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  • Fr., 15. Juli 2016, 12:16 Uhr
    Magistrat und Bürstädter Politik sind vom Zukunftsprojekt Bahnhof überzeugt

    „Intensiver Prozess trägt Früchte”

     

    BÜRSTADT – Auf Grundlage eines intensiven Prozesses aus Abstimmungen mit der Bahn, Planungsworkshops der Lokalen Partnerschaft, moderierten Gesprächen mit der Anwohnerinitiative sowie Erörterungen mit Bürgern und lokalen Akteuren hat die Stadtverwaltung nach Abwägung verschiedener Planvarianten den politischen Gremien das Zukunftskonzept für die Bahnhofsentwicklung zur Beschlussfassung vorgelegt. Bereits in dem 2010 beschlossenen Integrierten Handlungskonzept zur Innenstadtentwicklung hat sich das Parlament für die Beseitigung der offensichtlichen Mängel und für die Neuordnung und Umgestaltung in einem umfassenden Bahnhofsumfeldkonzept ausgesprochen. Jetzt ergreift die Stadt auf Grundlage des aktuellen Mehrheitsbeschlusses der Stadtverordnetenversammlung die Chance, Bürstadt als attraktives Mittelzentrum zum Wohnen und Arbeiten weiterzuentwickeln: Der Bahnhof mit dem angrenzenden Gepräge aus Gewerbe-, Lagerflächen sowie ehemaligen Gleis- und Verladeanlagen darf sich nicht länger als Un-Ort präsentieren. Der erste Schritt ist getan: mit der nun beschlossenen Planung für die Bahnhofsallee und die Park&Ride-Flächen werden die öffentlichen Straßen und Grünanlagen neu gestaltet.

    Durch Ausweitung des Parkplatzangebots sowie Ordnung und Befestigung der Parkplätze wird das Parken komfortabler; aber auch die Zuwege für Fußgänger und Radfahrer werden attraktiver. Die modernisierten Bahnsteige werden in allen Umsteigebeziehungen des „Kreuzungsbahnhofs“ barrierefrei und damit z.B. für Menschen mit Rollstuhl, Rollator, Kinderwagen oder Fahrrad ohne Hindernisse erreichbar sein; in diesem Zuge wird durch einen neuen Bahnübergang für Fußgänger und Radfahrer eine direkte Verbindung zwischen den Quartieren an der Industriestraße und der Innenstadt geschaffen. Die Verkehrsführung wird neu geordnet, um Gefahrenpunkte zwischen Pkw, Fußgängern, Radfahrern und Bussen weitgehend zu vermeiden – Tempo 30 bleibt weiterhin bestehen.

    Ziel ist es zudem, bestehende Grünflächen und Bäume in möglichst geringen Maße zu beanspruchen. Die Grünanlage vor dem Bahnhofsgebäude, in der Bäume verschiedener Art und unterschiedlichen Alters anzutreffen sind, bleibt in weiten Teilen erhalten. Zudem werden neue Bäume im Bereich der P&R-Anlage und in der Bahnhofsallee gepflanzt. Da die vorhandenen Bäume trotz des Straßennamens bisher nicht beidseitig als Allee gepflanzt sind, ist es Ziel, durch Neupflanzungen diesen Alleecharakter auszubilden.

    Der Bereich der alten Verladerampe an der Mainstraße wird entsiegelt, um die für das Stadtklima so wichtigen offenen Flächen bereitzuhalten.

    Magistrat und Politik stellen sich der Herausforderung, ein Gesamtkonzept umzusetzen, das die verschiedensten Zielsetzungen - wie insbesondere Erreichbarkeit für alle Verkehrsteilnehmer, Barrierefreiheit, Aufenthaltsqualität und Grünentwicklung, Verkehrssicherheit, planerische und technische Vorgaben, ansprechendes Erscheinungsbild und attraktives Nutzungen – zu berücksichtigen hat. Hierzu war auch eine umfassende Abwägung von Zielen und Anregungen erforderlich, in die insbesondere auch die Anwohnerinitiative eingebunden war. So wurde aus den zwei Workshops, in denen die Anwohnerinitiative Gelegenheit hatte, direkt mit den Verkehrsingenieuren zu diskutieren, die nun beschlossene Variante entwickelt. Diese zeichnet sich durch einen geringeren Eingriff in die Grünanlage sowie mehr neue Bäume in der Bahnhofsallee aus.

    Mit der Modernisierung des Bahnhofsgebäudes und der Umnutzung des Raiffeisenareals haben Magistrat und Politik auch die weiteren Bausteine der Gesamtentwicklung im Blick. Magistrat und Politik sind überzeugt und gewillt, mit diesen Maßnahmen eine in die Zukunft gerichtete Entwicklung anzustoßen, die der Stadt und damit allen Bürgerinnen und Bürgern zu Gute kommt. Sie rufen daher alle Bürstädterinnen und Bürstädter auf, sich über die Zielsetzungen und Inhalte des Zukunftsprojekts Bahnhof eingehend zu informieren. zg

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