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    SPORTHALLE: Sanierung aufwändiger und teurer als geplant / Aus 800.000 Euro wurden 4,5 Millionen Euro

    Im Frühjahr fertig – energetisch und optisch Spitze

    Bürgermeister Gottfried Störmer fasste die Geschichte und Probleme der Hallensanierung zusammen, die jetzt nicht wie geplant im Dezember abgeschlossen ist.
    Foto: Hannelore Nowacki

    HOFHEIM – Eigentlich hätte die Übergabe der Sporthalle im Dezember stattfinden sollen, so versprach es das Bauschild und auch Alexander Scholl, der bei der Besichtigung der Baustelle im Sommer noch Ortsvorsteher war, hatte angekündigt, dass bis Ende des Jahres hier wieder Sport betrieben werden könne. Zwar konnte Bürgermeister Gottfried Störmer am Mittwoch die Übergabe nicht feiern, aber die eingeladenen Vertreter der Lokalpolitik und am Bau beteiligten Firmen, der beteiligten Verwaltungsmitarbeiter sowie Vereinsvertreter und die Rektorin der Nibelungenschule Hofheim Cornelia Schürer konnten sich ein Bild vom aktuellen Baufortschritt machen und waren zu einem kleinen Umtrunk eingeladen. Während im Außenbereich noch deutliches Baustellenambiente vorherrscht, macht die Halle selbst bereits einen fertigen Eindruck und begeistert durch ihre freundliche helle Ausstrahlung und die dekorative Verfeinerung an den Kopfenden: Sportler-Silhouetten auf grauem Grund mit Bällen in schwungvoller Aktion und gegenüber in riesigen Lettern geschrieben eine kraftvolle Willensbekundung „Ich will! Ich kann! Ich werde!“ Ein feiner frischer Duft liegt in der Luft, mit einer leichten Holznote, wahrscheinlich von den neuen Prallwänden ausgehend. Angenehm arbeitet die neue Deckenheizung. Am Gebäudeeingang mussten die Besucher blaue Bodenschoner über die Schuhe ziehen, um den neuen Hallenboden zu schonen. Ein Schild weist darauf hin, dass die Halle nur mit Turnschuhen betreten werden darf. In seiner Rede ließ Störmer Vorgeschichte seit 2021 und Verlauf der Sanierungsarbeiten Revue passieren und erklärte, warum die Nutzer bis Frühjahr 2026 warten müssen.

    Blick von der Tribüne in die Halle.
    Foto: Hannelore Nowacki

    Gespart wo es möglich war

    Aus der ursprünglich geplanten einfachen energetischen Sanierung entwickelte sich nach mehreren Überraschungen während der Bauarbeiten ein Großprojekt, in Kosten ausgedrückt: Aus geplanten 800.000 Euro wurden 4,5 Millionen Euro. „Das können wir uns als Stadt eigentlich nicht leisten“, ließ Störmer wissen. Doch von der Wi-Bank kamen 321.000 Euro, Sportland gab 24.500 Euro, Zukunft Umwelt steuerte 150.000 Euro bei – insgesamt seien 550.000 Euro an Fördermitteln zusammengekommen. Zur Verzögerung beigetragen hätten auch Lieferprobleme und der Ausstieg der beauftragten Planer im Juni 2023 beigetragen. Schadstoffe in der Dachdämmung wurden entdeckt, der Brandschutz musste angepasst werden und am Ende machte die äußere Gebäudehülle durch Brandschutz und zusätzliche Dämmung die Halle zum teureren „Sonderbau“. Neu sind unter anderem Belüftung, Beleuchtung, die PV-Anlage auf dem Dach, die Prallwände und drei zusätzliche Fluchttüren, geheizt wird mit Gas. Eine lange Liste der beteiligten Firmen verlas Störmer, mit denen Projektleiterin Nicole Giacomazzi vom technischen Immobilienmanagement der Stadt Lampertheim zusammenarbeitete. Beim anschließenden Rundgang wies Giacomazzi darauf hin, dass so weit wie möglich Material aufgearbeitet wurde anstatt neu zu kaufen - zum Beispiel die Holzsitze auf der Tribüne für 200 Zuschauer, die Treppengeländer aus Holz und die Trennwände in den Duschen. Die alten Bodenfliesen bleiben erhalten, die Wände in den Duschen mussten dagegen neu gefliest werden. Boden und Decke in den Umkleiden sind neu. Die alten Heizkörper erstrahlen frisch lackiert in neuem Glanz. Ein freundliches Grün setzt überall Akzente. An vielen Stellen muss noch gearbeitet werden. Im Frühjahr werden die Technischen Betriebsdienste der Stadt Lampertheim im Außenbereich für neues Grün sorgen.

    „Die Halle ist schön geworden“, findet Rektorin Schürer. Aber bis ihre Schüler im Frühjahr hier wieder Sportunterricht haben, müssen die 17 Klassen der Grund- und Hauptschule wie bisher während der Sanierung mit der kleinen eigenen Turnhalle der Nibelungenschule zurechtkommen, was eine Herausforderung bedeute.

    Hannelore Nowacki

    Die Sporthalle mit neuer Außenhülle, die neue Begrünung des Außenbereichs kommt im Frühjahr.
    Foto: Hannelore Nowacki

     

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