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  • So., 12. Juni 2016, 13:34 Uhr
    Serie im TIP zum Klimawandel und dessen Folgen in der Region / Heute: Bürstadt

    „Hochwasserschutz hat für Bürstadt Priorität”

    Der Hochwasserschutz genießt in Bürstadt Priorität – damit solche Anblicke in der Sonnenstadt verhindert werden. Foto: pixabay.com


    NIBELUNGENLAND – Nachdem an den vergangenen beiden Wochenende die Region von Starkregen und Gewittern heimgesucht wurde, ist wettermäßig mit strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen wieder Ruhe eingekehrt. Die Situation mit starken Unwettern wird nach Ansicht des Deutschen Wetterdienstes laut einer Untersuchung im Auftrag der Stadt Worms in naher Zukunft jedoch verstärkt vorkommen, ebenso wie lang anhaltende Trockenperioden. Die Stadt Worms hat sich intensiv mit den Auswirkungen des Klimawandels in der Nibelungenstadt befasst und ein Konzept vorgestellt, mit dessen Hilfe man Maßnahmen ergreifen möchte. Der TIP hat die Bürgermeister im Ried gefragt, wie auf diese Studie und die Ankündigung vermehrter Unwetter und Trockenperioden vor Ort reagiert wird.

    Bürstadts Bürgermeisterin Barbara Schader betont in einer Stellungnahme, dass die Stadt Bürstadt den Hochwasserschutz priorisiert. „Dieser wird durch die Instandhaltung und Instandsetzung des Grabensystems durch den Wasserverband Bürstadt gewährleistet. Im Rahmen der Grabenpflege und -instandhaltung werden beispielsweise verlandete Gräben wieder funktionsfähig gemacht, um einen Ablauf des Niederschlagswassers in Richtung Rhein gewährleisten zu können. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft.”
    Derzeit erarbeitet die Stadt Bürstadt zusammen mit dem AGENDA-Tisch Naturschutz und Vertretern der Landwirtschaft ein „Pappelkonzept“. Ziel hierbei ist es, die überalterten und windbruchgefährdeten Pappeln in der Bürstädter Gemarkung sukzessiv durch standsichere Bäume zu ersetzen. „Auf dem Gemarkungsgebiet der Stadt Bürstadt werden auch zukünftig verschiedene Biotope entwickelt und gepflegt”, ergänzt Bürgermeisterin Schader.

    Eine mögliche interkommunale Zusammenarbeit bei Maßnahmen rund um den Klimawandel erachtet sie einen Erfahrungsaustausch mit der Stadt Worms als sinnvoll: „Dieser würde sich anbieten. Sicher werden wir uns im Mittelzentrum Ried mit den umfassenden Fragestellungen, die das Konzept der Stadt Worms aufzeigt, beschäftigen. Sobald der Maßnahmenkatalog der Stadt Worms veröffentlicht ist, wird eine Umsetzung der verschiedenen Maßnahmen auch durch die Stadt Bürstadt geprüft.” zg

     

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