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  • Do., 18. März 2021, 10:03 Uhr
    WIR IM QUARTIER: Quartiersbüro am Beethovenplatz wieder regelmäßig dienstags besetzt

    Ideen, Projekte, Vernetzung - für das Wir-Gefühl im Quartier

    Immer dienstags von 10 bis 17 Uhr ist das Quartiersbüro am Beethovenplatz geöffnet. An der Eröffnung im kleinen Kreis unter Coronabedingungen nahmen Bürgermeisterin Barbara Schader (vorne), Stefanie Reis, Abdalla Gdoura und Oliver Haberer teil. Foto: Hannelore Nowacki


    BÜRSTADT – „WIR im Quartier … HIER!“ ist das Leitmotiv des Quartiersbüros am Beethovenplatz und bedeutet zugleich eine Einladung an die Menschen im Gebiet der östlichen Kernstadt mit Ideen, Projekten und vielfältiger Vernetzung ein Wir-Gefühl zu entwickeln. Seit Dienstag hat das Quartiersbüro wieder regelmäßig geöffnet - immer dienstags von 10 bis 17 Uhr.  Der Tag der offiziellen Eröffnung des Quartiersbüros mit Familienfest, Musik und Aktionen im vergangenen Jahr stand bereits fest, die Plakate und Flyer waren gedruckt – dann kam die Coronakrise und bremste die Pläne aus. Ein Fest konnte jetzt wieder nicht stattfinden, aber eine Pressekonferenz mit Bürgermeisterin Barbara Schader und den Ansprechpartnern, die während der Öffnungszeiten vor Ort sind und wenn es die Lage wieder zulässt, auch mobil unterwegs sein werden. Dabei spielt ein besonderer Tisch als sichtbares Zeichen für die Verwurzelung im Quartier eine Rolle, ein handwerkliches Unikat aus Holz, an dem man sich entspannt zu Gesprächen treffen kann. Das Zusammenleben im Quartier „östliche Kernstadt“ gemeinsam gestalten durch vielfältige Bürgerbeteiligung, darum geht es beim Bund-Länder-Förderprogramm „Soziale Zusammenhalt“  mit Einrichtung eines Quartiermanagements. Im Jahr 2017 wurde die Stadt Bürstadt nach ihrer Bewerbung in das Programm aufgenommen. Das Quartiersbüro ist die zentrale Anlaufstelle für alle Bürger im Quartier und darüber hinaus, die Adresse für Ideen, Wünsche, Anliegen, Hinweise, Kritik und Fragen. Teilhabe und Integration aller Bevölkerungsgruppen vor Ort, die Stärkung des nachbarschaftlichen, sozialen und stadtweiten Zusammenhalts sowie die Mobilisierung bürgerlichen Engagements sind Ziele des Förderprogramms. Als Ansprechpartner für das Quartier ist die Sozialagentur Fortuna von der Stadt Bürstadt beauftragt, die auch für die Betreuung des Jugendhauses zuständig ist. Quartiersmanager Oliver Haberer und Teammitglied Stefanie Reis erläuterten die Aufgaben und stellten das Projekt „Vielfalt im Glas“ vor. In den letzten Monaten hat das Team über Telefon und E-Mail Kontakt mit den Bürgern gehalten, die Tafel unterstützt, den Einkaufsservice organisiert und das Biotop-Projekt vorangebracht. Auch die Ansprechpartner für Beratung Soziales und Integration waren erreichbar, Gerasimoula Grigoraki als städtische Mitarbeiterin im Rathaus und Abdalla Gdoura im Interkulturellen Büro. Ab jetzt sind ihre Sprechzeiten dienstags von 15 bis 17 Uhr im Quartiersbüro. Bürgerbeteiligung bedeute nicht gegen etwas sein, sondern sich engagieren, einbringen, Zeit investieren, erklärte Bürgermeisterin Schader, so wie es in der östlichen Kernstadt begonnen hatte – mit Stadtspaziergang und Workshop. Dabei erinnerte sie an den verstorbenen Quartiersmanager Jürgen Knödler, der an diesem Tag seine Freude gehabt hätte. Als weitere Themen der Quartiersarbeit im Sinne einer gesunden Stadtentwicklung sprach Schader die Obdachlosen- und Familiensituation mit Homeschooling in Verbindung mit Chancengleichheit und Partizipation an. Der Bildungs- und Sportcampus liege im Quartier, ein Vorhaben der Zukunftsgestaltung in sozialer Verantwortung für alle Generationen und Nationen, mit gemeinsamer Planung der Schulen und Vereine. Stefanie Reis sieht den Vorzug der kurzen Wege, als Kümmerer vor Ort und als Ansprechpartner präsent zu sein, zu informieren und die Leute zu unterstützen ihre Lebenswelt mitzugestalten. Auch das Biotop ist ein Projekt mit Bürgerbeteiligung, erklärte Quartiersmanager Haberer. Demnächst werde ein Film darauf aufmerksam machen und zu Ideen einladen, ganz professionell nach  Drehbuch. Das Quartiersbüro ist auch Geschäftsstelle für den Verfügungsfonds zur finanziellen Unterstützung bürgerschaftlich orientierter Projekte. Das Land Hessen stellt dafür jährlich 25.000 Euro zur Verfügung. Hannelore Nowacki

    Information

    Von der Idee zum Projekt – das Quartiersbüro hat die Formulare für die Antragsstellung und unterstützt beim Ausfüllen. Privatpersonen, Vereine und Institutionen mit Bezug zum Stadtgebiet können ihr ehrenamtliches Projekt aus dem Förderbudget mit bis zu 1.000 Euro finanzieren. Das können beispielsweise Projekte sein, die nachbarschaftliche Kontakte, Aktivitäten und Zusammenhalt fördern oder die Lebensqualität des Fördergebiets erhöhen. Auch Aktionen im öffentlichen Raum wie Outdoor-Kunst, Ausstellungen, Verschönerungsaktionen, Stadtteil-Feste, Theater- und Kreativkurse sind möglich. Entscheidend sind bestimmte Kriterien, so könnte das Projekt die Generationen, Milieus und Ethnien verbinden, Selbsthilfe, Eigeninitiative und Teilhabe unterstützen oder positive Impulse für weitere Entwicklungen auslösen.   

    „Vielfalt im Glas“ ist ein Projekt, das die Vielfalt im Quartier zum Ausdruck bringen soll. 
    Wer mitmachen will, holt sich bis zum 6. April ein Glasgefäß dienstags im Quartiersbüro am Beethovenplatz (Bürgermeister-Siegler-Straße 29) ab, gestaltet damit ein kleines Kunstwerk und gibt es bis 27. April im Quartiersbüro ab. Die Vernissage ist am 4. Mai geplant. Teilnehmen können Vereine, Institutionen und Privatpersonen mit Bezug zum Stadtteil. Damit das Werk zugeordnet werden kann, bitte mit einem Fähnchen oder kleinen Banner mit dem Schriftzug „WIR im Quartier“ und Namen versehen. Stefanie Reis und Abdalla Gdoura stellten die gestalteten Vasen von Jugendhaus und Interkulturellem Büro vor. Foto: Hannelore Nowacki

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