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  • Do., 28. August 2025, 10:12 Uhr
    SCHILLERSCHULE IN BÜRSTADT: Feierstunde zur Einweihung des Neubaus mit 600 Schülern und vielen Gästen

    Imposantes Schulhaus mit Marktplätzen im Clusterformat

    Zum Abschluss der Feierstunde wurde zur Einweihung das rote Band gemeinsam durchschnitten. Danach durften die Kinder zum Unterricht, während die Gäste zu einem Rundgang und zum Schnittchenbüffet aufbrachen.
    Foto: Hannelore Nowacki

    BÜRSTADT – Der sonnige Sommertag am Montag passte perfekt zur Einweihungsfeier im Freien und zur fröhlichen Stimmung der 600 Grundschulkinder, die sich auf dem Schulhof vor ihrem neuen Schulhaus mit den Lehrkräften versammelt hatten und zur Begrüßung der Gäste das Schillerschullied aufführten in dem es heißt: „Das ist 'ne tolle Schule, das weiß doch jedes Kind, wir sind alle froh, dass wir in Bürstadt an der Schillerschule sind“. Mit Beginn des neuen Schuljahrs eine Woche zuvor lernen die Jungen und Mädchen im neuen Schulhaus. Nicht alle Kartons sind ausgepackt und in der Bibliothek ist noch viel Platz in den Regalen, aber sie ist in der Mittagspause schon Anziehungspunkt für viele junge Bücherfreunde. Gemeinsam mit Lena Schaffert, der Sprecherin des Schulparlaments, begrüßte Schulleiter Torsten Wiechmann die Schulgemeinschaft und die Gäste, unter ihnen Bürgermeister Boris Wenz und seine Amtsvorgängerin Barbara Schader, die am Bau und der Planung Beteiligten sowie Schul- und Kitaleitungen und viele, die in Bürstadt Rang und Namen haben.
    Was den Kindern an der neuen Schule wohl besonders gefällt? Nach einer Woche Erfahrung in der neuen Umgebung berichteten Sprecherinnen und Sprecher der einzelnen Klassen von ihren Eindrücken: „Es sieht aus wie ein Fünf-Sterne-Hotel“ war zu hören, ein Eindruck, der sich beim späteren Rundgang durchaus bestätigen ließ. Auch die neuen digitalen Tafeln, auf denen man mit den Fingern schreiben kann, kommen gut an. Viel Platz gebe es jetzt und man könne gut arbeiten. Alles sei modern, auch ihren Marktplatz finden die Kinder toll. Für Nichtkenner der Umstände etwas überraschend war die deutliche Mehrfachnennung der Toiletten – die werden durchweg gelobt als modern und sauber mit Seife und Papier, im Gegensatz zur früheren Situation. Damit das so bleibt, solle jeder darauf achten, mahnte Schulleiter Wiechmann freundlich. Für ihren Mut vor großem Publikum zu sprechen, lobte Wiechmann die Kinder. Sichtlich mit Freude sangen die Kinder das zweite Lied mit dem Titel „Neue Schule, neues Glück“. Schulleiter Wiechmann dankte allen, die sich für diesen neuen Lernort stark gemacht haben, dem Kreis Bergstraße als Schulträger, den parlamentarischen Gremien, dem Architektenteam und den Firmen, die zuverlässig gearbeitet haben, und auch den Schülern, Lehrkräften und Mitarbeitern, die gelassen und flexibel über die Jahre mit der Baustelle zu leben und arbeiten lernten. Dem Entgegenkommen der Stadt Bürstadt sei zu verdanken, dass die Containermodule für den ausgelagerten Unterricht im öffentlichen Raum platziert werden konnten, um den Kindern den großen Pausenhof zu erhalten. Dank der Ausstattung der Schule mit einer modernen Schulküche durch den Förderverein könne die Schule auch das Thema gesunde Ernährung praktisch vermitteln.

    „Neue Schule, neues Glück“ sangen die Kinder – im Hintergrund das alte Schulgebäude, das bald abgerissen wird – für mehr Platz auf dem Schulhof.
    Foto: Hannelore Nowacki


    Eine der größten Grundschulen im Kreis mit Neubau für 43 Millionen Euro

    Landrat Christian Engelhardt richtete sich in seiner Ansprache direkt an die Kinder, denen er vom Baggerbiss erzählte als das alte Schulgebäude auf genau diesem Platz abgerissen wurde und mit dem neuen Schulgebäude eine der größten Grundschulen im ganzen Kreis Bergstraße geschaffen wurde – mit Raum für Chancengleichheit und Integration, ein Haus für die Zukunft der Kinder. Mehr als 40 Millionen Euro habe die neue Schule gekostet. „Eigentlich seid ihr alle Millionäre“, scherzte der Landrat – was die Kinder erstmal verdauen mussten. Der Neubau sei ein Paradebeispiel für gelungene Schulplanung. Alle haben an einem Strang zogen, machte Engelhardt deutlich. Den beiden Lorscher Architekten Klaus Klingler und Helmut Brückmann, die in den Ruhestand gehen, bescheinigte Engelhardt, ein Meisterwerk geschaffen zu haben. Die Unterrichtscontainer sind abgebaut, bis Ende 2025 folgen der Abbruch des alten Westgebäudes und die Wiederherstellung der Straße ab Anfang 2026. Bis Ende 2026 wird der Schulhof vielseitig mit Ballspielfeld, Spielgeräten und Sitzgelegenheiten ausgestattet und Fahrradständer werden installiert. In die Zukunft der Kinder und von Bürstadt sei investiert worden, hob Bürgermeister Wenz anerkennend hervor und wünschte der Schulgemeinschaft „stets ein gutes Miteinander“.

    Ein „Marktplatz“ im dritten OG – mit viel Platz für sechs Klassen eines Clusters.
    Foto: Hannelore Nowacki


    Räume zur Entfaltung und zum Wohlfühlen

    Imposant im besten Sinn präsentiert sich das neue dreigeschossige Schulgebäude mit seiner besonderen Klinkerfassade von außen und innen mit Säulen und Emporen als beeindruckender Eingangsbereich mit freiem Treppenaufgang, auch als Aula zu nutzen. Auf rund 7.500 Quadratmetern und drei Stockwerken sind die modernen, ansprechenden Klassenräume mit digitalen Tafeln und Beamern verteilt. Jede Jahrgangsstufe mit jeweils sechs Klassen bildet eine räumliche Einheit mit sechs Klassenzimmern, eigenen Sanitär- und Technikräumen, es gibt „Differenzierungsräume“ für besondere Lernsituationen und einen großen „Marktplatz“ für Pausen, Unterricht, Begegnung, Spaß und Spiel. Große Fenster nach draußen und drinnen erweitern den Horizont. Lernen in Clustern heißt dieses Format, eine pädagogische Idee aus Stein und Glas wie es Landrat Engelhardt beschreibt. In den Fluren sind Haken für Jacken und Turnbeutel, mit Platz zum Sitzen. Beim Rundgang ist es erstaunlich still, in den Klassenzimmern ist Unterricht. Dann geht die Tür zur Klasse 4d auf, die 25 Kinder machen sich auf den Weg zum Sportunterricht. Ihre Klassenlehrerin Carmen Saalfrank zeigt wie die digitale weiße Tafel funktioniert, unauffällig dahinter arbeitet ein kleiner Computer, der über die Tastatur alle Apps und sonstigen Funktionen steuert. Mit dem Finger darauf zu schreiben ist auch für sie eine neue Erfahrung. Auf den klappbaren weißen Tafeln links und rechts schreibt man noch mit Stift, einem umweltfreundlichen Holzstift. Hausaufgaben und andere Mitteilungen haben hier ihren Platz. Nichts dürfe an die Wand genagelt werden, für Bilder und anderes stehen Schiebeelemente zur Verfügung, das findet sie gut. Die Stühle mit Fußstütze hat sie für jedes Kind passend gestellt, ganz selbstverständlich stellen die Kinder ihre Stühle zum Schluss auf den Tischen ab. Auf dem Marktplatz bereitete sich Betreuerin Mervete Bajrami auf die Kinder vor, die nach dem Essen in der Mensa ihre Hausaufgaben machen.
    Hannelore Nowacki

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