Fr., 11. März 2022, 10:13 Uhr
STADTVERORDNETENVERSAMMLUNG LAMPERTHEIM: SPD-Antrag für Pop-up-Stores skeptisch gesehen
Innenstadtbelebung an den Stadtentwicklungs- und Bauausschuss überwiesen
LAMPERTHEIM – Die SPD-Fraktion hatte in ihrem Antrag zur Innenstadtbelebung zahlreiche Ideen formuliert, die Fraktionsmitglied Petra Brandt begeistert vortrug. So sollen in Leerständen Flächen für Pop-Up-Stores bereitgestellt werden, um Unternehmen, Start-Ups, Freiberuflern, Bildungseinrichtungen oder Vereinen die Möglichkeit zu geben, sich zu präsentieren, Angebote, Produkte und Dienstleistungen anzubieten oder Workshops durchzuführen. Das alles zeitlich begrenzt, durch provisorische Umwandlung leerstehender Ladenflächen, kostengünstig und flexibel, um so die Innenstadt mit innovativen Impulsen nachhaltig zu entwickeln. Als Vorbild sieht die SPD die Entwicklung in Hanau. Stefan Griesheimer (CDU) entgegnete, dass ein Gesamtkonzept nötig sei und mit der Stadt zusammen Wege gefunden werden sollen, deshalb zurück mit dem Thema zur Besprechung im Stadtentwicklungs- und Bauausschuss (SEBA), was auch Gregor Simon (Grüne) befürwortete. Thomas Bittner (FDP) forderte eine Analyse und Bewertung mit Stadtmarketing. Jeder Versuch zur Innenstadtbelebung sei jedoch zu begrüßen. Einstimmig war der Verweis in den SEBA. Hingegen fand der SPD-Antrag für kostenfreie Menstruationsprodukte in öffentlichen Toiletten, engagiert vorgetragen von Lara Strubel, nach kurzer Debatte die ungeteilte Zustimmung. In beaufsichtigten, öffentlich zugänglichen Toiletten in öffentlichen Gebäuden soll es eine Testphase geben. In ihrer Begründung sprach Strubel auch die Tabu-Frage an, die das Thema Menstruation immer noch beherrsche, wichtig sei daher dieses Thema öffentlich zu machen. Hannelore Nowacki