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  • Di., 09. Juli 2019, 09:36 Uhr
    KAB Biblis besuchte modernen Kuhstall Klingenhof

    Informativer Ausflug zum Michviehbetrieb

    Mitglieder der KAB Biblis informierten sich vor Ort beim Michviehbetrieb Klingenhof über die Haltung der Kühe. Foto: oh


    BIBLIS – Im Juni besuchten Bibliser KAB-Mitglieder den modernen Kuhstall der Familie Gerold, Conny und Daniel Schmidt in Birkenau/Hornbach. In 1,5 Stunden bekam die Reisegruppe eine interessante Führung durch die Stallung. So wurden die einzelnen Stationen des Stalles abgelaufen, von der Abkalbstation, in der hochtragende Kühe circa 14 Tage vor der Geburt unter ständiger Beobachtung sind und in Ruhe abkalben können, über die Selektionsbox, die für Untersuchungen der Kühe vorgesehen ist bis zum Bereich für Laktierende, in der sich milchgebende Kühe auf bequeme Komfortliegematten legen können. 75 Prozent des Tages liegen die Kühe wiederkauend auf den Matten und in dieser Zeit wird die Milch im Euter produziert.  Ein weiterer Komfort für die Kühe bietet die rotierende Kuhbürste. Hier lassen sich die Kühe je nach Bedarf das Fell durchbürsten was eine Wohltat für diese ist. Für Sauberkeit im Stall sorgt ein Spaltenroboter, der sechsmal am Tag die gesamte Lauffläche abschiebt. 

    Was die Besucher sehr beeindruckte war, dass die Tiere freien Zugang zur Weide haben. Jedes Tier hat somit die freie Wahl im Stall zu bleiben oder auf die Weide zu gehen. Nach der Stallbesichtigung ging es zum Melkroboter, der mit zwei Melkboxen ausgestattet ist. Die Milchkühe laufen eigenständig in die Boxen und werden über einen Responder am Halsband erkannt. Das Euter wird von einer Kamera erkannt und der Roboterarm setzt die einzelnen Melkbecher nacheinander an. Die Milch kranker Tiere wird erkannt, ausgesondert und in den Abfluss geleitet. Nur konsumfähige Milch wird in den Tank geleitet. 

    Seit etwa  einem Jahr besitzt Familie Schmidt eine Biogasanlage die mit der von den Rindern produzierten Gülle zur Energiegewinnung genutzt wird. Der nach der Energiegewinnung verbleibende Gärrest wird auf die Felder verbracht und ist sogar umweltfreundlicher als reine Gülle. Ein perfekter Kreislauf. Am Ende der Führung konnten die Teilnehmer sich selbst frische Milch gegen eine kleine Gebühr aus dem am Stall befindlichen Milchautomaten zum eigenen Verzehr zapfen und mit nach Hause nehmen. Im Anschluss der Führung kehrten die Teilnehmer in ein unweit gelegenes Restaurant ein und beendeten somit einen wunderbaren Nachmittag. zg

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