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  • Mi., 13. August 2014, 12:36 Uhr
    Messdienerwallfahrt nach Rom: Jugendliche Messdiener aus Biblis und Bürstadt weilten in der Ewigen Stadt

    Höhepunkt war die Papstaudienz

    Ein ganz besonderes Ereignis: Jugendliche Messdiener aus Biblis und Bürstadt mit Weihbischof Ulrich Neymeyr und auf Tuchfühlung mit dem Papst. Fotos: oh


    BIBLIS/BÜRSTADT – Vom 2. bis 9. August fand in Rom eine Wallfahrt für alle deutschsprachigen Messdienerinnen und Messdiener statt. Das Jugendtreffen stand unter dem Motto „Frei! Darum ist es erlaubt Gutes zu tun” und 50.000 Ministranten folgten der Einladung, darunter auch 30 aus Bürstadt und Biblis. Mit zwei Sonderzügen fuhren die „Minis” aus dem Bistum Mainz am Samstag los und bereits auf der Fahrt wurden alle durch Spiele und geistliche Impulse auf die Zeit in Rom eingestimmt. Das gemeinsame Programm in Rom begann Sonntagabend mit einem lebendig gestalteten Jugendgottesdienst in der Kirche Santa Maria in Aracoeli auf dem Kapitol. In seiner Predigt dankte der Mainzer Weihbischof Ulrich Neymeyr den Ministranten für ihren treuen Dienst: „Euer Dienst am Altar ist nicht nur ein Gewinn für die Gemeinde, sondern auch für euch”, sagte er. Danach wurde auf einer großen Treppe ein Foto gemacht und mit Panini und Gesprächen klang der Abend aus.

    In den folgenden Tagen waren die Jugendlichen dann in ihren Gruppen unterwegs in Rom und besichtigten den Petersdom und die Katakomben. Neben diesen organisierten Besichtigungen konnten sich die Bürstädter und Bibliser freuen, mit Pfarrer Ludger Reichert einen Romkenner dabei zu haben, der ihnen die Highlights der Stadt zeigte und auch wusste, wo der nächste Trinkbrunnen zu finden war. Ein Höhepunkt der Wallfahrt war die Papstaudienz. Nach langem Warten auf dem Petersplatz wurde Papst Franziskus begeistert empfangen. Die „Minis” riefen den Namen des Papstes und schwenkten Fahnen, als Franziskus zehn Minuten lang im offenen Wagen durch die Menge fuhr, den jungen Besuchern aus Deutschland zuwinkte und Hände schüttelte.

    Vor Zehntausenden Ministranten aus ganz Deutschland hielt Papst Franziskus eine Andacht auf Deutsch und sprach zu den Jugendlichen. Den Papst gesehen und in der Menschenmenge auf dem Petersplatz erlebt zu haben, dass sie als Ministranten nicht alleine stehen, sondern zu einer großen Gemeinschaft gehören, wird allen sicher ein unvergessliches Erlebnis bleiben. Eine besondere Art der Begegnung hatten sich die Veranstalter für die „Blind Dates“ am Mittwochabend ausgedacht. Auf 300 Plätzen in Rom trafen sich zeitgleich jeweils Gruppen aus drei verschiedenen Bistümern und lernten sich mit Spielen und Interviews kennen. Die Gruppe aus Bürstadt und Biblis war mit Gruppen aus Trier und Münster zusammen und tauschte Erlebnisse und die verschiedenfarbigen Pilgertücher aus. Nach einem Tag mit Stadterkundungen und einem wunderschönen Abschlussgottesdienst in San Leone di Magno, der Titelkirche von Kardinal Lehmann und einem Abschlussfest hieß es dann am Freitag Abschied von der Ewigen Stadt zu nehmen. „Ich könnte glatt da bleiben“, meinte ein Jugendlicher und fasste damit zusammen, dass die Wallfahrt für alle zu einem unvergesslichen Erlebnis geworden war. zg

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