JAZZPARTY: Musik und kulinarische Köstlichkeiten in der Groß-Rohrheimer Kirche
Hochkarätiger „Advents Jazz“
Hochkarätig was auf die Ohren gibt es am beim „Advents Jazz" in der Groß-Rohrheimer Kirche. Foto: oh
GROSS-ROHRHEIM – Coole Klänge und altes Gemäuer: Das Rohrheimer Jazzevent ist 2021 endlich wieder zurück. Diesmal singt sogar der Kirchenchor Jazziges aus seinem Repertoire, und der neue Bechstein-Flügel kommt erstmals zum Einsatz mit dem Pianisten Uwe Oberg.
Vom Nachmittag bis zum Abend feiern Zuhörer, Profis und Amateure (Session um 18 Uhr) eine vorweihnachtliche Jazzparty voll Musik, mit Kaffee und Kuchen und kleinen kulinarischen Köstlichkeiten am Abend. Schneien Sie für Ihre Lieblingsprogrammpunkte herein oder genießen Sie das Festival in voller Länge. Ein abwechslungsreiches und hochkarätiges Programm erwartet Sie!
Samstag, 27. November 2021, Evangelische Kirche Groß-Rohrheim, Kirchstr.1, Groß-Rohrheim. Der Eintritt ist frei, Spende wird erbeten. Es gilt die 2G-Regel. Impfausweis / Genesenennachweis mitbringen. Die Evangelische Kirchengemeinde Groß-Rohrheim freut sich auf zahlreiche Gäste.
Wer kommt?
Shreefpunk mit Matthias Schriefl
Der Trompeter Matthias Schriefel ist einer der Shooting Stars der internationalen Jazzszene. Vielen Gästen ist er bestimmt noch wegen des sensationellen Auftritts beim Adventsjazz 2019 in Erinnerung. Diesmal kommt er mit Shreefpunk, der preisgekrönten Band aus Köln (Deutscher Jazzpreis 2019). Die Working Band verbindet Jazz mit Avantgarde und Punk. Die 2003 gegründete Formation tourte schon durch die meisten Länder Europas, Teile von Westafrika und durch Australien. Dabei machte die Band Station in zahlreichen großen Konzerthäusern und Philharmonien. Matthias Schriefl (Trompeter, Flügelhorn, Bassflügelhorn, Tuba, Alphorn, Gesang) Alex Eckert (Gitarren, Ukulele, Gesang), Alex Morsey (Kontrabass, Tuba, Gesang)
Uwe Oberg "Oberg ist einer der Wenigen, der amerikanische und europäische Improvisationsmusik tatsächlich zu verbinden vermag; einer der interessantesten Pianisten am gefährlichen Terrain zwischen Neuer Musik und freiem Jazz, der vor allem durch seine ökonomische Spielweise besticht." (OTMAR KLAMMER / ORF). Der gebürtige Offenbacher ist seit den 80er Jahren in zahlreichen Kontexten aktiv: Er spannt den Bogen vom Inside-Piano zu eigenen Kompositionen und der Musik von Thelonius Monk. 2007 wurde Oberg mit dem HESSISCHEN JAZZPREIS ausgezeichnet.
Die Bigband Sudden Orchestra ist ein vielköpfiges “interactive free jazz & performance” Kollektiv. Es widmet sich unberechenbaren und elektrisierenden Klangkreationen. Dank dem experimentellen Jazz des Kollektivs kommt es zu Bewegung und Abenteuer, es wird improvisiert und erforscht. Dabei wird mit dem Publikum per Musik getanzt und geflirtet. Sudden Orchestra hat beim Hessischen Orchesterwettbewerb 2019 einen Sonderpreis für außergewöhnlich innovative Performance und Vielfalt gewonnen.
Das P-Trio spielt überwiegend Eigenkompositionen von abstrakt bis schön in atypischer Trio-Besetzung. Michael Distelmann (Kontrabass) hat schon mit Barockorchestern die Welt bereist, bevor er seine Liebe zum Jazz entdeckte. Eberhard Petri hat mal klassisch Jazz gelernt (u.a. bei Kurt Rosenwinkel, Lorenzo Frizzera, Geoff Goodman und Tobias Langguth) und ist musikalisch immer noch auf Entdeckungsreise. Ralf Keidel (Querflöte) lernte die Spielweisen des Jazz u. a. bei Stephanie Wagner und Uli Partheil.
Die Jazzformation Cluster V mit Rolf Lautenbach lotet die Balance von Interaktion und Eigenständigkeit der fünf Instrumentalisten aus und erschafft damit gemeinsam inspirierende, funkelnde Klanglandschaften. Dabei ist das Ergebnis keineswegs abstrakt, sondern eine Verbindung von groovebetonten Funk- & Latin-Elementen mit ohrgängigen Melodielinien, vorwiegend aus eigener Feder, garniert mit lebendigen Improvisationen, die die Musik immer wieder frisch und in neuem Licht erscheinen lassen.
Planet Weschnitz Der Planet hat jazzige und folkige Weltmusik jenseits des Lattwerge-Äquators im Gepäck. Die vier Zupf-, Schlag-, und Streichspezis aus dem südhessischen Ried zeigen mit ihrem bunten und vielfältigen Programm keine Spur von Respekt vor "Genre-Schubladen". Die Vorstellung des im Dreivierteltakt tangotanzenden Udo Jürgens inmitten einer rumänischen Hochzeit in Kingston (Jamaika) lässt in etwa das Unbeschreibliche erahnen. Für den Wohlklang des Planeten sorgen Reinhard Pleil (Geige, Gesang), Wilfried Morew (Tres, Gesang), Stefan Müller (Gitarre), Adrian Steier-Bertz (Kontrabass, Gesang).
Der Evangelische Kirchenchor Groß-Rohrheim besteht aus ca. 30 begeisterten Sängerinnen und Sängern unter der Leitung von Dr. Ulrike Wollny. Sie hat dem Chor eine homogene Klangkultur und das Wagnis für Experimente eingehaucht. 2021 bereichert der Chor mit einem jazzigen Programm erstmals den Adventsjazz.
Programmablauf:
Nachmittagsprogramm mit Kaffee und Kuchen: Evang Kirchenchor (15 Uhr), Planet Weschnitz (15.45 Uhr), Cluster 5 (16.30 Uhr), P-Trio (17.15 Uhr).
Session um 18 Uhr
Abendprogramm mit Fingerfood: Bigband Sudden Orchestra (19 Uhr), Uwe Oberg (20 Uhr), Shreefpunk (21 Uhr)
Der Veranstaltungsort: Der Innenraum der ehrwürdigen Groß-Rohrheimer Kirche erstrahlt nach der Renovierung seit 2019 in neuem Glanz. Ungewöhnlich für eine evangelische Kirche im Ried ist das imposante Deckengemälde aus dem Jahr 1723. Auch die Orgel von Dietz (1814) ist eine Augenweide. zg