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  • Mo., 25. Januar 2016, 17:36 Uhr
    Große Unterhaltung mit dem SKK 50 bei der ersten Prunksitzung

    Humoristische Köstlichkeiten und fantastische Tanzshows

    Fastnacht beim SKK 50 heißt volles Programm in der Prunksitzung - bis zum fröhlichen Finale um Mitternacht, mit einer närrischen Pause von 2 x 11 Minuten. Foto: Hannelore Nowacki

    Fastnacht beim SKK 50 heißt volles Programm in der Prunksitzung - bis zum fröhlichen Finale um Mitternacht, mit einer närrischen Pause von 2 x 11 Minuten. Foto: Hannelore Nowacki

    BÜRSTADT – Die „alla hopp!“-Baustelle von der Dunkelheit verschluckt, das Bürgerhaus voll und die Stimmung bei der ersten Prunksitzung des Spiel- und Kulturkreises 50 Bürstadt (SKK 50) am Samstagabend in närrischer Bestform – dieser ersten prachtvollen Prunksitzung wird in dieser Woche am Samstag die zweite folgen. Allerdings müssen die Fische aus dem Parkteich die Fastnacht nun im Groß-Loch feiern, daran erinnert der SKK 50-Jahresorden mit der Inschrift: „Die Parkfisch‘ greife sich an de Kopp – musste umziehe wege ‚alla hopp‘“. Nachdem das Bürstädter Prinzenpaar Silke I. und Erhard I. zum närrischen Volk gesprochen hatten, bekamen die prominenten Gäste wie Bürgermeisterin Barbara Schader und Bürgermeister a. D. Alfons Haag wie auch Stadtverordnetenvorsteher Ewald Stumpf und Erster Stadtrat Walter Wiedemann im Saal ihre Orden und wurden mit Gruß und Kuss bedacht. Für den musikalischen Schwung sorgte erfolgreich die KKM-Hofkapelle mit dem Dirigenten Tobias Molitor. Der Elferrat auf der Bühne thronend hatte stets die gute Stimmung im Blick, während die beiden Sitzungspräsidenten Michael Morweiser und Thomas Schader das närrische Volk durch das fünfstündige Programm führten, wobei sie allerlei Lustiges reimten. Wer beim SKK 50 tanzt, kommt um eine Zugabe nicht herum, eine fröhliche Gesetzmäßigkeit zur Freude der Zuschauer. Die konnten nie genug bekommen und so wirbelten die Funkenmädels Luisa-Marie Morweiser und Saskia Wenz  noch einmal über die Bühne. Beim Gardetanz der Prinzengarde mit zwanzig Tänzerinnen waren das Publikum ebenso unersättlich wie später beim Showtanz der zehn „Hexen“ aus der Tanzgruppe „Salt and Pepper“. Eine zauberhafte Vorführung. Auch wer die Computerspiele noch nicht kannte, ihre karnevalistisch bearbeiteten Varianten unter dem Titel „Die wilde 13“ boten einen spannenden Augenschmaus. Sechzehn fantasievoll verkleidete Akteure tanzten und spielten und am Ende war alles gut, denn die blonde Peach war wieder mit ihrem Super Mario versöhnt. Ein rasantes Bobbycar-Rennen war als Film gedreht worden und auf der Leinwand mitzuerleben. „Zirkus“ machten dreizehn Tänzerinnen der Gruppe „Crazy Legs“ in aparter Kostümierung mit Fabian Lurg als männliche Ergänzung. Zum Schunkelwalzer der KKM-Hofkapelle zu später Stunde wogten die untergehakten Tischnachbarn einige Zeit fröhlich hin- und her, um nach dieser vergnüglichen Sitztanzeinlage drei weiteren Vorträgen und zwei sehenswerten  Showtanz-Vorführungen zu folgen. Erik Althapp war der einzige Tänzer unter den sechzehn „Bauarbeitern“ der Gruppe „Enigmatic“, eine kraftvoll tanzende Damenmannschaft im Blaumann. Die „Piraten“ eroberten vor dem Finale gegen Mitternacht die Bühne, ihr Schiff kam in schwere See und sie mussten sich gegen gruselige Gestalten im Skelettdesign durchsetzen, was ihnen mit Bravour gelang. „Stecke un Steif“ nennt sich das Männerballett, dessen elf Tänzer ihre Aufgabe wunderbar geschmeidig meistern. Sieben Vorträge waren im  Programm, sieben Mal ein besonderes Erlebnis. Zum Finale trafen sich alle Aktiven auf der Bühne, ein fröhlicher Abschied mit dem Lied „Fassenacht in Bäschdadd“. Neun Aktive wurden an diesem Abend geehrt: Jürgen Brenner für 4 x 11 Jahre, Martina Schader für 3 x 11 Jahre und Claudia Dünkel für 2 x 11 Jahre. Seit 1 x 11 Jahren aktiv sind Alicia Kukutschka, Erik Althapp, Marco Leipert, Fabian Lurg, Simon Rohel und Vassilli Voukelatos.

    Bei der Prunksitzung des SKK 50 heizte die KKM-Hofkapelle dem Publikum kräftig mit Stimmungsliedern ein. Ertüchtigung im Sitzen war mit dem Schunkelwalzer angesagt, doch nicht alle Narren und Närrinnen hielt es auf den Plätzen. Foto: Hannelore NowackiSKK


    Gesagt und gesungen, was in Bäschdadd auffiel und was Spaß macht 

    Kaum hatte „Die Marktfraa“ Marita Kilian ihren gut gefüllten Gemüsekorb abgestellt, griff sie in die große Bürstädter Original-Themenkiste. Wobei die „Stadt der Sonne“ durchaus einige Schattenseiten aufweist. Treffsicher zielte die Marktfraa aufs Lachzentrum und sprach vielen Zuhörern aus dem Herzen – und das auch noch gereimt.  Alles in allem ist sie mit Bürstadt zufrieden – denn wir sind die Perle im Ried. Dem Kulturbeirat las sie kräftig die Leviten, viel Konkurrenz zu den Vereinen sei geboten, das schmälert wohl die Meriten. Im Zwiegespräch zwischen „Vater und Tochter“ mit Viviane und Andreas Mallig ging es lustig und zwischenmenschlich zur Sache. Auch „Fragen, die die Welt nicht braucht“, bekamen eine witzige Antwort. Als Bauchredner war Mario Dingeldein mit seiner frechen Lucy in der Bütt – praktisch die Erfolgsgarantie, wenn es um gelungenen Humor geht. Anschaulich erklärte Lucy, das flauschige kleine Wesen auf Marios Arm, wie romantische Zärtlichkeit zu verstehen ist und den Unterschied zur „abnormalen“ – einfach toll. „Die Stroosekehrer“ Jürgen Brenner und Hans Ludwig konnten ein Lied davon singen, was sich in Bürstadt vom Sonneneck IV bis zum Ausfall der Fastnachtsmesse abspielt. Mit großem Spaß beim Aufkehren diverser Themen folgte ihnen das Publikum Schaufel für Schaufel. Ein Geheimtipp: „Stroosekehrer küsse gut“. Schon seit 11 Jahren macht Jürgen Brenner die Texte. Gregor Winkler begleitete die beiden humorvollen Saubermänner an der Orgel. Nach dem Schunkelwalzer machten es sich Elke Held, Heike Jung und Simone Kipfstuhl auf der Bühne beim „2. Bürstädter Hausfrauen-Talk“  gemütlich, interviewt von Frank Gumbel, der die eigenwilligen Damen nicht ganz unter Kontrolle brachte. Marcel Kilian bewies als Märchenerzähler mitreißendes Können, was auch daran lag, dass er das „Märchen Hänsel & Gretel“ singend vortrug, mit ungewohnten Texten nach musikalischen Vorlagen wie Country Roads von John Denver oder „Skandal im Sperrbezirk“ von der Spider Murphy Gang. Um mit Wolfgang Petry zu sprechen: „Wahnsinn“ diese lustigen Texte. Bekanntlich haben es Sekretärinnen oft nicht leicht, aber viel Spaß an der Arbeit wie Ines Schambach, die kurz vor Mitternacht ganz klassisch als „Sekretärin“ reimte und als lebenslustige „Office Managerin“ endete.  Hannelore Nowacki



     

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