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  • Mi., 31. Oktober 2018, 12:35 Uhr
    Magistratspressegespräch: Biodiversität im Fokus / Gelbe Säcke in Grünanlagen weiter großes Ärgernis

    Hochbeete in Bürstädter Straße werden saniert

    Schüler des LGL gestalteten in diesem Jahr unter Mithilfe der Technischen Betriebsdienste und unter Anleitung von Alfred Laut einen neuen Lebensraum für Eidechsen – die Biodiversität spielt auch in den kommenden Jahren in Lampertheim eine wichtige Rolle. Archivfoto: Benjamin Kloos


    LAMPERTHEIM – Vielfältige Themen hielt das Magistratspressegespräch in Lampertheim am Mittwoch bereit. Zunächst lud Bürgermeister Gottfried Störmer nochmals zum ersten Vereinsfrühschoppen ein, der am Sonntag, 4. November, von 10 bis 12 Uhr beim Kanu-Club in Lampertheim stattfindet. „Die Vereinsvorsitzenden oder ein Vertreter der Vereine sind eingeladen, um sich in lockerer Atmosphäre und mit Moderation auszutauschen. Ziel ist es, herauszuarbeiten, welche Probleme die Vereine aktuelle haben. Wir wünschen uns konstruktiv-kritische Gespräche und Vertreter möglichst vieler Vereine.”

    Gelbe Säcke richtig lagern

    Ein großes Ärgernis stellen weiterhin die Gelben Säcke in den städtischen Grünanlagen dar. Aus gegebenen Anlass bitten die Technischen Betriebsdienste Bürger bei anstehender Abfuhr von Gelben Säcken diese ordnungsgemäß zu lagern bis sie abgeholt werden. Gelbe Säcke werden immer wieder frühzeitig an den Straßenrand gelegt, um eine nahende Abfuhr nicht zu verpassen. Dabei werden leider sehr oft die Witterungsbedingungen außer acht gelassen. Die leichten Säcke, die locker gestapelt am Straßenrand liegen, werden schon von leichten Windböen erfasst und wehen auf Gehsteige und die Fahrbahn. Dort werden sie nicht nur für andere Verkehrsteilnehmer zum Hindernis, sondern bergen auch Gefahren, wenn ihnen ausgewichen werden muss. Nicht zu selten reißen die dünnen Säcke dabei auf und ihr Inhalt verteilt sich großflächig. 

    Ein weiteres Ärgernis sind Säcke, die wiederholt in städtischen Grünflächen „zwischengelagert" werden. Das achtlose „auf den Pflanzen stapeln" macht Begrünungsversuche der Baumscheibe innerhalb kurzer Zeit zu nichte. Darauf folgt ein Verkahlen der Fläche, welches zu Ansammlungen von Unrat, Hundekot und Unkrautwuchs führt. Die Stadtverwaltung bittet die Anwohner daher, ihre Gelben Säcke frühestens einen Abend vor der Abholung witterungsbeständig zu sichern, gegebenfalls bei größeren Abfallmengen die Säcke in geeigneten Vorrichtungen auf zu bewahren und die Grünflächen nicht als Lagerplatz zu missbrauchen. 

    Biodiversität im Fokus

    Positiv hingegen ist der Einsatz in Lampertheim für die Biodiversität, so war auch das jüngste Treffen des Arbeitskreis Biodiversität erfolgreich. Hier finden sich Vertreter der Stadtverwaltung Lampertheim, des Nabu, der Agenda 21, Imker, Schulen und Kindertageseinrichtungen sowie Bürgerinnen und Bürger der Bürgerkammer Neuschloß zusammen – und auch Landwirte sind aktiv mit vertreten. Seit Mitte 2014 gibt es diesen Arbeitskreis, der sich zunächst das Ziel gesetzt hat, beispielsweise durch das Anlegen von Wiesenflächen und Blühstreifen in der Stadt und der freien Landschaft, die Flora und Fauna zu fördern. 

    Der Arbeitskreis trifft sich ein- bis zweimal im Jahr mit interessierten Bürgern und Vereinen, um Maßnahmen zu besprechen und Projektideen zu entwickeln. Beim letzten Treffen wurde über die im Jahr 2018 umgesetzten Projekte berichtet und Anregungen für 2019 gesammelt. Für 2019 wurde beispielsweise die Schwalbe als Vertreter der schützenswerten Tierwelt gewählt, da deren Vorhandensein stark abgenommen hat. Zudem sollen Blütenwiesen weiter forciert werden, wie Sabine Vilgis, Leiterin der Technischen Betriebsdienste, erklärte. In diesem Jahr standen unter anderem die Einrichtung eines Eidechsenbiotops durch Schüler des Lessing-Gymnasiums oder das Einsäen von Blumen durch Kinder der Kita Alfred Delp im Blickpunkt. „Wir wollen Kinder, Jugendliche und Erwachsene an die Themen heranführen und darüber hinaus begleiten”, so Sabine Vilgis.  Bürgerinnen und Bürger mit Ideen oder Projekten zur Biodiversität können sich jederzeit an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachdienstes „Grün- und Projektplanung“ oder „Umwelt“ der Stadtverwaltung wenden. Zudem besteht für Interessierte die Möglichkeit, auf der Internetseite der Technischen Betriebsdienste eine Liste mit der Staudenauswahl aus den Beeten und Grünstreifen der Stadt Lampertheim einzusehen.

    Hochbeete werden saniert

    Die Technischen Betriebsdienste der Stadtverwaltung Lampertheim sanieren derzeit 18 bepflanzte Hochbeete in der Bürstädter Straße, im Abschnitt zwischen Amtsgericht und Hagenstraße. Die derzeitigen Kübel werden aktuell entfernt und die anliegenden Plattenflächen ausgebessert. Die Arbeiten können im vorher genannten Bereich zu Verkehrsbehinderungen führen.

    Ab dem 13. November werden dann neue Hochbeete aus Aluminiumprofilen installiert und anschließend mit Stauden und Kleinsträuchern bepflanzt. In die Bepflanzung wird ein blaues Band, welches den Rhein symbolisiert – beispielsweise aus Salbei – integriert, farblich ergänzt mit gelb- und rossblühenden Pflanzen. Zudem werden durch die Technischen Betriebsdienste Sitzgelegenheiten eingebaut, um gerade für ältere oder gehbehinderte Bürger Erholungsmöglichkeiten zu schaffen. Die gesamte Maßnahme wird durch das Förderprogramm „Stadtumbau“ bezuschusst, die Gesamtkosten belaufen sich auf 30.000 Euro. Benjamin Kloos

     

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