Die Deutschen Reichshühner, Marans und Welsumer der Familie Lameli fühlen sich auf dem gepflegten Gelände des Kleintierzuchtvereins Hofheim wohl. Foto: Petra Gahabka
HOFHEIM – Corona ist auch an den Kleintierzüchtern nicht spurlos vorbeigegangen. Zahlreiche Aktivitäten, die fester Bestandteil des Vereinslebens sind wie das Wellfleischessen, der Kuchenverkauf vor dem Knupfer-Markt oder die Lokalschau mussten ausfallen. Auch die Vermietung des Vereinsheims für Stammtische oder private Veranstaltungen war nicht möglich.
„Dennoch blicken wir zuversichtlich in dieses Jahr und hoffen, dass es möglich sein wird, die Kleintierausstellung im Herbst durchführen zu können“, sagt Vorstandsmitglied Alexandra Lameli. Die Nachzuchten wachsen und gedeihen, das zeigt ein Besuch auf der Vereinsanlage am Sportpark an einem Samstagnachmittag. Hühner gackern, Gänse schnattern, Tauben gurren, irgendwo kräht ein Hahn. Viele Hofheimer wüssten gar nicht, dass hier ein Verein ist, erzählt die Schriftführerin. Auf dem gepflegten Gelände herrscht emsiges Treiben, in einer Parzelle wird gefüttert, nebenan werden Eier eingesammelt, Kinder toben auf der großen Wiese.
Eigene Hühner zu halten ist ein echter Trend geworden, die Pandemie hat vielen Menschen das Huhn als Haus- und Nutztier nähergebracht. Deshalb möchten die Mitglieder rund um den Ersten Vorsitzenden Manfred Russ die Hühnerhalter bei Fragen rund um die Haltung unterstützen und Hilfestellung geben. Gleichzeitig weisen die Kleintierzüchter darauf hin, dass jeder Hühnerhalter verpflichtet ist, seine Tiere in der Tierseuchenklasse zu melden und es eine gesetzliche Impflicht gegen die Tierseuche New Castle gibt. „Gerne kann man sich dazu an uns wenden und seinen Impfstoff über uns beziehen, wir verimpfen alle sechs Wochen eine Trinkimpfung“, so Lameli.
Darüber hinaus möchte man interessierten Menschen aus der Umgebung die Möglichkeit bieten, auf der Anlage in die Hühnerzucht reinzuschnuppern. „Wir würden diesen einen erfahren Zuchtpaten an die Hand geben und Tiere zur Verfügung stellen.“ Somit kann erst einmal geschaut werden, wie viel Aufwand und Organisation mit der Haltung verbunden sind. Wer sich dann für das Federvieh entscheidet, der bekommt vom Verein für jährlich 24 Euro Mitgliedsbeitrag und 100 Euro Pacht eine Parzelle zur Verfügung gestellt. „Man muss reinwachsen“, weiß Alexandra Lameli, die vor vier Jahren durch eine Freundin zu den Kleintierzüchtern kam. Mittlerweile hat sie über 100 Rassehühner und ist in diversen Züchterforen unterwegs. Und auch ihr Mann Volker kann sich für Welsumer, Bielefelder, Deutsche Reichshühner und Co. begeistern. „Hühner sind Entschleuniger“, bringt er es auf den Punkt.Petra Gahabka
Kontakt
Für Fragen rund um Hühnerhaltung und Zuchtpate steht Alexandra Lameli, Telefon 06241/83838, gerne zur Verfügung.