Feuerwehreinsatz auf der ICE Strecke Mannheim-Frankfurt / Reisende evakuiert
ICE-Notstopp nach Brandgeruch bei Bobstadt
Großeinsatz für die Feuerwehren Bürstadt und Bobstadt; Am Samstag wurde aus einem ICE Brandgeruch gemeldet, glücklicherweise gab es keine Personenschäden. Foto: oh
BÜRSTADT/BOBSTADT – Um 16.57 wurden am Samstag die Feuerwehren Bürstadt und Bobstadt mit dem Alarmstichwort „Zug brennt“ zum Einsatz gerufen. Ein ICE stand kurz nach dem Bahnübergang Bobstadt notfallmäßig auf freier Strecke. Die Fahrgäste hatten in einem hinteren Wagenabteil Brandgeruch und Rauchentwicklung festgestellt und das Bordpersonal informiert. Die Feuerwehr kontrollierte den Wagen 24 und konnte kein offenes Feuer entdecken. Trotz Einsatz von Wärmebildkamera und Luftmessungen konnte kein Brandherd lokalisiert werden. Allerdings war ein deutlicher Schmorbrandgeruch wahrnehmbar.
Viele der Reisenden gerieten in leichte Panik, da sie zum Flughafen Frankfurt mussten. Daher entschieden sie spontan auszusteigen und versuchten, ihre Reise mit selbst organisierten Taxen fortzusetzen. Dies gestaltete sich als sehr schwer, da für die vielen Passagiere nicht genug Taxen aus Biblis, Bürstadt und Lampertheim zur Verfügung standen.
Die Bahnwärterin und Anwohner taten ihr möglichstes, um zu helfen. Sogar ein Taxi aus Bensheim wurde gerufen und konnte die Fahrt nach Frankfurt antreten. Ob zwei Reisende, deren Abflug um 20 Uhr starten sollte, es auf die Malediven geschafft haben, ist nicht bekannt.
Die hinteren sechs Wagons des ICE wurden, mit Unterstützung der Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst, evakuiert. Die Zuggäste wurden auf die vorderen Wagons aufgeteilt, bei Behinderten unter Einsatz von Tragehilfen. Gegen 19.15 war der Einsatz beendet, glücklicherweise gab es keine Personenschäden. Die Zugstrecke konnte wieder freigegeben werden. zg