Kontrolle und Reinigung von Nistkästen im Bürstädter Wald
Im Winter den Frühling im Blick
Das tatkräftige Team aus insgesamt zehn Vogelfreunden und NABU-Aktiven kontrollierte und reinigte in Zweiergruppen die 150 Nistkästen. Foto: Michael Held
BÜRSTADT - Bei sonnigem Winterwetter gab es eine "Staffelstab-Übergabe" der besonderen Art. Denn die Vogelfreunde Bürstadt hatten den NABU Bürstadt gebeten, die von ihnen aufgehängten und über Jahrzehnte vorbildlich betreuten Nistkästen im Bürstädter Wald zu übernehmen, um auch in Zukunft die regelmäßige Kontrolle und Reinigung dieser Nisthilfen zu gewährleisten. So kam es dazu, dass Heinz Eisenhauer Stäbe an die Helferinnen und Helfer des NABU Bürstadt überreichte, mit denen die Nistkästen zum Zwecke der Reinigung ab- und wieder aufgehängt werden können. In einem tatkräftigen Team aus insgesamt zehn Vogelfreunden und NABU-Aktiven ging es dann in Zweiergruppen an die Kontrolle und Reinigung der 150 Nistkästen. In einem Großteil der Kästen fanden sich alte Nester von Meisen und Trauerschnäppern. Während Meisen vor allem Moos gerne für ihre Nester verwenden fertigen Trauerschnäpper ihr lockeres Nest aus trockenen Blättern, Gräsern und Rinde. In manchen der Nester fanden sich sogar noch unausgebrütete Eier von Trauerschnäpper beziehungsweise Meise. Teilweise waren die Kästen auch von Wespen, Hornissen oder dem Schwammspinner genutzt worden. Der Schwammspinner ist ein Wärme liebender Nachtfalter, der sich gerade in warm-trockenen Sommern wie 2018 stark vermehrt. Doch nach der Reinigungsaktion der "unverfrorenen" Naturschützer sind die Bruthöhlen für Blau-, Kohl- und Sumpfmeise, Trauerschnäpper oder auch Kleiber wieder bezugsfertig. Zum Abschluss der Aktion schenkte Heinz Eisenhauer allen Helfern je nach Vorliebe heißen Kaffee und heißen Apfelwein aus den eigens mitgebrachten Thermoskannen aus. Alle Helferinnen und Helfer freuten sich über den zügigen Verlauf der Aktion, die Sonne am Himmel und die herzliche Gemeinschaft. Wie zum Dank tirilierten mehrere Kohlmeisen im Geäst oberhalb der munteren Helferrunde und natürlich folgt die Fortsetzung der Aktion im Folgejahr, damit noch viele Singvögel Platz finden im „aufgeräumten Eigenheim" und so für Nachwuchs und abwechslungsreichen Gesang sorgen können. zg