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Fr., 28. September 2018, 09:01 Uhr
Kooperation zwischen Kanuclub und Lebenshilfe will Sportangebot für Menschen mit Behinderung schaffen
Inklusives Schwimmtraining für Kinder im Vorschulalter
Schwimmen macht allen Kindern Spaß – ob mit oder ohne Behinderung. Foto: www.pixabay.com
LAMPERTHEIM – Der Kanuclub und die Lebenshilfe sind schon seit vielen Jahren nicht nur durch ihre räumliche Nähe miteinander verbunden, doch jetzt wird es amtlich: Die beiden Vereine haben einen Kooperationsvertrag geschlossen, der in Zukunft das sportliche Angebot für behinderte Menschen und damit das Angebot inklusiver Sportgruppen deutlich erweitern soll. Während die Lebenshilfe eine überwiegend beratende Funktion einnehmen wird, feilt der Kanuclub bereits an der Schaffung der Barrierefreiheit seiner Räumlichkeiten. „Bereits in 2017 haben wir angefangen, das Thema Inklusion in unserem Verein aufzugreifen, was auf positive Zustimmung gestoßen ist“, berichtete der Vorsitzende Torsten Ohl. Der nächste Schritt sei nun, finanzielle Mittel für den Umbau zu generieren. Das erste Projekt wird der Einbau eines Fahrstuhls sein, um auch das Sportangebot in der im ersten Stock gelegenen Halle erweitern zu können. So sollen unter anderem mit einem Benefizkonzert am 9. November Gelder generiert werden. „Wir sind zuversichtlich, dass bis 2019 die ersten Effekte zu sehen sein werden“, erklärte Ohl, denn auch die Toiletten sowie die Zugänge sollen barrierefrei werden. Das erste Angebot im Rahmen der Zusammenarbeit der Lebenshilfe und dem Kanuclub wird allerdings außer Haus stattfinden: Das inklusive Schwimmtraining findet ab Mitte Oktober bis Ende Februar wöchentlich im Hallenbad statt, der Kurs ist bereits ausgebucht. Weitere Kurse sind nach der Sanierung des Hallenbades geplant. Doch zunächst sollen dort zwölf Kinder, ein Drittel davon mit Behinderung, „Spaß haben und ihre Angst vor dem Wasser verlieren“, brachte es Ulrike Borkenhagen, eine der drei Schwimmtrainerinnen auf den Punkt. Gemeinsam mit Bettina Korger-Diehlmann und Petra Schwind wird sie die Kinder im Alter zwischen vier und fünf Jahren an das Wasser gewöhnen, Schwimmbewegungen trainieren und, wenn die Kinder in dem Zeitraum das Schwimmen gelernt haben, das Schwimmabzeichen Seepferdchen anbieten. Ulrike Gliem hofft durch das angebotene Schwimmtraining dann auch auf neue Mitstreiter im Kanu-Sport. „Schließlich ist bei uns beim Paddeln die Voraussetzung, dass die Kinder schwimmen können“, erklärte die Sportwartin für Breitensport beim KCL. Sie bemängelt, dass es für Menschen mit Behinderung kaum ein Sportangebot gibt: „Da muss was geändert werden.“ Die Lebenshilfe, die sich übrigens auch sehr gut weitere Kooperationen mit anderen Sportvereinen vorstellen kann, und der Kanuclub sind auf einem guten Weg. Eva Wiegand