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    LERNMOBIL E.V.: Sprachkurs für Geflüchtete aus der Ukraine in Biblis

    „Integration durch Bildung“

    An vier Tagen wöchentlich von 8.30 bis 11.45 Uhr treffen sich die Teilnehmer zum Sprachkurs. Foto: Dr. Oxana Berduta


    BIBLIS – Insgesamt 16 Teilnehmende, die in Biblis wohnhaft sind, nutzen seit vergangenem Montag in den Räumen der evangelischen Kirche Biblis die Möglichkeit, Deutsch zu lernen. Hierbei handelt es sich vor allem um Geflüchtete aus der Ukraine, die aufgrund der kriegerischen Auseinandersetzungen in ihrer Heimat gezwungen wurden, ihr eigenes Zuhause aufzugeben und die hier versuchen, Sicherheit für sich selbst und ihre Familien zu finden. Durch das Angebot eines allgemeinen Integrationskurses soll diesen Menschen auch in Biblis geholfen werden, durch den Erwerb der deutschen Sprache Fuß zu fassen und sich ein stabiles Leben aufzubauen.

    Der Verein Lernmobil e.V., dessen Leitmotiv „Integration durch Bildung“ lautet, bietet seit nunmehr 38 Jahren Sprachkurse aller Niveaustufen in Viernheim, Lampertheim und Bürstadt an. Aufgrund der Flüchtlingswelle 2015/2016 wurden im Zeitraum von 2016 bis 2019 zusätzliche Sprachkurse in Biblis angeboten.

    Dass in Biblis jetzt wieder unterrichtet werden kann, liegt natürlich an der großen Nachfrage, aber auch an dem Engagement des Bürgermeisters und der Bibliser Bürger: Die Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinde haben spontan einen Raum in der Darmstädter Straße 76 zur Verfügung gestellt. Ebenso wurde im Mai Platz im Rathaus bereitgestellt, was das Einstufen der Geflüchteten innerhalb einer mobilen Sprechstunde des Lernmobils e.V. ermöglichte. Mit so genannten Einstufungstests kann das Sprachniveau ermittelt werden und somit ein geeigneter Sprachkurs für jeden Teilnehmenden individuell ermittelt werden.

    Das Angebot in Biblis ist für die Geflüchteten aus der Ukraine, die über keine Kenntnisse der deutschen Sprache verfügen – und somit mit dem Sprachniveau A1 beginnen. Mit insgesamt zwei Lehrkräften, darunter eine Sprachdozentin, die ebenfalls aus der Ukraine stammt, wird seit Anfang dieser Woche ein Sprachkurs ermöglicht. Da die Integrationskurse durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gefördert werden, ist dieser Integrationskurs für die Teilnehmenden kostenlos absolvierbar. zg

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