim Demokratie-Café drehten Kinder das Kompetenz- und-Werte-Glücksrad, das je nach Schwung bei Begriffen wie Fairness, Gerechtigkeit, Anstand oder Würde anhielt. 

    Baumklettern, spielen oder einfach mal im Schatten sitzen – der Aktionstag bot viele Möglichkeiten.
    Foto: Hannelore Nowacki

     

    Ein Aktionstag, der finanziell unterstützt wird

    Der Aktionstag mit Blick auf den Weltkindertag am Samstag und die Interkulturelle Woche wurde organisiert und durchgeführt vom Interkulturellen Büro und vom Jugendhaus mit weiteren Netzwerkpartnern, die auf dem Campusgelände rund ums Jugendhaus für ein abwechslungsreiches Programm sorgten. Sportcoaches, Integrationslotsen und ein Team geflüchteter Menschen betreuten die Angebote des Interkulturellen Büros. Im Jugendhaus unter der Leitung von Oliver Haberer von der Sozialagentur Fortuna hatten weitere Betreuer das Geschehen im Blick. Der Förderverein der Schillerschule hatte die Bewirtung übernommen, der Jugendrat arbeitete an den Waffeleisen die Warteschlangen ab. Geld gab es vom Förderprogramm „Sport integriert Hessen“, das hessische Gemeinden bei Vorhaben unterstützt, über Sportangebote die Integration und soziale Teilhabe zu ermöglichen. Außerdem hatten die Sportcoaches der Stadt beim Verfügungsfonds des Quartiersbüros auf Antrag 1.000 Euro erhalten. Mit diesen Mitteln wurden unter anderem die Fun-Module, die Rutsche, das Spielmobil, die Parcours-Trainer sowie das Bürstadt-Herz und die Märchenerzählerin mit Musik finanziert. 

    Hannelore Nowacki

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