CDU beim politischen Aschermittwoch in Hochstimmung
Im Wahlkampfmodus mundartlich heiter
Als Redner stimmten sie die Freunde der CDU auf den Wahlkampf ein: Spitzenkandidat und Erster Stadtrat Walter Wiedemann und Landtagsabgeordneter Alexander Bauer, der auch Stadtverordneter und CDU-Vorsitzender ist. Foto: Hannelore Nowacki
BÜRSTADT – Beim „politischen Aschermittwoch“ des CDU-Stadtverbandes im fast voll besetzten Nebenraum bei der DJK Eintracht in der Wasserwerkstraße war vor dem Heringsessen eine halbe Stunde Konzentration auf Politik und Wahlkampf angesagt. Bürgermeisterin Barbara Schader mit Ehemann Klaus war gekommen, ebenso Stadtverordnetenvorsteher Ewald Stumpf mit Ehefrau Veronika sowie eine ganze Reihe weiterer Mandatsträger. Die beiden Redner hatten den Wahlkampfmodus kräftig hochgefahren – Parteivorsitzender Alexander Bauer würzte seine Rede mundartlich mit einem schönen Schuss Heiterkeit und gestand: „Wie gerne mach ich am Aschermittwoch über die Opposition meine Witze“. Spitzenkandidat Walter Wiedemann stimmte die Zuhörer, Freunde und Mitglieder der CDU, mit einer detailreichen Erfolgsbilanz seiner Partei in Bürstadt auf die nächsten fünf Jahre ein, nannte die Ziele seiner Partei und schonte die Opposition nicht, die sich mit fremden Federn schmücke. Zum Programm dieses „Fastnachtsabschlussfestes“ teilte Bauer mit: „Es geht um die Wahl und es geht auch um die Bäschdädder Genosse“.
Die würzige politische Vorspeise mit zwei Wahlkampfreden zum politischen Aschermittwoch fand bei den Freunden und Mitgliedern der CDU Beifall. Dann war der Hering mit Pellkartoffeln dran. Foto: Hannelore Nowacki
Deren Ziel, die Mehrheit in Bürstadt zu gewinnen, kommentierte Bauer mit dem Wunsch: „Der Wähler möge es verhindern – das wäe fär unser Bäschdadd das jüngste Gericht“. Auch die Grünen bekamen ihr Fett weg: „Die Griene du isch heit verschone, iwwer dere ähner Arbeit dud koa Wort sisch lohne“. Zuversichtlich meinte Bauer: „Doch die Wähler sinn net dumm und merke ganz schnell was stimmt“. In seinem Rundkurs durch die Bürstädter Projekte von der Innenstadt über den Bahnhof zum Sportpark mit Jugendhaus und Altenpflegeheim nahm Bauer die Leistungen auch der Bürgermeisterin in den Blick und kam zu dem Schluss: „Wir sind ein Team, wir mache die Musik, die Bojemoaschterin und die CDU, die sind der Hit – des wisse die Junge und auch die Alte, wir wolle ah nach dem 6. März gemeinsam Zukunft gestalte“. Spitzenkandidat Wiedemann beschrieb die aktuellen Themen, „die den Stempel CDU Bürstadt tragen“ und verwies für viele weitere Themen auf das Wahlprogramm. Da der gesetzlich geforderte Haushaltsausgleich in den nächsten Jahren Investitionen ohne Fördergelder nur schwer möglich mache, unterstütze die CDU die Bürgermeisterin bei der „oft schwierigen Suche nach diesen finanziellen Unterstützungen von Land, Bund und Europa“. Die „stetig vorwärts gewandte Stadtentwicklung“ werde in der Nachbarschaft „etwas neidig“ gesehen. Plangemäß kam dann die Meldung des Hausherrn Rainer Beckerle, dass Hering und Pellkartoffeln angerichtet seien. Hannelore Nowacki