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  • Sa., 10. März 2018, 20:22 Uhr
    Spatenstich der Baugenossenschaft Lampertheim für 20 barrierefreie und öffentlich geförderte Wohnungen

    Im Heideweg entsteht neuer sozialer Wohnraum

    Strahlende Gesichter gab es beim Spatenstich zu 20 öffentlich geförderten Wohnungen im Heideweg – trotz Kritik an den Auflagen für den sozialen Wohnungsbau. Foto: Benjamin Kloos
    LAMPERTHEIM – 20 neue barrierefreie und öffentlich geförderte Wohnungen werden im Heideweg in Lampertheim durch die Baugenossenschaft Lampertheim gebaut – am Freitag erfolgte der Spatenstich für das Projekt, das bis zum dritten Quartal 2019 bezugsfähig sein soll.
    Zehn Zweizimmerwohnungen mit einer Fläche von 50 bis 60 Quadratmetern, neun Dreizimmerwohnungen mit 78 bis 83 Quadratmeter Wohnfläche sowie eine Vierzimmerwohnung mit bis zu 94 Quadratmetern sollen auf dem 1.267 Quadratmeter großen Grundstück entstehen, mit voraussichtlich 3.557.000 Euro Herstellungskosten. Diese werden zu 549.000 Euro von der Baugenossenschaft, zu 222.000 Euro von der Stadt sowie zu 1.426.000 Euro vom Land getragen, die restlichen 1.360.000 Euro werden über den Kapitalmarkt abgedeckt. Damit errechnet sich eine Kaltmiete von 6,50 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.
    „Wohnungsbau ist für uns in erster Linie sozialer Wohnungsbau und wir sind immer bereit, uns hier in Lampertheim in diesem Bereich zu engagieren – allerdings müssen hierfür die Rahmenbedingungen stimmen. Denn eines ist klar: Die Herausforderungen für den sozialen Wohnungsbau sind sehr hoch, auch in Bezug auf die umzusetzenden Richtlinien”, betonte Fritz Götz, Vorstandsmitglied der Baugenossenschaft Lampertheim und kritisierte diese hohen bürokratischen und häufig realitätsfremden Auflagen. Daher stellte er den Spatenstich unter das Motto „Endlich geht es los”. Denn „endlich ist es soweit, das gebaut werden kann. Vor drei Jahren wurde die konkrete Entwicklung gestartet, im Hinterkopf war die Idee hierfür bereits seit 2005, als wir dieses Grundstück von der Stadt erwerben konnten. Bereits damals war klar, dass das Bestandsgebäude weg und dafür etwas neues entstehen sollte. Vor drei Jahren wurde das Haus durch freiwillige Mieterwechsel leer und die konkrete Objektplanung konnte beginnen”, blickte Fritz Götz zurück und stellte klar: „Wir richten uns immer nach den bestehenden Bebauungsplänen, stets in Abstimmung mit dem Kreisbauamt. Und auch der Behindertenbeirat wurde gerade mit Blick auf die Barrierefreiheit frühzeitig mit eingebunden.”
    Bedauerlich fand Fritz Götz, dass zwar viele Gäste wie Bürgermeister Gottfried Störmer, dessen Vorgänger Erich Maier oder der Erste Stadtrat Jens Klingler zu diesem für den Wohnungsbau in Lampertheim wichtigen Termin gekommen waren, aber nur zwei Fraktionsvorsitzende der Parteien in der Stadtverordnetenversammlung – nämlich von SPD und FDP. Dies besonders vor dem Hintergrund jüngster Kritik an der Arbeit der Baugenossenschaft, die Fritz Götz zurückwies. „Daher ist diese Tatsache besonders schade, denn wir wollen lieber miteinander als übereinander reden”, lud er zum Gespräch ein.
    Doch an diesem Tag stand etwas anderes im Vordergrund, und so konnte der Spatenstich für das bedeutende Bauprojekt durchgeführt werden – auch Bürgermeister Gottfried Störmer zeigte sich diesbezüglich sehr erfreut. Gespannt werden nicht nur die direkten Anwohner, die ebenfalls zum Spatenstich eingeladen waren, die Bauentwicklung verfolgen – im Herbst soll das Richtfest stattfinden, die ersten Mieter dann in 1,5 Jahren einziehen. Benjamin Kloos



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