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  • Do., 04. Mai 2023, 16:17 Uhr
    GESUNDHEIT: Integrationskommission stellt Lampertheimer Gesundheitswegweiser auf Deutsch mit Übersetzung in neun Sprachen vor

    Informationen über das Gesundheitswesen, Vorsorgeuntersuchungen und Verhalten im Notfall

    Die Lampertheimer Integrationskommission stellte ihr Projekt Gesundheitswegweiser in neun Sprachen vor. Im Bild (von links): Turan Chaharmahali, Christiane Krotz, Erster Stadtrat Marius Schmidt, Marilyn Menger, Melanie Krämer-Gerlich, Rose Kohr und Lancine Diallo. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Warum braucht Lampertheim einen weiteren Wegweiser? Diese Frage beantwortete der Erste Stadtrat Marius Schmidt, der auch Sozialdezernent ist, bei der Präsentation des neuen Gesundheitswegweisers in neun Fremdsprachen gleich selbst. Die jeweiligen Zielgruppen haben unterschiedliche Bedürfnisse nach Information, in diesem Fall können besonders Migrantinnen und Migranten davon profitieren. Für deutsche Muttersprachler sei die Broschüre ebenfalls interessant. In Lampertheim gebe es zum Beispiel auch einen Seniorenwegweiser. Die Anregung für den Gesundheitswegweiser kam bei einer Bürgermeister-Dienstversammlung auf Kreisebene – der Viernheimer Bürgermeister habe vom Viernheimer Projekt der Gleichstellungsbeauftragten berichtet, das im Folgenden gerne von Nachahmern aufgegriffen werden durfte. In Heppenheim gibt es die Broschüre in elf Sprachen. Mit freundlicher Genehmigung der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Viernheim hat nun die Lampertheimer Integrationskommission unter Vorsitz des Ersten Stadtrats den Gesundheitswegweiser in deutscher Sprache mit jeweiliger Übersetzung ins Englische, Französische, Italienische, Griechische, Kroatische, Polnische, Russische Spanische und Türkische vorgelegt, den häufigsten Sprachen in Lampertheim. Örtliche Einrichtungen und Besonderheiten sind ebenso enthalten wie allgemeine Informationen über das deutsche Gesundheitswesen. Ehrenamtliche Übersetzer aus dem Kreis der Integrationslotsen und Mitglieder der Integrationskommission haben übersetzt. Das sei ganz schnell gegangen, berichtete Rose Kohr von der Stabsstelle Soziales. Ihr und Jennifer Zintel-Andres, ebenfalls Stabsstelle Soziales, dankte Schmidt für die Koordination. Fürs erste ist die Broschüre in jeweils 50 Exemplaren pro Sprache verfügbar. Weitere Sprachen können hinzukommen, stellte Schmidt in Aussicht. Melanie Krämer-Gerlich (FDP) hofft, dass der Gesundheitswegweiser zur besseren Wahrnehmung der Integrationskommission beiträgt, damit die Menschen wissen, an wen sie sich wenden können. Wie die Stadtverordneten Julia Hinz (CDU), Christiane Krotz (SPD) und Marilyn Menger (Grüne) ist Melanie Krämer-Gerlich als politische Vertreterin in der Integrationskommission tätig, gemeinsam mit mehreren migrantischen Mitgliedern und Lancine Diallo (Sportcoach) als sachkundigem Bürger. Schmidt wies darauf hin, dass es in Lampertheim ein großes Netzwerk von Helfern gebe, die bei Bedarf schnell aktiviert werden können. Die Broschüre im Corporate Design der Stadt Lampertheim ist im Haus am Römer, Domgasse 2, im Migrationsoffice im 1. OG erhältlich, der zentralen Anlaufstelle zur kostenfreien Beratung durch verschiedene Anbieter wie die Stabsstelle, das Diakonische Werk, Lernmobil Viernheim, die Integrationslotsen und Integrationskommission. Alle Menschen mit Migrationshintergrund sind willkommen – darüber hinaus aber auch alle Lampertheimer Bürger Lampertheims, die Ideen und Anregungen rund um das Thema Integration haben und/oder sich einbringen möchten. Auch beim Hessischen Familientag am 15. Juli am Stand der Stadt Lampertheim wird der Gesundheitswegweiser vorgestellt. Hannelore Nowacki

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