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  • Fr., 27. März 2015, 12:10 Uhr
    Polizeiliche Kriminalstatistik zeigt erfreuliche Tendenzen

    Im Ried lebt es sich recht sicher

    Polizeioberrat Thomas Bauer (in Uniform), Leiter der Polizeistation Lampertheim-Viernheim, hatte insgesamt positive Nachrichten für die Bürger der Riedkommunen. Zu den einzelnen Deliktkategorien nahmen die Leiter der dezentralen Ermittlungsgruppen Stellung – Kriminalhauptkommissar Jürgen Bauer (Mitte) ist für den Bereich Groß-Rohrheim bis Lampertheim zuständig, Kriminalhauptkommissar Dietmar Rodenheber für Viernheim. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Sind die Zeiten unsicherer geworden? Muss man Angst haben? Bei einem Pressegespräch in der Polizeistation Lampertheim-Viernheim in der Florianstraße am Mittwoch präsentierten drei leitende Polizeibeamte die polizeiliche Kriminalstatistik 2014 für ihren  gesamten Dienstbereich, der von Groß-Rohrheim über das Mittelzentrum Ried bis nach Viernheim reicht. Polizeioberrat Thomas Bauer, Leiter der Polizeistation Lampertheim-Viernheim, machte deutlich, dass es sich mit 93.000 Einwohnern um die größte Polizeistation in Südhessen handelt. Schon der Vergleich der Jahre 2013 und 2014 in der polizeilichen Kriminalstatistik gibt eine erfreuliche Entwicklung wider: Die Straftaten gingen von 4.471 auf 3.964 zurück, das sind 507 Straftaten weniger. Am Beispiel ausgewählter Delikte zeigten die Beamten  die Anzahl der Straftaten und Aufklärungsquoten sowie die sich daraus ableitbaren Tendenzen. Die Zahlen für sich genommen seien ohne den genauen Blick auf die Zusammenhänge häufig nicht aussagekräftig, da beispielsweise für lokale Häufungen von Straftaten manchmal ein Serientäter verantwortlich sein kann. Jürgen Jakob, Leiter der dezentralen Ermittlungsgruppe in Lampertheim, berichtete über die Kriminalitätsentwicklung der Riedkommunen, Dietmar Rodenheber, der die dezentrale Ermittlungsgruppe in Viernheim leitet, interpretierte die Viernheimer Zahlen. Wobei Viernheim eine Eigenart aufweist: Die meisten ungesetzlichen Aktionen werden von heimischen Straftäter verübt, sie bleiben auch gerne am Ort. Weniger als in den Riedkommunen suchen reisende Straftäter die Bevölkerung dort heim. Insgesamt lebt man im Ried recht sicher, das beweist die Statistik. Aufpassen sollten Fahrradbesitzer, denn Fahrräder sind bei Dieben im Flachland sehr beliebt. Einig sind sich die Beamten, dass kodierte Fahrräder sehr selten gestohlen werden. Um sich besser vor einem Wohnungseinbruch zu schützen, empfehlen die Polizisten, Haus und Wohnung belebt aussehen zu lassen. Nicht beleuchtete Wohnungen und Häuser werden von Einbrechern bevorzugt. Am liebsten bleiben sie unerkannt und versuchen ihr Einbrecherglück von hinten an Terrassentüren, wo sie vor Blicken geschützt sind. Bei Körperverletzungen seien Täter und Opfer meistens bekannt, weil sich diese Delikte vorwiegend im Bereich persönlicher Beziehungen, häuslicher Gewalt und Bekanntschaften ereignen. Der Fremde, der einem Spaziergänger auf  Straßen und Wegen auflauert und zuschlägt, ist die Ausnahme, die im Berichtsjahr  offenbar nicht vorkam. Einbruchdiebstahl aus Kraftfahrzeugen lasse sich einfach verhindern, indem man seine Handtasche, Geldbeutel oder anderes weder offen liegen lässt noch unter dem Sitz versteckt, raten die Polizisten. Die Aufklärungsquoten sind hier niedrig, weil es an Zeugen und Spuren mangelt. Zu den ausgewählten Delikten, über die Zahlen vorgelegt wurden, gehörten auch Sachbeschädigungen und KfZ-Diebstahl. PKWs werden dank guter Sicherung immer seltener gestohlen, in die Statistik fallen aber auch Baufahrzeuge und Traktoren. In Lampertheim waren es im Jahr 2014 259 Delikte weniger als im Vorjahr, in Bürstadt wurde ein Rückgang um 132 Delikte verzeichnet, auch in Biblis mit 35 Delikten weniger und in Groß-Rohrheim mit 39 Delikten weniger setzte sich die erfreuliche Tendenz fort. Auch Viernheim darf sich mit 190 Delikten weniger sicherer fühlen. Hannelore Nowacki

     
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