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Mi., 18. Dezember 2013, 10:47 Uhr
Dorferneuerung – Förderbescheid für Altes Rathaus übergeben
Höchster Fördersatz von 103.125 Euro wegen Denkmalschutz
Sonnenschein, blauer Himmel und ein warmer Geldregen wie ein Weihnachtsgeschenk – diese Gabe des Landes Hessen, von Landrat Matthias Wilkes überbracht, kam bei den Beteiligten gut an. Den Förderbescheid halten Bürgermeisterin Bärbel Schader, Landrat Matthias Wilkes (rechts) und Ortsvorsteher Hans-Georg Gött. Ortsbeiratsmitglied Peter Hölzel (links) wie auch arbeiten im Arbeitskreis Dorferneuerung mit. Bei der Übergabe dabei waren Erster Stadtrat Walter Wiedemann (von rechts), Stadtverordnetenvorsteher und früherer Ortsvorsteher Ewald Stumpf, Arbeitskreismoderator Stefan Lösch, Stadtrat Herbert Röchner, Architekt Werner Ofenloch, Helmut Dollak und Ortsbeirat Peter Hölzel, der wie Ewald Stumpf im Arbeitskreis aktiv ist. Foto: Hannelore Nowacki
BOBSTADT – Mit der Dorferneuerung geht es weiter voran. Das nächste Projekt ist die Sanierung und der Umbau des Alten Rathauses in der Dorfmitte – jetzt ist auch das Geld für die Realisierung der Pläne da. Die Förderbescheidübergabe am Dienstagmittag fand im Beisein von Vertretern der Lokalpolitik sowie Helmut Dollak vom Bauamt, Architekt Werner Ofenloch und Stefan Lösch, Moderator des Arbeitskreises Dorferneuerung, statt. Für die Beteiligten war es Anlass zu großer Freude, zumal die Zuwendung des Landes Hessen mit 103.125 Euro der höchste Fördersatz sei, der überhaupt vergeben werden könne, betonte Landrat Matthias Wilkes. Ein Glücksfall auch für den städtischen Haushalt, der bei Gesamtkosten von 150.000 Euro für die Sanierung und den Umbau des Alten Rathauses Ausgaben einspart. Dieser großzügig bemessene Zuschuss ist dem Denkmalschutz des historischen Bauwerks geschuldet, das im Jahr 1894 erbaut wurde und somit das älteste erhaltene Gebäude in Bobstadt ist, wusste Landrat Wilkes zu berichten. Innerhalb von drei Jahren, bis Ende 2016, muss die Stadt Bürstadt den Umbau nun durchführen. Ende 2017 läuft das 2009 begonnene Dorferneuerungsprogramm aus, daher appelliert Landrat Wilkes an die privaten Hauseigentümer im Kernbereich der Dorferneuerung: „Sie sollten sich beeilen, um die Förderung noch zu bekommen“. Denn auch private Sanierungsvorhaben können mit öffentlichen Mitteln gefördert werden. Damit ergebe sich eine einzigartige Möglichkeit für private Eigentümer und zugleich auch eine Bereicherung des Ortsbildes. Bobstadt sieht der Landrat zukünftig als gefragten Wohnort für Familien und Pendler, da 2017 auch der S-Bahnhof in Bobstadt eingeweiht werde. Mit der Direktverbindung zum Frankfurter Flughafen und nach Mannheim werde Bobstadt besonders attraktiv. Wilkes lobte das Engagement des Arbeitskreises Dorferneuerung, auch sei das meiste ehrenamtlich geleistet worden. Bürgermeisterin Schader erinnerte daran, dass der Arbeitskreis bei seinen Überlegungen auf die Kosten geschaut habe, es sei darum gegangen, was der Stadtteil brauche, um belebt und erneuert zu werden, nicht um Visionen. „Alles, was mit Dorferneuerung zu tun hat, bekommt absolute Priorität“, betonte Schader, „das war mit dem Ortsbeirat abgesprochen“. Schader ist sicher, dass mit dem Umbau schon im nächsten Jahr begonnen werden könne. Anhand der ausgelegten Pläne erläuterte Architekt Werner Ofenloch in einem Erdgeschossraum der ehemaligen Verwaltungsstelle den Besuchern die Details. Der Zugang zum Erdgeschoss wird über eine Rampe barrierefrei sein, auch die zentrale, behindertenfreundliche WC-Anlage und eine kleine Teeküche werden hier neu eingebaut. Als Multifunktionsgebäude soll das Alte Rathaus vielen Nutzern offen stehen, eine Festlegung auf bestimmte Nutzer sei nicht vorgesehen, erklärte Schader. Einen eigenen Raum erhält jedoch der Arbeitskreis Ortsgeschichte, der ein umfangreiches Archiv verwaltet. Regelmäßig tagt der Ortsbeirat im Alten Rathaus. Hannelore Nowacki