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  • Do., 06. August 2026, 09:00 Uhr
    GEWERKSCHAFT NGG: Kreis Bergstraße bietet 383 freie Ausbildungsplätze / Auch Hotels und Restaurants suchen noch 23 Azubis

    In den nächsten Wochen Startphase ins Berufsleben nutzen

    In der Ausbildung ist auch Kreativität gefragt.
    Foto: NGG

    KREIS BERGSTRASSE – Gestern Schüler, heute Azubi: Zum Start des neuen Ausbildungsjahres registriert die Arbeitsagentur noch 383 offene Ausbildungsplätze im Landkreis Bergstraße. Darunter sind 23 freie Ausbildungsplätze in Hotels, Restaurants und Gaststätten. Die Lebensmittelindustrie im Landkreis Bergstraße sucht 9 Azubis. Und auch Bäckereien bieten noch 5 Jugendlichen eine Ausbildung – am Backofen genauso wie am Verkaufstresen. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hingewiesen.

    „Wer noch keine Ausbildung hat, sollte die nächsten Wochen als Startphase ins Berufsleben nutzen. Die meisten Betriebe sind da flexibel: Die Ausbildung muss nicht pünktlich am 1. August anfangen. Auch im September und selbst im Oktober geht da oft noch was“, sagt Guido Noll. Der Geschäftsführer der NGG Darmstadt und Mainz rät Jugendlichen, nicht auf Gelegenheitsjobs zu setzen, sondern auf einen Ausbildungsvertrag: „Wer sich in Betrieben später weiterentwickeln will, der braucht eine solide Ausbildung als Fundament. Die 3 Jahre Ausbildung sind gut investiert“, so Noll.

    Entscheidend sei allerdings, beim Ausbildungsbetrieb genau hinzugucken: „Das Geld, das ein Azubi verdient, muss passen. Dabei ist es wichtig, sich für einen Betrieb zu entscheiden, der Tariflöhne zahlt“, so Guido Noll. Außerdem sollten Azubis darauf achten, dass es eine Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) gebe. „Das ist eine Art ‚Jugend-Betriebsrat‘, der sich für die Interessen der jungen Belegschaft stark macht und zum Beispiel darauf achtet, dass es einen Rahmenplan für die Ausbildung gibt. Der ist wichtig, damit Auszubildende nicht ausgenutzt werden. Denn was bringt es, wenn man mit Arbeiten zugeschüttet wird, die mit der Ausbildung selbst wenig oder nichts zu tun haben?“, so Guido Noll.

    So sollten angehende Bäckereifachverkäuferinnen darauf achten, nicht nur „zum Brötchenschmieren im Hinterzimmer“ abgestellt zu werden. „Sie müssen vor allem in den Verkauf und an die Kasse. Denn zur Ausbildung für eine Bäckereifachverkäuferin gehört auch der kaufmännische Teil“, sagt Guido Noll von der NGG Darmstadt und Mainz. zg

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