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  • Fr., 03. Mai 2019, 11:41 Uhr
    37 Personen fuhren nach Altengronau in die Rhön-Region

    Hofheimer Landfrauen reisten nach „Hessisch-Sibirien“

    Trotz kühler Temperaturen erlebte die Reisegruppe der Hofheimer Landfrauen ein schönes Wochenende in der Föhn-Region. Foto: oh


    HOFHEIM – In die Rhön-Region bei Bad Brückenau führte ein Ausflug des Hofheimer Landfrauenvereines, an dem insgesamt 37 Personen teilnahmen, darunter auch einige Männer. Der von Einheimischen gerne benutzte Begriff „Hessisch-Sibirien“ im Bezug auf die Temperaturen traf am vergangenen Wochenende vollends zu. Nach zweistündiger Busfahrt kam die Gruppe am frühen Samstagnachmittag in Altengronau/Sinntal an und bei kühlem Regen wurde nach einem kurzem Fußmarsch das erste Etappenziel erreicht. Im Hof des „Kirchebäckers“ fanden die Hofheimer Platz an Sitzgarnituren unter Zeltpavillons. In einer umgebauten Garage zeigte der Bäcker-Altgeselle Reinhard, wie Brote aus traditionell hergestelltem Sauerteig in einem original gemauerten Holzbackofen ausgebacken werden. Hausherr und Bäckermeister Hans Ludwig Bohnert erläuterte die aufwendige Herstellung des Sauerteiges nach althergebrachtem Rezept ohne Zusatzstoffe, der sich über zwei Tage hinweg zieht. Mit vier weiteren Herren aus Altengronau, den „Hoaderlumpen" präsentierte Sänger Bohnert musikalische Unterhaltung und erzählte kleine Geschichten aus der Rhön-Region. Auch ein kurzer, heftiger Regenguss, mit Hagelkörnern vermischt, konnte der fröhlichen Stimmung nichts anhaben. Zu Kaffee wurde frisch gebackener „Riwwelkuche" serviert und am Ende des Kirchebäcker-Besuches konnten noch warme Brote mitgenommen werden. Anschließend fuhr der Buschauffeur die Hofheimer zum Hotel Rhönhof im bayrischen Oberleichtersbach zur Übernachtung. Am Sonntag ging es gleich nach dem Frühstück wieder zurück nach Altengronau zum Schachblumenfest, das zum 20. Male von den dortigen Landfrauen ausgerichtet wurde. Der Wettermix mit Sonne und Wolken bei kühlen Temperaturen bildete eine akzeptable Kulisse für die Führung durch die Sinntal-Wiesen, denn nur dort und auf Flächen einer Hamburger Auenlandschaft gedeihen noch die besonderen Blüten der Schachblume. In zwei Gruppen unterteilt erhielten die Riedgäste von den kundigen Naturexperten interessante Informationen über diese seltene Pflanze, das Sinntal in der Rhön zählt seit 1991 zum bekannten UNESCO-Biosphärenreservat. Auf dem weitläufigen Wiesengelände befindet sich ein großer Bestand der Schachblume, der nicht „gepflegt“ wird, sondern sich in natürlicher Weise immer wieder selbst erneuert. Auch Biber haben sich mittlerweile wieder an dem Flüsschen Sinn mit seinen Nebenarmen angesiedelt. Beim Aufenthalt auf dem Festgelände gab es schmackhafte Verköstigungsangebote nebst Kuchenbüffet, ein Spaziergang zu einer Gärtnerei lohnte sich, denn dort gab es eine vielfältige Blütenpracht zu sehen. Am späten Nachmittag wurde die Heimreise angetreten und die Fahrt in die Rhön, organisiert von der Hofheimer Landfrauen-Vorsitzenden Birgit Biebesheimer, bleibt sicherlich in bester Erinnerung. zg

     

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