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  • Fr., 10. März 2023, 08:33 Uhr
    KANU-CLUB LAMPERTHEIM: Bürgerstiftung unterstützt Anschaffung eines Rettungskatamarans mit 1.000 Euro  / Sport-Inklusiontstag am Sonntag in der Altrheinhalle

    „Inklusion ist hier jedem wichtig”

    Der Kanu-Club Lampertheim freut sich über die Unterstützung durch die Bürgerstiftung – 1.000 Euro werden für die inklusive Vereinsarbeit und insbesondere einen Rettungskatamaran zur Verfügung gestellt. Foto: Benjamin Kloos


    LAMPERTHEIM – „Gemeinsam verschieden sein” – unter diesem Motto wird die Inklusion beim Kanu-Club Lampertheim gelebt. Denn hier gehört jeder Mensch dazu und ist willkommen – egal wie er aussieht, welcher Sprache er spricht oder welches Handicap er hat. „Wenn alle Menschen dabei sein können, ist es normal verschieden zu sein. Und alle haben etwas davon: Wenn es zum Beispiel weniger Treppen gibt, können Menschen mit Kinderwagen, ältere Menschen und Menschen mit Handicap viel besser dabei sein. In einer inklusiven Welt sind alle Menschen offen für andere Ideen. Wenn du etwas nicht kennst, ist das nicht besser oder schlechter. Es ist normal! Jeder Mensch soll so akzeptiert werden, wie er oder sie ist“ beschreibt der Kanu-Club sein Selbstverständnis im Bereich Inklusion auf seiner Homepage – eine Einstellung, welche auch die Bürgerstiftung Lampertheim beeindruckt. 

    Am Donnerstag besuchte diese in Person des Vorsitzenden Erich Maier, Dieter Goll und Eva Liermann den Kanu-Club und überreichte eine Spende in Höhe von 1.000 Euro für die inklusive Arbeit des Kanu-Club. 

    Der 1. Vorsitzende Manfred Oettrich und Sportwartin und Trainerin Ulrike Gliem dankten der Bürgerstiftung für diese Unterstützung und erläuterte, wofür die Mittel verwendet werden und wie es zu dieser Unterstützung kam: „Wir haben bei der Bürgerstiftung einen Förderantrag für die Anschaffung unsere Rettunskatamarans und der Unterstützung unserer inklusiven Vereinsarbeit gestellt. 6.000 Euro fehlen uns noch für das Boot, wir werden es jetzt aber bestellen.” Denn beim inklusiven Paddeln von behinderten und nicht behinderten Kindern auf dem Altrhein könne es passieren, dass ein Kind einen Krampfanfall bekommt, mit dem Kajak kentert und schnell aus dem Wasser geholt werden muss. Zwar seien Helfer schnell zur Stelle, aber ein völlig kraftloses Kind über die Reling in ein normales Motorboot zu heben sei schwer. Ein Katamaran dagegen bleibe im Wasser stabil und das Kind könne einfach auf eine der beiden flachen Kufen gezogen werden. „Inklusion ist uns hier allen sehr wichtig, vielen Dank für die Unterstützung!”, ergänzte Manfred Oettrich.

    Erich Maier betonte für die Bürgerstiftung, dass die Unterstützung und Förderung von Menschen mit körperlicher und geistiger Behinderung beim Kanu-Club herausragend sei. „Dieses Engagement unterstützen wir gerne im Rahmen unserer Möglichkeiten. Danke für diesen Einsatz, der nicht selbstverständlich ist.” Bezüglich möglicher Förderungen für Projekte anderer Vereine ergänzte er: „Es ist immer einen Versuch wert, die Bürgerstiftung anzusprechen, wenn Unterstützung nötig ist, aus wenn wir nicht immer helfen können.”

    Alle Beteiligten verwiesen darüber hinaus auf den Sport-Inklusionstag, der am Sonntag von 10 bis 16 Uhr für alle von 4 bis 16 Jahren in der Altrheinhalle stattfindet: Die Kinder und Jugendlichen können und sollen sich hier an den Angeboten der Vereine ausprobieren, gleichzeitig sollen die Vereine für das Thema Inklusion sensibilisiert werden. Benjamin Kloos

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