Hoflädchen Ochsenschläger hat die Frische aus der Region und vom Hof
Hoffest „Wein & Genuss“ bei Ochsenschläger – Köstliches und Kreatives
Natur hautnah bei Familie Ochsenschläger - da freuen sich die Kinder. Foto: Hannelore Nowacki
WATTENHEIM – Der wohl nördlichste Almauftrieb fand vor einigen Tagen auf einer saftigen Streuobstwiese in Wattenheim statt. Endlich Frühling – Zeit für die glücklichen Wanderhühner vom Hoflädchen Ochsenschläger, tagsüber die frische Luft und den Auslauf zu genießen. Und wie es bei einem Almauftrieb Brauch ist, waren viele Zuschauer gekommen. Sie waren der Einladung von Dagmar und Siegbert Ochsenschläger gefolgt, die ihren Gästen einen gelb-gold leuchtenden Strohteppich ausgelegt hatten. Mit dem Lied von der Henne Berta und „Immer nur brüten – ich möchte hier raus“ stimmte der Chor vom Kindergarten Glückskäfer die Gäste auf das Ereignis ein. Landrat Matthias Wilkes sagte: „Ich bin hier, um Ihnen für Ihr Engagement und für die Liebe zu den Tieren zu danken“. In seiner Rede wies er auf die große Bedeutung regional erzeugter Produkte hin, von denen man wisse, woher sie kommen. Begeistert sprach Wilkes von Ochsenschlägers Hühnerhaltung, die den Tieren den Respekt und die Hochachtung entgegenbringe, die sie als Teil der Schöpfung verdienten. Der Familie Ochsenschläger wünschte der Landrat viel Erfolg und vor allem viele gesundheits- und verbraucherbewusste Kunden. Rita Schramm, Vorsitzende der Gemeindevertretung, überbrachte Grüße von Bürgermeister Felix Kusicka und gab in ihrer Ansprache zu bedenken: „Das Ei kommt nicht vom Supermarkt, es kommt von den Hühnern“. Die Bürstädter Sonnenbotschafterin Christina I. hatte zwar keine Sonne mitgebracht, strahlte aber angesichts der vielen glücklichen Hühner und meinte: „Die Wanderhühner sind ein super Schritt gegen die Massentierhaltung und Tierquälerei“. Fröhlich flatterten die Hühner aus ihrem mobilen Zuhause auf die Wiese und gackerten um die Wette. Was gab es da alles zu entdecken! Am Zaun standen viele Zuschauer und die Kinder hatten Spaß daran die Hühner auf den Arm zu nehmen und zu streicheln, was dem braunen Federvieh durchaus für einige Momente gefiel. Ganz begierig waren sie auf die Körner, die ihnen die Kinder auf der Hand servierten. Ganz nebenbei legen die Wanderhühner auch noch eine Menge Eier in die Gruppenlegenester, die mit Dinkelspelz gepolstert sind. Jetzt so kurz vor Ostern haben sie besonders viele Anfragen. Dagmar Ochsenschläger erzählte in großer Runde vom glücklichen Leben der Wanderhühner, die das ganze Jahr über zwei mobile Hühnerställe zur Verfügung haben und gut schmeckende Eier legen. Woche für Woche werden die Ställe ein Stück weiter gefahren, dorthin wo die Wiese schön grün ist. Im Hoflädchen in der Rheinstraße 15 in Biblis-Wattenheim gibt es bis Ostern Suppenhühner, Hähnchen sind jede Woche zu haben. Dagmar Ochsenschläger empfiehlt die telefonische Vorbestellung (Telefon 06245/5930). Weitere Infos unter www.ochsenschläger.de. Hannelore Nowacki
Die Kinder vom Kindergarten Glückskäfer erhielten für ihre Lieder viel Applaus. In den mobilen Ställen (einer ist im Hintergrund zu sehen) haben die Hühner Futter, Wasser und gemütliche Sitzstangen, so wie sie es lieben, und bei schlechtem Wetter können sie dort nach Hühnerart scharren. Draußen haben die Hühner frisches Gras, finden hier und da ein Würmchen und nehmen gerne ein Sandbad. Das Huhn Berta aus dem Kinderlied hätte hier auch seine Freude. Foto: Hannelore Nowacki
Hoffest „Wein & Genuss“ am 27. April
Das Hoffest beim Hoflädchen Ochsenschläger ist einen Sonntagsausflug wert – gefeiert wird von 11 bis 20 Uhr. Auf dem Genießer-Markt mit Produzenten aus der Region werden Weine und kulinarische Köstlichkeiten aus der Region angeboten. Vom eigenen Hof kommen die knusprig gegrillten Freilandhähnchen und vieles mehr. Kenner freuen sich schon auf hausgemachten Kuchen, Kaffee und ofenfrischen Flammkuchen. Für interessierte Gäste werden Führungen zum Hühnermobil angeboten und die Kinder können unter fachkundiger Anleitung eigenen Schmuck herstellen. Ein Blumenstand sorgt für Frühlingsflair.
Dagmar Ochsenschläger zeigt Landrat Matthias Wilkes und Sonnenbotschafterin Christina I. aus Bürstadt zwei Eier zum Vergleich – das große hat eine ausgewachsene Henne gelegt, das kleine kommt vom Nachwuchs. Foto: Hannelore Nowacki