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Fr., 07. März 2014, 10:57 Uhr
Politischer Aschermittwoch der CDU im Vereinsheim der Eintracht
Hü oder Hott? Fastnacht und Politik haben einiges gemeinsam
Der CDU-Parteivorsitzende Alexander Bauer eröffnete den politischen Aschermittwoch im Vereinsheim der Eintracht mit kritischen Worten. Foto: Eva Wiegand
BÜRSTADT – Zuerst ein paar Worte des Parteivorsitzenden der CDU, dann wurde das Büffet für das Heringsessen eröffnet. Mit einem Späßchen vorweg über einen regelmäßig -allerdings anonym - im Rathaus anrufenden Franz Siegl der gerne den Bürgermeister Alfons Haag sprechen wolle, doch immer die gleiche Antwort bekäme: „Alfons Haag ist nicht mehr da. Das wissen doch“- „Ja, ich weiß, aber ich höre es so gern“, eröffnete Alexander Bauer den traditionellen politischen Aschermittwoch der Bürstädter CDU im Vereinsheim der Eintracht. Bauer lastet der SPD an, alle Bürgermeisterkandidaten außer Schader unterstützt zu haben. Auch ließ er sich über die erstmalige Zustimmung der SPD zum Haushalt aus. Das Land Hessen sei laut SPD Schuld an der Misere und die Sozialdemokraten sehen in Bürstadt keine Chance Geld einzusparen. „Es ist die Aufgabe der Opposition Kritik zu üben, aber auch bessere Vorschläge zu machen“, sagte Bauer. Die Grünen gingen hier mit gutem Beispiel voran: bei den Sitzungen sei regelmäßig nur die Hälfte anwesend. „So spart die Stadt einen Teil des Sitzungsgelds“, meinte der CDU-Chef trocken. Mit einem anderen Beispiel machte Bauer deutlich, dass Fastnacht und Politik so einiges gemeinsam haben: so hätten die Grünen einen Antrag auf Teilbebauung des Bürgerhausparks gestellt, der neuste Coup der Grünen sei allerdings ein Antrag auf eine Dokumentation über das Vorkommen von Zauneidechsen. Einen Blick warf der Parteivorsitzende dann nochmals auf die finanzielle Situation in Hessen. „Geld wächst nicht auf Bäumen“, meinte Bauer. Die Politik arbeite im Rahmen ihrer Gestaltungsspielräume.
Noch nie habe das Land so viel Steuern eingenommen wie heute. Das Problem sei die ungerechte Verteilung des Geldes. „Wir Hessen könnten mehr haben, wenn wir nicht so viel an andere abgeben müssten“. Pro Kopf gingen im Rahmen des Länderfinanzausgleichs 284 Euro an andere Länder, 31 % mehr als im Jahr zuvor, rechnete Bauer vor. Rheinland-Pfalz, ein Nehmerland, zum Beispiel prahle mit kostenlosen Kita-Plätzen. Eva Wiegand