So., 09. September 2018, 12:19 Uhr
Lebenshilfe veranstaltet Infoabend für Eltern am 14. September
Inklusion in der Regelschule
LAMPERTHEIM – Inklusive Schulmodelle gibt es im Kreis Bergstraße bereits, doch die Förderschule ist nach wie vor Standard, denn die Zugänglichkeit sowie der Informationstransfer bezüglich inklusiven Unterrichts an der Regelschule sind nicht optimal. „Um an eine Regelschule zu kommen, muss man etwas tun“, weiß Günther Baus, Vorsitzender der Lebenshilfe deutlich. Hier möchte die Lebenshilfe Unterstützung für Eltern leisten. Um die vielen Fragezeichen der Eltern aus dem Weg zu räumen und einen roten Faden an die Hand zu geben, veranstaltet die Lebenshilfe Lampertheim am 14. September um 18.30 Uhr in der Saarstraße 56 einen Elterninformationsabend. „Der Weg zu inklusiven Unterricht ist intransparent. Aus Elternsicht gibt es zwei Möglichkeiten, es gibt kein besser oder schlechter, kein richtig oder falsch“, machte Chantal Joosten, selbst Mutter eines behinderten Sohns und zuständig für die Pressearbeit bei der Lebenshilfe. Sie findet: „Um die freie Wahl zu haben, sollten beide Möglichkeiten einfach zugänglich sein.“ So sieht es auch Günther Baus, der Vorsitzende der Lebenshilfe, der niemanden eine Schulform „überstülpen“ will: „Unser Ziel ist, dass sich jedes Kind und jeder Jugendliche individuell entfalten kann. Wir sind uns durchaus bewusst, dass das große Worte sind, die nach großen Veränderungen rufen. Sie wollen wir gemeinsam mit den Schulen, der Nachmittagsbetreuung sowie den Eltern gestalten und umsetzten.“ Damit die Eltern einen umfassenden Überblick erhalten, werden sowohl Lehrer und Vertreter von Grundschulen sowie Förderschulen Erfahrungen teilen und Einblicke in ihren Unterricht geben. Auch das Konzept der Schulbegleitung im inklusiven Unterricht wird vorgestellt, ebenso formale Schritte, wie zum Beispiel der Ablauf von Anträgen erläutert. Zur Klärung von Fragen zum inklusiven Unterricht in der allgemeinen Schule wird Sibylle Hermanns, kommissarische Schulleiterin der Biedensandschule, die seit Beginn des Schuljahres 2004/05 regionales Beratungs- und Förderzentrum ist, beitragen. Fragen zum Unterricht an der Förderschule beantwortet Petra Thobe, Schulleiterin der Seebergschule. Außerdem werden Vertreter der Carl-Orff-Schule in Bensheim-Fehlheim sowie der Felsenmeerschule in Lautertal-Reichenbach zum Thema inklusiver Unterricht ihre Erfahrungen berichten.
Abschließend bleibt für die Eltern viel Zeit und Raum für Fragen. Um besser planen zu können, bitten die Organisatoren um Anmeldung unter Telefon 06206/94450 oder per Email an info@lebenshilfe-lampertheim.de. Eva Wiegand