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Di., 14. April 2015, 10:09 Uhr
SPD-Landratskandidat Gerald Kummer und Ortsvorsteher Horst Werner Schmitt betonen Notwendigkeit der B47-Umgehung um Rosengarten
„Im Sinne der Gesundheit der Bürger müssen alle an einem Strang ziehen"
Ortsvorsteher Horst Werner Schmitt (l.) erläuterte SPD-Landratskandidat Gerald Kummer (r.) die aktuelle Situation rund um die B 47 in Rosengarten. Foto: Benjamin Kloos
ROSENGARTEN - „Das Wichtigste ist die Gesundheit der Menschen. Seit Jahrzehnten sind die Einwohner des Rosengarten nicht nur Lärm, sondern vor allem auch dem schädlichen Feinstaub ausgesetzt. Deshalb müssen alle politischen Verantwortlichen an einem Strang ziehen, um diese Situation zu ändern" - darüber waren sich Rosengartens Ortsvorsteher Horst Werner Schmitt, SPD-Landratskandidat Gerald Kummer, Vertreter der ortsansässigen FWG sowie interessierte Bürger bei einem Vororttermin zur Berufsverkehrszeit an der B 47 einig.
Nachdem Ortsvorsteher Schmitt Landratskandidat Kummer empfangen hatte, führte er in „von einem Kleinod, auf das wir stolz sind,nämlich dem Bürgerhaus mit integrierter Kindertagesstätte, zu einem Kleinod, das wir gerne los wären - der B 47 die mitten durch unsere Gemeinde führt."
Schmitt erläuterte Kummer die aktuelle Situation: „Für Mitte des Jahres ist uns jetzt der Planfeststellungsbescheid angekündigt worden, ab Anfang Mai wird die B 47 in Rosengarten bereits unabhängig von einer Umgehungsstraße saniert - wie Sie sehen, wird dann aufgrund des Verkehrsaufkommens vermutlich das reine Chaos ausbrechen. Bereits jetzt stehen die Autos teilweise bis Bürstadt zurück."
„In Sachen B 47 vertrete ich eine klare Position: Die Umgehungsstraße ist unbedingt erforderlich, auch wenn diese in landwirtschaftliche Fläche eingreift. Im Sinne der Landwirte sollte dieser Eingriff jedoch so gering wie möglich sein, sie dürfen nicht durch zu schaffende Ausgleichsflächen zusätzlich belastet werden", stellte Gerald Kummer klar. „Wir benötigen hier vor Ort eine richtige Infrastruktur, sowohl für die Schaffung neuer Arbeitsplätze als auch von Neubaugebieten ist eine eine richtige Straßenanbindung wichtig. Dazu gehört gerade auch der fließende Verkehr rund um die Rheinbrücke." Kummer zeigte sich verwundert darüber, dass im Zuge des Neubaus der zweiten Rheinbrücke nicht direkt die Fortführung in Rosengarten umgesetzt wurde. „Solch ein wichtiges Projekt muss man zu Ende planen und nicht stückweise umsetzen", ergänzte er.
Wichtig sei, jetzt dafür zu sorgen, dass die Finanzierung bereit steht, wenn der Planfeststellungsbescheid kommt - denn dieser ist, so wusste Kummer zu berichten, immer mit Sofortvollzug ausgestattet. „Für die Finanzierung ist in diesem Fall der Bund zuständig. Der Kreis Bergstraße ist in der glücklichen Lage, mit Dr. Michael Meister (CDU) und Christine Lambrecht (SPD) zwei Bundestagsabgeordneten in Berlin vertreten zu sein, die keine Hinterbänkler sind, sondern deren Wort Gewicht hat. Damit die Menschen vor Ort entlastet werden, müssen jetzt alle gemeinsam zusammenarbeiten, über Parteigrenzen hinweg." Benjamin Kloos