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  • Fr., 18. November 2016, 12:44 Uhr
    Wandergruppe der TG Biblis reiste zum kulturellen Spaziergang über den Rhein

    In Worms auf den Spuren von Luther



    Begab sich auf die Spuren Martin Luthers in Worms: Die Wandergruppe der TG Biblis. Foto: oh

    BIBLIS – So groß war die Resonanz auf die Einladung der Wandergruppe der TG Biblis zum kulturellen Spaziergang in Worms, dass nicht alle Interessierten teilnehmen konnten. 37 Frauen und Männer folgten am 12. November 2,5 Stunden lang dem wieder von Alfred Schader und Jürgen Weis engagierten Führer Gerd Sonnenberg auf den Spuren Luthers. 

    Wegen seiner „weltgeschichtlichen Tat" musste Luther sich 1521 während seines zehntägigen Aufenthalts in Worms für seine Theologie, seine Predigten und Schriften vor dem Reichstag verantworten, der, weil in Nürnberg die Pest ausgebrochen war, diesmal in Worms stattfand. Im Lutherzimmer des im Andreasstift untergebrachten Museums der Stadt Worms ist der Reiseweg des Reformators dargestellt, man sieht den Entwurf des Lutherkopfes für das berühmte Denkmal, die Kopie einer Luther-Bibel mit handschriftlichen Eintragungen von ihm und ein Bild des Augustinermönches vor Kaiser und Reich. Daneben erfuhr die Gruppe aus Biblis, dass in der benachbarten Magnuskirche schon zwei Stiftsherren in Luthers Sinn predigten, bevor der Reformator in Worms erschien.

    Auch im Wormser Dom gibt es eine Darstellung von Luther: in einem der 20 Bilder des Geschichtsfensters, ebenso in der Dreifaltigkeitskirche gegenüber am Marktplatz, in der am Eingang eine Luther-Büste zu sehen ist sowie an der Turmwand zwischen den beiden Orgelteilen sein Auftreten beim Reichstag als Mosaik dargestellt ist. Die Wände des Gotteshauses sind in ornamentalen Großbuchstaben bedeckt mit dem Glaubensbekenntnis samt Luthers Erklärungen dazu. 

    An der Mauer des Heylshofparks begegnet man wiederum Luther, hier auf einem Steinrelief, und dort, wo er sein Bekenntnis "Hier stehe ich, ich kann nicht anders, Gott helfe mir! Amen!" vor Kaiser und Reich ablegte, ist eine beschriftete  Platte in den Boden eingelassen. Dass er sich nicht schrecken ließ, seine Thesen in Worms zu verteidigen, soll Luther mit den Worten bekräftigt haben, "auch wenn dort so viele Teufel wie Ziegelsteine auf den Dächern" seien.

    Schließlich ging es zu dem als "eine feste Burg" angelegten Luther-Denkmal, das 1868 entstand, das größte Reformationsdenkmal der Welt ist und Luther in einer Größe von 3,50 Meter zeigt, umgeben u. a. von Vorläufern der Reformation, Förderern und Mitstreitern. Daneben zeigen kleine Tafeln wichtige Szenen aus Luthers Leben.

    Auf dem Obermarkt dreht sich ein Kunstwerk neueren Datums, das Schicksalsrad mit Ausschnitten  aus der Wormser Geschichte. Auch dort ist Luther vertreten, wie sich am Ende des interessanten Rundgangs erkennen ließ.  zg

     
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