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  • Do., 27. Oktober 2016, 09:30 Uhr
    Schilderprojekt „Historische Orte“ der Bürgerstiftung und Gütesiegel

    Informatives Schild am schönen Wasserwerk

    Die Vorstandsmitglieder der Bürgerstiftung Bürstadt Claus Diehlmann (von links), Hans-Jürgen Brems und Peter Tschirch (mit dem Gütesiegel des Bundesverbandes der deutschen Stiftungen) gaben gemeinsam mit den EWR-Mitarbeitern Alexandros Stefikos und Gerald Westerhaut das Schild am Wasserwerkzaun der Öffentlichkeit bekannt. Foto: Hannelore Nowacki


    BÜRSTADT – Schon seit 1905 wird Worms vom Wasserwerk Bürstadt mit Trinkwasser versorgt, seit 1927 kommen die Lampertheimer Einwohner in den Genuss sauberen Trinkwassers aus dem Bürstädter Wald und seit 1934 fließt das reine Wasser in Bürstadt aus dem Hahn. Mitten im Bürstädter Wald hatte der Wormser Architekt Georg Metzler 1905 ein so schönes Wasserwerk gebaut, dass es bis heute denkmalgeschützt ist. Das Wasserwerk mit seinem prägnanten Giebel, Fachwerk, Erker und der Pumpenhalle hat auch den Vorstand der Bürgerstiftung Bürstadt fasziniert – so wurde das Wasserwerk beim Schilderprojekt der Bürgerstiftung „Historische Orte“ mit einem informativen Schild zur Historie des Bauwerks bedacht. Fachgerecht angebracht wurde es vom Bauhof, wie Vorstandsmitglied Claus Diehlmann erklärte.   Das am Zaun befestigte Schild weist in eine Zeit, als die Mitarbeiter noch ganz nahe an ihrem Arbeitsplatz wohnten. Eine repräsentative Meisterwohnung lag im oberen Stockwerk. Das digital gesteuerte Wasserwerk benötigt für seinen automatischen Betrieb aktuell nur zwei Mitarbeiter zur Versorgung von Lampertheim, Hofheim, Bürstadt und Worms. Alexandros Stefikos, Leiter der Anlagentechnik von EWR in Worms, und Gerald Westerhaut, Abteilungsleiter für Gas und Wasser, erklärten den Betrieb, der im Sommer einen Durchfluss von 1.700 Kubikmeter und mehr in der Stunde erreicht. „Wasser ist das Lebensmittel Nummer Eins“, betonten die Wasserexperten, „das am besten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland“. Die Bürgerstiftung habe weitere Pläne für ihr Schilderprojekt verriet Vorstandsmitglied Claus Diehlmann, weitere Anziehungspunkte sollen gefunden und mit geschichtlichen Hinweisen erklärt werden: „Lassen Sie sich überraschen“. So sei auch der weitgehend in Vergessenheit geratene Sackstein in der Feldgemarkung markiert worden. Vorstandsmitglied Peter Tschirch erinnerte daran, dass die Wilhelmstraße im Volksmund früher auch als „Schwesterngass“ bekannt gewesen sei. „Was war hier mal, was ist hier noch“, dies zu aufzuzeigen, darum gehe es beim Schilderprojekt. Denn häufig wüssten nur noch die älteren Generationen in der Stadt um diese Besonderheiten. Auch die Jüngeren und Zugezogenen sollen informiert werden. Das Gütesiegel, verliehen vom Bundesverband deutscher Stiftungen, war ein weiteres Thema. „Für uns ist es eine Bestätigung unserer Arbeit, wir freuen uns sehr darüber“, sagte Vorstandsmitglied Tschirch, der die gerahmte Urkunde mitgebracht hatte. Eine Jury habe anhand der eingereichten Unterlagen geprüft, ob die zehn vorausgesetzten Bedingungen erfüllt seien. Eingereicht habe die Bürgerstiftung unter anderem auch ihre Projekte. Hannelore Nowacki

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