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  • Do., 10. März 2016, 09:42 Uhr
    Großübung der Jugendfeuerwehr Biblis mit Nordheim und Wattenheim in der Katholischen Kindertagesstätte Sonnenschein erfolgreich absolviert

    Inszenierter Notfall gekonnt gemeistert

    Die Brandangriffsübung wurde von den eifrigen Jugendlichen erfolgreich absolviert und sie hatten viel Spaß daran. Foto.Sigrid Samson


    BIBLIS/NORDHEIM/WATTENHEIM – Um den Notfall mit dem jugendlichen Nachwuchs der Feuerwehr Biblis zu proben, wurde am vergangenen Dienstag eine Großübung in der Kindertagesstätte Sonnenschein durchgeführt – zum ersten Mal in dieser Größenordnung mit insgesamt drei Jugendwehren: Biblis, Wattenheim und Nordheim. Unterstützt wurde die Aktion von fünf Mitgliedern der aktiven Feuerwehr als Betreuer, um die Jugendlichen anzuleiten und gleichzeitig zu gewährleisten, dass sich niemand bei der Einsatzübung verletzt.

    „Wir führen eine Brandangriffsübung durch“, erklärte Feuerwehrmann Ralf Becker, Pressewart der FW Biblis und gleichzeitig Atemschutzwart, der die Übung begleitete. Kurz erläuterte Fabian Schmidt von der Bibliser Wehr dem TIP, dass er im gesamten Innenbereich des Kindergartens mit einem Nebelgenerator per Knopfdruck von außen die Räumlichkeiten mit Rauch füllte. Den Kindern und Jugendlichen wurde die Aufgabe gestellt, im gesamten Gebäude die insgesamt vier Personen – hier natürlich als Dummies – aus den Räumlichkeiten zu retten und ins Freie zu befördern. Realitätsnah wie bei einem echten Brand strömte der Rauch aus Fenster und Türen – selbstverständlich war der simulierte und sogenannte Disco-Rauch völlig ungefährlich. Schmidt setzte den Notruf über Funk ab und bereits kurz nach 18 Uhr waren die ersten Martinshörner aus der Ferne zu hören. Die Rauchmelder der Einrichtung machten sich durch unüberhörbares Piepsen bemerkbar. Wenige Augenblicke später befuhren die drei Fahrzeuge der Jugendwehren den Vorplatz der Tagesstätte. „Antreten“ lautete das Kommando, und schon machten sich die Jugendlichen startklar und rollten anschließend eifrig die Schläuche in Richtung des Gebäudes aus. Einsatzbefehle wurden trainiert, ebenso die Arbeit in verschiedenen Trupps und mit einem Gruppenführer.

    „Starke Rauchentwicklung im Gebäude“ wurde gemeldet. Unter Anleitung der Erwachsenen betraten die 31 Jugendlichen in Schutzanzügen mit Atemschutzgeräten und Handlampen das Gebäude, indem sie sich auf dem Boden kriechend voran tasteten, um die Vermissten zu suchen. Es war gar nicht so einfach, in den völlig vernebelten Räumen die Orientierung zu behalten. Sie suchten nach den drei Erwachsenen-Dummies, die ein Gewicht von 70 bis 80 Kilogramm hatten, aber auch einen etwas leichteren Kinder-Dummy. Nach einer Weile kamen die ersten Jugendlichen aus dem Kindergarten und schleppten die Aufgefundenen gemeinsam nach draußen – erfolgreich hatten sie die Aufgabe gemeistert. Einige Kinder, teilweise auch aus der Kinderwehr, waren mit ihren Eltern zum Zuschauen gekommen und beobachteten begeistert das Geschehen.

    „Unsere Jugendlichen üben ansonsten auch regelmäßig, genau wie die Aktiven“, ergänzte Becker, wobei diese Übung schon etwas Besonderes darstellte. Einmal jährlich kann die Leistungsspange im Rahmen des alljährlichen Zeltlagers absolviert werden; die höchste Auszeichnung für ein Mitglied der Deutschen Jugendfeuerwehr.

    „Hat es euch gefallen?“ hieß es zum Schluss, als sich alle zum Abschluss auf dem Vorplatz versammelt hatten. Ein lautstarkes „Ja“ war von den beteiligten Jugendlichen zu hören, ebenso wie auf die Frage „Sollen wir das nochmal machen?“ – ein Zeichen, dass die Nachwuchskräfte mit vollem Eifer und gleichzeitig viel Spaß dabei waren – und sie hatten wieder einiges hinzugelernt. Sigrid Samson

     

     

     

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